Switzerland
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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: Massnahmen-Skeptiker demonstrieren in Rapperswil und Baden, Gegenveranstaltung in Bern

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 854 590 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 10 791 Infizierte sind gestorben.

Wer am Freitagabend eine Veranstaltung besuchen wollte, konnte zeitweise wegen technischen Problemen kein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen.

Wer am Freitagabend eine Veranstaltung besuchen wollte, konnte zeitweise wegen technischen Problemen kein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen.

Alessandro Della Valle / Keystone

Die neusten Entwicklungen:

  • Massnahmen-Kritiker demonstrieren am Samstag (16. 10.) gleich in zwei Städten. In Baden und Rapperswil wurden Demonstrationen bewilligt. Während in Baden einige hundert Personen zusammenkamen, trafen sich in Baden laut Medienangaben rund 2000 Personen. Im Gegenzug gingen in Bern rund 200 Personen auf die Strasse, um gegen Corona-Skepsis und für die Massnahmen zu demonstrieren.
  • Beim Covid-Zertifikat ist am Freitag (15. 10.) zeitweilig eine Störung aufgetreten. «Zertifikat mit ungültiger Signatur», hiess es am Abend auf der App. Laut dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hatten Wartungsarbeiten beim EU-Gateway dazu geführt, dass alle Schlüssel aus der Liste kurzfristig nicht verfügbar waren. Das BIT habe die Schweizer Schlüssel wiederhergestellt. Nach rund einer Stunde funktionierten die Zertifikate gegen 20 Uhr 30 weitgehend wieder. Länger mussten sich Personen gedulden, deren Zertifikate in einem EU-Land ausgestellt worden sind. Erst gegen Mitternacht teilte das BIT mit, dass auch diese wieder funktionieren. Zur Störung kam es ausgerechnet an einem Freitagabend, an dem viele in den Ausgang wollten. Die Zertifikatspflicht für die Innenbereiche von Bars, Restaurants, Kinos und weiteren Kultureinrichtungen gilt seit dem 13. September. 
  • Die Stadt Bern will Kosten von Schäden von Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen auf Teilnehmende abwälzen. Dies sagte der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause am Freitag (15. 10.) gegenüber SRF. Die Gegner der Schweizer Pandemiepolitik versammeln sich Woche für Woche in Bern. Immer wieder ist es dabei auch zu Gewalt gekommen. Die Demonstrationen würden seitens der Veranstalter aus dem Ruder laufen, sagte Nause. Nun will die Bundesstadt ihre Strategie ändern. Sie hat bei der Kantonspolizei ein Gesuch eingereicht, um die Kostenüberwälzung auf Teilnehmende zu prüfen. Der Mix von unbewilligten und gewaltsamen Kundgebungen sei dafür die Voraussetzung, sagte Nause. An der Polizei ist es nun zu beweisen, wer straffällig wurde und belangt werden kann. Dies dürfte sich als schwierig erweisen. Zudem stellen sich rechtsstaatliche Fragen.  
  • Die Befürworter des Covid-Gesetzes formieren sich. Ein überparteiliches Komitee ist seit Freitag (15. 10.) in den sozialen Netzwerken präsent. Die Revision des Covid-Gesetzes, über die am 28. November abgestimmt wird, sei der Schlüssel zur Freiheit, schreibt das Komitee in seiner digitalen Kampagne. Im Co-Präsidium des Komitees sind die Präsidentinnen und Präsidenten von FDP, Mitte, EVP, GLP, Grüne und SP vertreten. Die Gegner des Gesetzes engagieren sich bereits länger im Abstimmungskampf.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Freitag (15. 10.) 952 Neuinfektionen seit Donnerstagmorgen gemeldet. 22 Personen mussten ins Spital gebracht werden. In den letzten 24 Stunden starben 7 Personen im Zusammenhang mit Covid-19. 
  • In Bern fand am Donnerstagabend (14. 10.) erneut eine unbewilligte Demonstration gegen die Corona-Massnahmen statt. An der Kundgebung in der Nähe des Bahnhofs nahmen rund 300 Personen teil. Die Kantonspolizei Bern war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Mehrere hundert Personen wurden von der Polizei über Stunden unter dem Baldachin vor dem Bahnhof eingekesselt. Anschliessend wurden die Demonstrierenden vor Ort kontrolliert und bis am Freitagmorgen aus der Innenstadt weggewiesen. Gegen mehrere Personen wurden Anzeigen in Aussicht gestellt. Der Platz vor dem Bundeshaus wurde grossräumig abgesperrt. 
  • Der Bundesrat nimmt die Kantone in die Pflicht und will für seine Impfoffensive knapp 100 Millionen Franken ausgeben. Das hat die Landesregierung am Mittwoch (13. 10.) mitgeteilt. Zwar zieht er seine Idee zum 50-Franken-Impfbonus zurück, will aber dennoch die mobilen Impf-Teams in den Kantonen ausbauen. Impfung und Gesundheitsversorgung seien Aufgaben der Kantone, so Bundesrat Berset an der Pressekonferenz vom Mittwoch. Der Personalmangel könne zu einer Herausforderung werden. Es könne aber nicht sein, dass der Bund die Kantone mit dem nötigen Personal versorgen müsse. Im Vergleich zu den Nachbarländern seien die Impfzahlen aktuell nicht zufriedenstellend. Im Juni habe man 60 000 Menschen pro Tag geimpft. Heute seien es noch 10 000. «Wir brauchen noch rund 1 Million geimpfte Personen, um die Impfrate der Nachbarländer zu erreichen», sagt der Bundesrat. Den ausführlichen Bericht zur Impfoffensive lesen Sie hier.