Switzerland

Die «schöne Aufgabe» für den FC Luzern

Trotz enormer Personalprobleme will Sportchef Remo Meyer nicht klagen – an YB hat er eine gute Cup-Erinnerung.

Freut sich auf den Vergleich mit der «besten Mannschaft des Landes»: FCL-Sportchef Remo Meyer.

Freut sich auf den Vergleich mit der «besten Mannschaft des Landes»: FCL-Sportchef Remo Meyer.

Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Die Liste hat eine stattliche Länge erreicht. Als der FC Luzern am Montagabend in Basel antritt, fehlen zehn Spieler, weil sie verletzt sind, zwei sitzen eine Sperre ab. Fabio Celestini sagt: «Wir laufen am Limit.» Aber weil er nicht in den Verdacht geraten will, sich über die Personalnot zu beklagen, fügt er schnell an: «Wir haben viele junge Talente, die ihre Arbeit ausgezeichnet machen.» Und: «In einer besonders intensiven Zeit ist entscheidend, welche Mentalität man zeigt.»

Hinter Celestini liegen Monate mit einigen Turbulenzen. Als er Anfang Jahr die Nachfolge des entlassenen Thomas Häberli antritt, gelingt auf Anhieb vieles. Der FCL reiht fünf Siege aneinander, erreicht in Thun ein 1:1 und verabschiedet sich eilends aus der Gefahrenzone. Kein Team der Liga startet besser ins neue Jahr. Als die Zwangspause anbricht, belegen die Zentralschweizer Platz 6, es ist gar nicht so abwegig, Gedanken an die Europa League zu verschwenden.

Die Baisse im Juli

Aber zwei Wochen nach dem Wiederbeginn gerät die Mannschaft in ein Tief, das sich nicht nur, aber eben doch auch mit den vielen Ausfällen erklären lässt. Zwischen dem 8. und 26. Juli enden fünf von sechs Partien mit Niederlagen. Lohn gibt es einzig gegen Lugano: beim 3:3

Auffällig ist, wie Celestini die Jugend forciert, und er tut das nicht nur wegen der personellen Not. «Ich setze auf sie, weil sie Qualität haben», sagt der 44-Jährige und sendet damit Signale aus, die Sportchef Remo Meyer gefallen: «Die Talente, die bei uns ausgebildet werden, sehen: Sie haben eine realistische Chance, bei entsprechenden Leistungen den Sprung zu den Profis zu schaffen.» Wobei Meyer eines sehr wohl bewusst ist: «Forsche, unbekümmerte Junge sind wichtig, aber es braucht daneben auch Routine.»

Einer der Erfahrenen steht im Tor und heisst Marius Müller. Der 27-jährige Deutsche, der vor einem Jahr verpflichtet wurde, erwies sich als Glücksgriff. 35-mal spielte er durch, bekam am Montag in Basel eine schöpferische Pause, wird heute gegen YB aber wieder dabei sein. Francesco Margiotta, 27-jähriger Italiener, ist mit elf Toren erfolgreichste Luzerner Offensivkraft in der Super League, der 31-jährige Pascal Schürpf ist mit seiner Präsenz unverzichtbar. Und zur Kategorie der Routiniers gehört auch ein Duo mit Berner Vergangenheit: Marco Bürki (27), der ehemalige YB-Junior und -Profi, sowie Christian Schwegler (36), der von 2006 bis 2009 bei YB unter Vertrag stand.

Will am Donnerstag keine Geschenke an Saidy Janko und die Young Boys verteilen: FCL-Trainer Fabio Celestini.

Will am Donnerstag keine Geschenke an Saidy Janko und die Young Boys verteilen: FCL-Trainer Fabio Celestini.

Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Kaum Handlungsspielraum

Nun stellt sich für Meyer die Frage: Wie kann er in der kurzen Zeit bis zum Start in die neue Saison Mitte September Retuschen im Kader anbringen? «Mir geht es gleich wie vielen Amtskollegen», sagt er, «der Handlungsspielraum ist begrenzt.» Auf dem Markt tut sich nicht viel, Vorsicht dominiert, und darum geht er nicht davon aus, dass sich das Gesicht des Teams markant verändern wird. Das heisst auch, dass vorläufig nicht mit Einnahmen zu rechnen ist wie bei Ruben Vargas, dessen Verkauf 2019 nach Augsburg 3,5 Millionen Franken eintrug. Gerüchte über Transfers gebe es immer wieder, sagt Meyer, «aber konkrete Anfragen liegen nicht vor».

Bevor er an die neue Meisterschaft denkt, gehört seine Aufmerksamkeit dem Cup, es geht um den Einzug in den Halbfinal. YB reist an, «die beste Mannschaft des Landes», sagt Meyer, «eine schöne Aufgabe für uns, die wir nur lösen können, wenn jeder von uns die Leistungsgrenze erreicht». Der Sportchef hält es gleich wie Celestini er will nicht jammern, dass sich keiner der zuletzt Verletzten zurückmelden kann: «Wir tun gut daran, die Situation anzunehmen, wie sie ist. Und so speziell alles ist: Wir haben die Chance, in dieser Saison einen Pokal zu gewinnen.»

Eines betont Meyer noch: «Wir sind alles andere als der Favorit.» Aber in Erinnerung ist auch ihm noch der 6. März 2019. Es war der Tag, als der FCL in den letztjährigen Cup-Halbfinal einzog. Mit einem 4:0 gegen YB.

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