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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: AstraZeneca-Vakzin soll auch Menschen ab 65 Jahren schützen, Australien kritisiert Impfstoff-Lieferstopp der EU

Die neusten Entwicklungen

Mehr als 115,5 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Über 2,5 Millionen Infizierte sind verstorben, über 65,3 Millionen genesen.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Pat Nabong / AP

Die neusten Entwicklungen

  • Deutschland sowie Dänemark wollen den Impfstoff von AstraZeneca auch für Menschen ab 65 Jahren zulassen. Deutschlands Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit Donnerstag (4. 3.) das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers nun auch für ältere Personen aufgrund von neuen Studiendaten. Diese belegen zudem, dass der Impfschutz noch wirksamer sei, wenn der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung zwölf Wochen betrage. Derzeit ist das Vakzin in Deutschland nur für Menschen zwischen 18 und 64 zugelassen. Auch die dänischen Gesundheitsbehörden empfehlen am Freitag (5. 3.), den AstraZeneca-Impfstoff für über 65-jährige.
  • Australien hat den Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union scharf kritisiert. «Wir sind natürlich enttäuscht und frustriert über diese Entscheidung, aber das ist auch der Grund, warum wir uns doppelt abgesichert haben», erklärte der australische Finanzminister am Freitag (5. 3.). Italien hatte EU-Kreisen zufolge die Lieferung von 250 000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca an Australien verhindert – und damit erstmals die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der EU in einen Drittstaat gestoppt. Ende Januar hatte die EU Exportkontrollen für Corona-Impfstoff gestartet. Im Visier sind Hersteller, die ihre Lieferpflichten gegenüber der EU nicht erfüllen. Nun trifft es AstraZeneca.
  • Neuseeland will nach einem rund einwöchigen Lockdown die Corona-Beschränkungen in der grössten Stadt Auckland von Sonntag an wieder lockern. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Freitag (5. 3.) an. Dann dürften unter anderem Schulen und Geschäfte regulär öffnen. Zudem seinen Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt. Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion wurde in Auckland am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt. 
  • Japan will den Ausnahmezustand zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie für Tokio und drei angrenzende Präfekturen bis zum 21. März verlängern. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura kündigte die zweiwöchige Verlängerung am Freitag (5. 3.) an. Die Einwohner von Tokio sollen nach 20 Uhr möglichst zu Hause bleiben. Beschränkungen für Restaurants und Bars gelten weiterhin. Damit sollen die Infektionsraten in den betroffenen Regionen weiter gesenkt werden. Tokio möchte die Verbreitung des Virus vor Beginn der Olympischen Spiele in viereinhalb Monaten unter Kontrolle bekommen. Japanische Medien berichten indessen, die Regierung wolle ausländische Zuschauer von den olympischen Spielen ausschliessen. Hintergrund seien die grossen Bedenken in der Bevölkerung wegen der Verbreitung des Coronavirus. 
  • Die WHO lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung wohl unvermeidlich, sagte der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, der «Welt» von Freitag (5. 3.). Jedoch empfehle die WHO den Impfpass nicht. Es gebe ernste Bedenken: So sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern. Kluge rechnet damit, dass die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende sein werde. Doch er warnte davor, Corona-Mutationen nicht ernst genug zu nehmen. Manche könnten sich sehr schnell verbreiten und schwere Krankheitsverläufe auslösen. 
  • Trotz hoher Covid-19-Todeszahlen und mehr als 75 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seine Landsleute aufgefordert, mit dem «Gejammer» aufzuhören und nach vorne zu sehen. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag (5. 3.) rief Bolsonaro, es sei nun endlich genug mit dem Gejammer und den Tränen. Das sei ja nicht mehr auszuhalten. Er bedaure die Todesfälle, aber man könne nicht mehr zu Hause bleiben und alles schliessen. Brasilien verzeichnet mit rund 261 000 Verstorbenen nach den USA die zweithöchste Zahl an Covid-19-Todesfällen. Die Gesundheitsbehörden warnen vor einer neuen, ansteckenderen Virus-Variante aus dem Amazonasgebiet. Viele Spitäler sind bereits überlastet. Seit Beginn der Pandemie hat der populistische Präsident die Gefahr durch das Virus immer wieder heruntergespielt und sich gegen Beschränkungen gewehrt. 

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