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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Nahostkonflikt: Raketenalarm in Tel Aviv – 35 Tote in Gaza und fünf in Israel, Hamas-Kommandant bei Luftangriff im Gazastreifen getötet

Die neusten Entwicklungen

Die Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern drohen zu eskalieren. Entzündet hat sich die Gewaltwelle am Status Jerusalems.

Das israelische Abwehrsystem Iron Dome fängt eine Rakete der Hamas über Tel Aviv ab.

Das israelische Abwehrsystem Iron Dome fängt eine Rakete der Hamas über Tel Aviv ab.

Amir Cohen / Reuters

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  • Die israelischen Streitkräfte haben am Mittwoch (12. 5.) bei einem Luftangriff auf einen Kommandoposten der palästinensischen islamistischen Fraktion Hamas im Gazastreifen 16 Führungspersonen getötet. Dies teilte der israelische Sicherheitsdienst Shin Bet mit. Zu den Toten gehören Bassim Issa, ein Brigadekommandant der Hamas, der Chef der Hamas-Cyber- und Raketentechnologie, Jomaa Tahla, und 13 Mitarbeiter der Waffenproduktion.
  • Die deutsche Regierung verurteilt die Raketenangriffe der Hamas und mit ihr verbündeter extremistischer Gruppen auf Städte in Israel scharf. «Ihr Ziel ist es, wahllos und willkürlich Menschen zu töten», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch (12. 5.) in Berlin. Mehrere Personen hätten bereits ihr Leben verloren. «Es sind übrigens genau so jüdische wie arabische Bürger des Staates Israel», sagte er. «Diese Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen und Israel hat das Recht, sich im Rahmen der Selbstverteidigung gegen diese Angriffe zu wehren», sagte er. Grundsätzlich bleibe geboten, dass sich beide Parteien in einen Dialog begeben, um eine friedliche Lösung des jahrzehntelangen Konfliktes in einem verhandelten Abkommen zu erreichen. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Menschen in Israel angesichts des andauernden Raketenbeschusses seine «uneingeschränkte Solidarität» ausgedrückt. Steinmeier kondolierte Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin in einem Telefonat zum Tod israelischer Staatsbürger durch den massiven Raketenbeschuss.
  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin haben den Gewaltausbruch in Nahost verurteilt. Erdogan habe in einem Telefonat mit Putin deutlich gemacht, dass die Vereinten Nationen einschreiten müssten, bevor der Konflikt weiter eskaliere, teilte das türkische Präsidialamt am Mittwoch (12. 5.) mit. Die UN müssten «entschlossene und klare Botschaften» finden, um die «Angriffe Israels» zu stoppen. Erdogan sprach sich zudem dafür aus, internationale Truppen zum Schutz von palästinensischen Zivilisten in die Region zu senden.
  • In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist am frühen Mittwochmorgen (12. 5.) binnen kurzer Zeit mehrfach Raketenalarm ausgelöst worden. «Familien werden aufgeweckt und in Schutzräume gebracht», hiess es auf der Twitter-Seite der israelischen Armee. Die Al-Kassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, haben sich zu den Raketenangriffen auf Tel Aviv bekannt. Gleichzeitig hat die israelische Armee in der Nacht auf Mittwoch Hunderte von Luftangriffen auf Gaza durchgeführt. Am Dienstagabend (11. 5.) hatte der Regierungschef Benjamin Netanyahu die Angriffe angekündigt.
  • Nach den erneuten Spannungen und Luftangriffen zwischen dem Gazastreifen und Israel passt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seine Reiseempfehlung für Israel an. «Reisen nach Israel sind mit Risiken verbunden, und es wird im ganzen Land zu erhöhter Vorsicht geraten», heisst es auf der Website des EDA. Die Regionen von Jerusalem, Tel Aviv und Süd-Israel seien unter Raketenbeschuss und es sei nicht ausgeschlossen, dass auch andere Landesteile betroffen sein könnten. Wegen der Pandemie lässt Israel zurzeit aber ohnehin nur Staatsbürger und Personen mit Wohnsitz im Land einreisen.
  • Bei Luftangriffen sollen seit Montag mindestens 35 Personen in Gaza getötet worden sein, unter ihnen 12 Kinder. 233 Menschen seien verletzt worden, das teilte das Gesundheitsministeriums in Gaza am Mittwoch (12. 5.) mit. Auf israelischer Seite sollen fünf Personen ihr Leben verloren haben, unter ihnen ein 7-jähriges Mädchen in der Stadt Lod. 
  • Bei den Luftangriffen auf den Gazastreifen in der Nacht auf Mittwoch (12. 5.) sind laut Angaben des von der islamistischen Hamas geführten Innenministeriums alle Polizeigebäude im Küstengebiet zerstört worden. Die Gebäude seien von Kampfflugzeugen beschossen worden. Israels Armee teilte derweil mit, sie habe in der Nacht ein Gebäude beschossen, in dem sich hochrangige Mitglieder des militärischen Nachrichtendienstes der Hamas aufgehalten hätten. 
  • Der Uno-Gesandte für den Mittleren Osten, Tor Wennesland, hat in der Nacht zum Mittwoch (12. 5.) per Twitter an die Verantwortlichen appelliert, die Waffen niederzulegen: «Anführer auf beiden Seiten tragen die Verantwortung für die Deeskalation.» Denn die Kosten des Krieges trage die Zivilbevölkerung. «Die Uno arbeitet mit allen Seiten zusammen, um Ruhe wiederherzustellen», schrieb Wennesland weiter. 
  • In der Stadt Lod bei Tel Aviv, in der Juden und Araber gemeinsam leben, ist es am Dienstagabend (11. 5.) zu schweren Ausschreitungen gekommen. Arabische Einwohner schändeten eine Synagoge und setzten sie in Brand. Ausserdem seien Dutzende Autos in Brand gesetzt und Fenster von Geschäften eingeworfen worden. 
  • Militante Palästinenser haben am Dienstag (11. 5.) rund 480 Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert. Davon wurden rund 200 abgefangen und 150 schlugen beim Start fehl, teilte das israelische Militär mit. Rund ein Drittel aller abgefeuerten Raketen sei noch im Gazastreifen niedergegangen. Dies sei aussergewöhnlich viel und habe wahrscheinlich dort auch Opfer zur Folge. Wie das Militär weiter mitteilte, wurde ein Wohngebäude in der nördlich des Gazastreifens gelegenen Stadt Ashkelon von einer Rakete getroffen. Laut Rettungskräften wurden sechs Menschen verletzt. 

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