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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Machtwechsel in Afghanistan: Taliban stellen Schulbesuch für Mädchen ab der 7. Klasse in Aussicht

Die neusten Entwicklungen

In Afghanistan haben die Taliban die Macht übernommen. Viele Staaten haben ihre Landsleute und lokalen Mitarbeiter unter teilweise dramatischen Umständen evakuiert. Dem Land stehen unruhige Zeiten bevor.

Mädchen sitzen in einem Klassenzimmer in Kabul.

Mädchen sitzen in einem Klassenzimmer in Kabul.

Wana News Agency / Reuters

Die neusten Entwicklungen:

  • Die Taliban haben eine Wiedereröffnung weiterführender Schulen für Mädchen ab der 7. Klasse in Aussicht gestellt. Das Bildungsministerium arbeite an einem neuen Verfahren, um es Schülerinnen zu erlauben, ihre Ausbildung fortzusetzen, sagte ein Taliban-Sprecher am Dienstag (21. 9.) vor Journalisten in Kabul. Seit der Machtübernahme der Islamisten Mitte August ist der Schulbesuch für Mädchen ab der 7. Klasse untersagt. Die weiterführenden Schulen hatten am Samstag (18. 9.) nur für männliche Schüler ihren Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen. Die künftigen Regeln zielen nach Darstellung des Sprechers darauf ab, das Bildungsumfeld für Mädchen und Frauen sowie deren täglichen Weg zum Unterricht abzusichern. Die Regierung hoffe, sich so bald wie möglich dieser «wichtigen Angelegenheit» widmen zu können.
  • Die Taliban haben rund fünf Wochen nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan neue Mitglieder ihrer Übergangsregierung vorgestellt. Insgesamt seien per Dekret 17 weitere Personen ins Kabinett berufen worden, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid am Dienstag (21. 9.) in Kabul. Einer der Stellvertreter im Gesundheitsministerium gehöre der Hazara-Minderheit an. Bei der Auswahl sei vor allem auf die professionelle Eignung geachtet worden. Frauen befinden sich aber weiterhin nicht darunter. Westliche Staaten hatten eine sogenannte inklusive Regierung gefordert, der nicht nur Taliban angehören. Die EU hat dies zur Bedingung für weiteres Engagement gemacht, etwa für die Zahlung von Entwicklungshilfe.
  • Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace hat eine Untersuchung über eine Datenpanne im Zusammenhang mit afghanischen Dolmetschern eingeleitet, die für die britischen Streitkräfte arbeiteten. Mehr als 250 Personen, die sich um eine Umsiedlung in das Vereinigte Königreich bemühen – viele von ihnen sind untergetaucht – wurden versehentlich in eine E-Mail des Verteidigungsministeriums kopiert. Ihre E-Mail-Adressen, Namen und teils auch Profilbilder konnten von allen Empfängern eingesehen werden. Das Verteidigungsministerium hat sich in einer Erklärung entschuldigt. Die E-Mail wurde an Dolmetscher verschickt, die noch in Afghanistan sind oder in andere Länder fliehen konnten. Absender war das Team, das für die britische Politik der Umsiedlung und Unterstützung Afghanistans (Arap) zuständig ist und seit der Machtübernahme der Taliban mit ihnen in Kontakt steht.
  • Die deutsche Regierung hat gut drei Wochen nach dem Ende der Evakuierungsaktion der Bundeswehr in Afghanistan keine genauen Erkenntnisse darüber, wie viele ihrer ehemaligen afghanischen Mitarbeiter das Land noch verlassen wollen. «Die genaue Zahl wird derzeit von der Bundesregierung eruiert», heisst es in einer Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Darin weist die Regierung erneut Vorwürfe zurück, sie habe die Evakuierung der Ortskräfte verschleppt. Nach den jüngsten Angaben der Bundesregierung haben 272 Ortskräfte mit insgesamt 992 Familienangehörigen das Land verlassen. 
  • Der Sprecher der Taliban hat Deutschland und andere Staaten der internationalen Gemeinschaft in Kunduz um Unterstützung gebeten. Dabei könne es sich um Investitionen, Wiederaufbauprojekte «oder jede Art von humanitärer Unterstützung für die Regierung oder die Bürger Afghanistans» handeln, sagte Matiullah Ruhani der Deutschen Presseagentur am früheren nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kunduz am Sonntag (19. 9.). Ruhani kritisierte, die internationale Gemeinschaft habe in den vergangenen zwanzig Jahren in Afghanistan eine «korrupte Regierung» unterstützt, ihre Hilfe aber mit der Machtübernahme der Taliban eingestellt. 

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