Switzerland

Die Skiflug-WM wird im Dezember nachgeholt

Das Coronavirus und seine Auswirkungen auf den globalen Sport – eine Übersicht über die neuesten Entwicklungen.

Neues Rendez-vous für Simon Ammann: im Dezember geht es nach Planica.

Neues Rendez-vous für Simon Ammann: im Dezember geht es nach Planica. 

Christian Bruna / EPA

(sda) Die im März wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagte Skiflug-WM in Planica wird vom 11. bis 13. Dezember 2020 nachgeholt. Dies beschloss der Weltverband FIS am traditionellen Frühjahrs-Meeting, das per Video-Konferenz stattfand. Ursprünglich waren die Titelkämpfe als Abschluss der schliesslich vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 geplant gewesen.

Von Slowenien aus wird der Tross der Skispringer nach Engelberg weiterreisen, wo als letztes Weltcup-Springen vor den Weihnachtsferien traditionsgemäss die Hauptprobe zur Vierschanzentournee im Programm.

Auch Rapid Wien muss weiterhin ohne Zuschauer spielen.

Auch Rapid Wien muss weiterhin ohne Zuschauer spielen. 

Lisi Niesner / Reuters

(sda) Österreichs Spitzensport ist von den nächsten Lockerungsmassnahmen der Regierung ausgenommen. Während ab 1. Juli bei Kulturveranstaltungen im Freien wieder bis zu 500 Personen zugelassen sind, soll etwa Fussball auch weiterhin ohne Publikum praktiziert werden. Das verkündete Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag (25. 5.). Für die Bundesliga gebe es eine eigene rechtliche Regelung, sagte Anschober. Jene sieht bei Umsetzung eines strengen Präventions- und Hygienekonzepts die Austragung ohne Publikum vor und soll ungeachtet neuer Regelungen für den Kulturbereich weiter gelten. Die österreichische Bundesliga nimmt den Spielbetrieb nächste Woche wieder auf.

 Lewis Hamilton ist sich manchmal unsicher, ob er noch weiter Rennen fahren soll.

Lewis Hamilton ist sich manchmal unsicher, ob er noch weiter Rennen fahren soll.

Scott Barbour / Imago

clr. Lewis Hamilton hat wegen der Corona-Zwangspause in der Formel 1 viel Zeit, über die Zukunft nachzudenken. In einem von seinem Team Mercedes veröffentlichten Interview sagte er nun, er habe in den letzten Wochen mehrmals darüber nachgedacht, die Formel-1-Karriere zu beenden. 

Es gebe Tage, an denen er aufwache und erschöpft sei: «Ich bin dann überhaupt nicht motiviert und frage mich: Soll ich weiter Rennen fahren?» Doch dann ändere jeweils rasch seine Meinung: «Dann denke ich: Verdammt, ich liebe, was ich tue. Wieso sollte ich darüber nachdenken, nicht weiterzumachen?» 

Er habe sich vorgenommen, künftig weniger streng mit sich zu sein, sagte Hamilton weiter: «Man muss einen Weg finden, sich selbst und das, was man tut, zu lieben.»

Er will vorerst weiter Formel-1-Rennen fahren. Die Saison beginnt für ihn und den Formel-1-Tross voraussichtlich am 5. Juli mit dem Rennen in Spielberg. Eigentlich hätte die Saison bereits Mitte März starten sollen.

(sda) Die alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo wird voraussichtlich ein Jahr später stattfinden als geplant.

Das italienische Olympische Komitee (Coni) wolle die FIS ersuchen, die für den 8. bis 21. Februar 2021 angesetzten Titelkämpfe erst im März 2022 austragen zu dürfen. Das verkündete Coni-Präsident Giovanni Malago im Gespräch mit dem TV-Sender RAI 2.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die unsicheren Perspektiven einer Wiederaufnahme der Sportevents hätten das Coni dazu bewogen, die Verschiebung der Ski-WM zu beantragen, sagte Malago. Die WM soll demnach aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie erst nach den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking ausgetragen werden.

Cortina hatte wegen der Pandemie bereits auf den Weltcup-Final im vergangenen März und damit auf die Generalprobe für die WM verzichten müssen. Die Region Venetien, in der Cortina liegt, ist eine der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Regionen. 

Der Weltverband FIS seinerseits einigte sich gemäss italienischen Quellen am Montagabend darauf, dass am 1. Juli über den Antrag der Italiener entschieden wird.

Der FIS-Kongress 2020, bei dem auch der Nachfolger von Präsident Gian Franco Kasper bestimmt wird, wurde auf Sonntag, den 4. Oktober 2020, in Zürich verlegt. Der Weltverband will am 1. August entscheiden, ob der Anlass wegen der Coronavirus-Krise als persönliche Veranstaltung durchgeführt werden kann. Sollten Reiserestriktionen die Abhaltung verhindern, könnte der Kongress auch im November stattfinden. Sollte auch dann ein Meeting nicht möglich sein, würde der Kongress 2020 entfallen und die Frühjahrs-Konferenz von 1. bis 6. Juni im slowenischen Portoroz zum Kongress aufgewertet werden.

(dpa) Vier Spieler des spanischen Fussball-Erstligisten FC Sevilla haben gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus verstossen und sich dafür entschuldigt. Der frühere Gladbacher Luuk de Jong sowie Ever Banega, Lucas Ocampos und Franco Vazquez feierten zusammen mit insgesamt zwölf weiteren Personen eine Gartenparty. In Spanien sind zurzeit jedoch Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Ein Bild von der Party veröffentlichte Banegas Frau auf Instagram.

«Ich möchte mich für das entschuldigen, was gestern passiert ist», erklärte Banega am Sonntagabend auf Instagram. Es sei ein Treffen von Teamkollegen und Familie gewesen, und man habe nicht gewusst, dass man im Unrecht sei, schrieb er. «Ich möchte mich bei unserem Verein, unseren Fans und der Gesellschaft im Allgemeinen entschuldigen. Es wird nicht wieder vorkommen.»

Die Verantwortlichen der Premier League haben vermeldet, dass sich zwei weitere Spieler mit dem Coronavirus infiziert haben. Die beiden Betroffenen aus verschiedenen Vereinen haben sich für sieben Tage in Quarantäne begeben.

Die neuesten Fälle wurden in einer weiteren Testrunde ermittelt, an der in den vergangenen drei Tagen 996 Personen teilgenommen haben. Eine erste Testreihe eine Woche zuvor hatte sechs Infizierte ermittelt.

Englands höchste Liga will den Spielbetrieb ab dem 12. Juni wieder aufnehmen. Bestätigt ist der Termin noch nicht.

(sda) Die spanischen Profiligen dürfen ab dem 8. Juni den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das gab Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation bekannt.

Nach den bisherigen Plänen der La Liga soll der Neustart am 12. Juni erfolgen. Einen konkreten Spielplan mit Terminen gibt es aber noch nicht. Die Erlaubnis gilt auch für die zweite Liga.

Mit mehr als 230 000 Infektionsfällen und über 28 000 Toten ist Spanien eines der von der Coronavirus-Pandemie am schwersten getroffenen Länder. Nach Angaben der La Liga wurden jüngst 8 von rund 2500 Spielern und Mitarbeitern von Vereinen der ersten und der zweiten Liga positiv auf das Coronavirus getestet.

(sda) Der FC Lugano gibt in einem Communiqué bekannt, dass ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, es ihm jedoch gutgehe. Er muss in eine zehntägige Isolation. Ein anderer Spieler, der mit ihm in engem Kontakt gestanden hat, muss in eine zehntägige Quarantäne. Die beiden verstiessen gegen Richtlinien des Vereins, die engere und längere Kontakte ausdrücklich untersagt hatten.

Bei zwei weiteren Spielern und einem Angestellten in der Verwaltung wurden im Blut Antikörper gegen das Virus gefunden. Das heisst, dass sie infiziert waren und nun geheilt sind. Als vorbeugende Massnahme hat einer der beiden Spieler bereits umfangreiche medizinische Tests durchlaufen, der andere wird sie am Montag absolvieren. Am gleichen Tag nehmen die Tessiner das Training wieder auf.

Seit einer Woche wird in der Bundesliga wieder Fussball gespielt. Wie es in den anderen Fussballligen in Europa aussieht, sehen Sie in der Übersicht:

Wie der Fussballbetrieb in Europa wieder aufgenommen wird

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Danny Rose kritisiert die Premier League, andere Spieler gehen sogar noch weiter.

Danny Rose kritisiert die Premier League, andere Spieler gehen sogar noch weiter.

Peter Nicholls / Reuters

clr. Ab dem 12. Juni soll in der Premier League wieder Fussball gespielt werden, das hoffen jedenfalls die Verantwortlichen. Seit Dienstag dürfen die Klubs in Kleingruppen trainieren. Das passt vielen Spielern nicht, sie finden den Entscheid fahrlässig. Englands Nationalspieler Danny Rose etwa kritisierte im Podcast «The Lockdown Tactics», man behandle die Fussballer wie «Laborratten»: «Womöglich riskiere ich meine Gesundheit für die Unterhaltung anderer. Um ehrlich zu sein, will ich das nicht.» Noch weiter geht Troy Deeney, der Captain des Watford FC: Deeney weigert sich, zum Training zu erscheinen.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass ein Spieler und zwei Betreuer von Watford positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Deeney begründet seinen Boykott im Podcast «Talk, Talk, Talk»: «Ich habe gesagt, dass ich nicht mitmachen werde. Mein Sohn ist fünf Monate alt und hat Atembeschwerden. Ich will nicht nach Hause kommen und ihn in noch grössere Gefahr bringen.»

Deeney sagt, er verzichte lieber auf den Lohn, als sich beim Training dem Risiko einer Infektion auszusetzen: «Ich habe meinen Vater verloren, meine Oma, meinen Opa. Ich habe mehr oder weniger jeden verloren, der mir etwas bedeutet. Für mich ist das wichtiger als ein paar Pfund in meiner Tasche.» Inzwischen haben sich mehrere Teamkollegen Deeneys Boykott angeschlossen und sich vom Training ferngehalten.

Anders als bei Dynamo Dresden in der deutschen Bundesliga wird in der Premier League bei positiven Corona-Tests nicht die ganze Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne geschickt, sondern es müssen lediglich die betroffenen Spieler zu Hause bleiben.

Die Premier League hat sich bisher nicht offiziell zur Kritik und zu den Boykotten geäussert.

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