Switzerland

Die Stadt Bern wählt: Kann Rot-Grün-Mitte seine Vormachtstellung behaupten?

Die Bernerinnen und Berner wählen heute eine neue Stadtregierung und ein neues Stadtparlament. Alle Ergebnisse und Reaktionen im Nachrichten-Ticker.

Das Wichtigste in Kürze

Alle Grafiken und Resultate in der Übersicht finden sie hier.

Zum Nachrichten-Ticker über die Lokalwahlen in Zollikofen, Münchenbuchsee, Worb und Burgdorf sowie über weitere Wahlen und Abstimmungen gelangen Sie hier.

Wegen Covid-Schutzmassnahmen dauert das Auszählen der Stimmen in der Stadt Bern womöglich länger als in früheren Jahren.

Zuerst, ungefähr um 18 Uhr, werden die Resultate für das Stadtpräsidium erwartet. Da der amtierende Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) nur von chancenlosen Politexoten herausgefordert wird, dürfte er mit grossem Mehr gewählt werden. Um im Amt zu bleiben, muss er aber auch die Wiederwahl in den Gemeinderat schaffen.

Ab 20 Uhr werden die Resultate für den Gemeinderat erwartet.

Erst gegen Mitternacht dürften die Sitze im Stadtrat, dem Stadtberner Parlament, verteilt werden. Diese Ergebnisse könnten sich allenfalls gar bis Montag verzögern.

Die Stadt Bern bleibt rot-grün dominiert – daran zweifelt niemand. Die Wahlen vom Sonntag versprechen trotzdem viel Spannung. Denn in der fünfköpfigen Stadtregierung hat niemand eine Job-Garantie.

Die Exekutive wird in Bern in einer Proporzwahl bestimmt. Die Parteien sind zu gemeinsamen Listen gezwungen, sonst sind sie chancenlos.

Diese bittere Erfahrung mussten vor vier Jahren die Bürgerlichen machen. FDP und SVP marschierten für einmal getrennt, prompt wurde der Freisinnige Alexandre Schmidt abgewählt. Diesmal treten die beiden Parteien wieder gemeinsam an.

Die Rückkehr in die Stadtregierung ist für die Bürgerlichen damit in Sichtweite. Beobachter sehen den umtriebigen Freisinnigen Bernhard Eicher (zum Porträt) in der Favoritenrolle. Er leitet die FDP-Fraktion im Stadtparlament. Aussenseiter-Chancen hat alt Nationalrat Thomas Fuchs (zum Porträt) von der SVP.

Die Frage ist, wer im Fall eines bürgerlichen Sitzgewinns Federn lassen muss. Entweder ist es die Mitte-Liste von CVP, Grünliberalen, EVP und BDP. Dann müsste der amtierende CVP-Sicherheitsdirektor Reto Nause (zum Porträt) über die Klinge springen.

Es könnte aber auch das Rot-Grün-Mitte-Bündnis (RGM) treffen, das vier der fünf Sitze hält. Gemessen an den Wähleranteilen ist RGM klar übervertreten.

Nicht zustande gekommen ist das Bürgerlich-Mitte-Bündnis (BGM), das die Kandidierenden der Mitte-Parteien sowie der FDP und der SVP auf einer Liste vereinigt hätte. So wären der bürgerlichen Opposition zwei Sitze praktisch sicher gewesen.

Vier Fragezeichen

Von den vier RGM-Kandidierenden kann sich niemand seiner Wahl völlig sicher sein. Die besten Karten hat wohl Bildungsdirektorin Franziska Teuscher (zum Porträt) des Grünen Bündnisses, die im grünen Lager unbestritten ist und über eine ausreichend grosse Hausmacht verfügt.

Stadtpräsident Alec von Graffenried (Grüne Freie Liste) hat zwar bei der Stadtpräsidiumswahl keine ernsthafte Konkurrenz. Die Wahl in die Stadtregierung wird für ihn aber kein Selbstläufer, weil er der kleinsten RGM-Partei angehört. Auch ist unklar, ob er vom bürgerlichen Lager so viele Stimmen erhält wie vor vier Jahren.

Am ehesten droht der SP am 29. November ein böses Erwachen. SP-Finanzdirektor Michael Aebersold (zum Porträt) muss seinen Wahlkampf vor dem Hintergrund tiefroter Budget-Zahlen führen. Seine neu antretende Parteikollegin Marieke Kruit (zum Portrait) möchte Ursula Wyss beerben, doch könnte sie auch Aebersold verdrängen.

Beginn des Live Tickers

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