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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Neuseeland will strenge Einreiseregeln lockern, Infektionszahlen steigen in baltischen Staaten rasant

Die neusten Entwicklungen

Über 244 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Fast 5 Millionen Infizierte sind gestorben. Über 6,8 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht.

Die neusten Entwicklungen

  • Neuseeland will seine strengen Einreisebeschränkungen für vollständig geimpfte Personen Mitte November lockern. Die Zeit, die Reisende in von der Regierung betriebenen Einrichtungen in Hotelquarantäne verbringen müssen, werde ab dem 14. November von 14 auf 7 Tage halbiert, sagte Covid-19-Minister Chris Hipkins am Donnerstag (28. 10.) auf einer Pressekonferenz in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington. Die Isolierung zu Hause werde im ersten Quartal 2022 eingeführt. 
  • Amerikaner mit Krebs, Organtransplantationen und anderen Erkrankungen, die ihr Immunsystem schwächen, könnten eine vierte Impfung erhalten. Dies geht aus aktualisierten Richtlinien der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC hervor (27. 10.). Mässig und stark immungeschwächte Erwachsene, die vollständig geimpft sind und eine Auffrischungsdosis erhalten haben, können sechs Monate später eine weitere Impfung erhalten, so die Behörde.
  • In den baltischen Staaten breitet sich das Virus weiter rasant aus. Trotz neuer Einschränkungen erreichten in Lettland und Estland die Zahlen an Neuinfektionen mit 3206 und 2025 Fällen binnen 24 Stunden am Mittwoch (27. 10.) den jeweils höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Auch in Litauen gehen die Infektionszahlen weiter nach oben. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörden wurden in Lettland in den vergangenen 14 Tagen rund 1737 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert, in Estland waren es 1408 und in Litauen 1365. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC weist für die drei Ostseestaaten aktuell die höchsten Infektionsraten in Europa aus. Als ein Grund für die steigenden Fallzahlen gelten die geringen Impfraten.
  • Entwicklungsorganisationen haben die reichen Industrienationen zu mehr Impfgerechtigkeit in der Pandemie aufgefordert. Vor dem Gipfel der G-20 am Wochenende in Rom wurde am Mittwoch (27. 10.) besonders eine Freigabe der Impfstoffpatente verlangt und eine gerechtere Verteilung von Präparaten gegen das Coronavirus in der Welt. Erst 1,8 Prozent der Bevölkerung in armen Nationen seien geimpft – gegenüber 63 Prozent in reichen Ländern, stellte Oxfam fest. Die Mehrheit der G-20-Staaten, angeführt von Südafrika und Indien, sei für eine Aussetzung der Patente, während vor allem Deutschland, die EU und Grossbritannien die Vorschläge blockierten. Um das von der WHO ausgerufene Ziel zu erreichen, bis Mitte 2022 mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung mit Covid-19-Impfstoff zu versorgen, «muss weit mehr getan werden als bisher», sagte Fiona Uellendahl von World Vision. Das 40-Prozent-Ziel bis Jahresende erscheine schon jetzt «kaum noch realistisch». Auch die Organisation One warnte, dass das 70-Prozent-Ziel bei dem jetzigen Tempo «krachend verfehlt» werde. Ohne eine Kurskorrektur blieben zwei Milliarden Menschen bis September 2022 ohne Impfung.
  • In der Metropole Melbourne und dem Rest des Gliedstaats Victoria gilt künftig: Sobald dort 90 Prozent der Bürger vollständig geimpft sind, dürfen Ungeimpfte nur noch Geschäfte betreten, die unverzichtbar fürs tägliche Leben sind - also etwa Supermärkte und Apotheken. Der Covid-19-Beauftragte der Region, Jeroen Weimar, erklärte am Mittwoch (27. 10.), den Plänen der Regierung nach sollte am 24. November die 90-Prozent-Marke erreicht sein. Dabei sei es den Inhabern der Geschäfte vorbehalten, für die Einhaltung der Regel zu sorgen. Australien plant generell sehr strenge Auflagen für Menschen ohne Corona-Impfpass. So sollen in Zukunft nur zweifach Geimpfte das Land ohne Genehmigung verlassen und ohne strikte zweiwöchige Quarantäne einreisen können. Noch immer gibt es Diskussionen darüber, ob etwa ungeimpfte Tennisprofis, die im kommenden Jahr an den Australian Open in Melbourne teilnehmen wollen, überhaupt ins Land dürfen.
  • In den USA dürfte der Impfstoff von Pfizer/Biontech bald auch bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren zum Einsatz kommen. Ein Expertengremium hat am Dienstag (26. 10.) der Arzneimittelbehörde FDA empfohlen, das Vakzin für Kinder zuzulassen. Der Impfstoff könnte bereits nächste Woche für die jüngere Altersgruppe verfügbar sein. Die FDA ist nicht verpflichtet, dem Rat ihrer externen Experten zu folgen, tut dies aber in der Regel. Laut den Herstellern hat der Impfstoff in einer klinischen Studie mit Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren eine Wirksamkeit von 90,7 % gegen das Coronavirus gezeigt. Obwohl Kinder im Vergleich zu Erwachsenen relativ selten ernsthaft erkranken oder an Covid-19 sterben, treten bei einigen von ihnen Komplikationen auf, und die Zahl der Infektionen bei ungeimpften Kindern ist aufgrund der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gestiegen.
  • Als Reaktion auf einen neuen Ausbruch des Coronavirus hat China in der Vier-Millionen-Metropole Lanzhou eine strenge Ausgangssperre verhängt. Die Bewohner der Stadt in der Provinz Gansu wurden am Dienstag (26. 10.) dazu aufgefordert, ihre Wohnblocks nur noch in Notfällen oder zum Kauf von Lebensmitteln zu verlassen. Ein- und Ausgänge sollten überwacht werden. Insgesamt meldete China am Dienstag 29 neue lokale Corona-Infektionen, sechs davon in der Provinz Gansu. Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte «Null-Covid Strategie». Wie Staatsmedien berichteten, wurde die aktuelle Welle durch eine Einschleppung aus dem Ausland ausgelöst. Eine chinesische Reisegruppe, die in mehreren Provinzen unterwegs war, verbreitete das Virus dann seit vergangener Woche im Land. Seitdem wurden rund 180 Infektionen gefunden. Mittlerweile sind mindestens elf Provinzen von dem Ausbruch betroffen. 
  • Die Corona-Pandemie hat nach Expertenmeinung eine ungerechte, kaputte und gespaltene Welt entlarvt. Die Länder seien gemeinsam weder in der Lage, die Corona-Pandemie in naher Zukunft zu beenden, noch eine ähnliche Pandemie zu verhindern, schreiben die unabhängigen Experten des Gremiums zur Überwachung der Bereitschaftsplanung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie legten ihren Bericht am Dienstag (26. 10.) bei der Gesundheitskonferenz «World Health Summit» in Berlin vor. «Covid-19 hat eine kaputte Welt entlarvt, die ungerecht, ohne Rechenschaftspflicht und gespalten ist», heisst es darin. Ob jemand die Chance hat, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hänge nicht vom Bedarf, sondern davon ab, ob das Heimatland für den Impfstoff zahlen könne.  «Reiche Länder spenden medizinische Mittel, statt den Aufbau von Herstellerkapazitäten zu fördern, Technologie zu teilen und fairere Patentschutz-Vorgaben zu akzeptieren», kritisiert der Bericht.
  • Ab dem 8. November können jene Ausländer wieder in die USA einreisen, die mit bisher international anerkannten Präparaten vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Akzeptiert würden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hätten, teilte das Weisse am Montag (25. 10.) in Washington mit. Dies gilt derzeit für die Präparate von Biontech/Pfizer, AstraZeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac. Reisende müssten ihren Impfstatus der jeweiligen Airline nachweisen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen, hiess es weiter. Voraussetzung sei eine komplette Impfung gegen das Coronavirus.
  • Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen Covid-19 in Gang gesetzt. Die Experten bewerten nun die Daten aus Studien zur Wirkung des antiviralen Mittels Molnupiravir, wie die EMA am Montag (25. 10.) in Amsterdam mitteilte. Das Medikament, das geschluckt werden soll, wird von den Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme gemeinsam mit Ridgeback Biotherapeutics hergestellt. Nach ersten Testergebnissen soll das Präparat die Wirkung des Corona-Virus im Körper abschwächen. Dadurch könnten stationäre Behandlungen und auch Todesfälle verhindert werden.