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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Atomstreit mit Nordkorea: Das Kim-Regime will eine neu entwickelte Hyperschallrakete abgefeuert haben

Die neusten Entwicklungen

Die USA sehen Nordkoreas Atomwaffen als wachsende Bedrohung. Donald Trump hatte in einer Reihe von Gipfeltreffen vergeblich einen Durchbruch gesucht. Joe Biden verfolgt einen anderen Weg. Was sind die grössten Hürden im Atomstreit?

Passanten am Hauptbahnhof von Seoul in Südkorea sehen sich am 28. September 2021 Fernsehbilder des neusten Raketentests aus dem Nachbarland Nordkorea an.

Passanten am Hauptbahnhof von Seoul in Südkorea sehen sich am 28. September 2021 Fernsehbilder des neusten Raketentests aus dem Nachbarland Nordkorea an.

Ahn Young-Joon / AP

Die neuesten Entwicklungen

  • Das von der selbst erklärten Atommacht Nordkorea am Dienstag (28. 9.) abgefeuerte Geschoss ist laut eigenen Angaben eine neu entwickelte sogenannte Hyperschallrakete gewesen. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die nordkoreanische Nachrichtenagentur KNCA. Die nordkoreanische Akademie für Verteidigungswissenschaften habe die Hwasong-8-Rakete aus der Provinz Chagang abgefeuert. Die neue Rakete habe für die Selbstverteidigungsfähigkeiten strategische Bedeutung, hiess es weiter. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte Ende 2019 bei einem Parteitreffen gedroht, die Welt werde in naher Zukunft eine «neue strategische Waffe» erleben. Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet, also rund 6180 Kilometer pro Stunde.
  • Nordkorea zeigt mit Waffentests seine militärischen Muskeln. Nach einem halbmonatigen Unterbruch hat das Land im September seine Tests von Kurzstreckenraketen wiederaufgenommen. Der bisher letzte Test erfolgte am 28. September, als laut Angaben aus den Nachbarländern Südkorea und Japan eine Kurzstreckenrakete in Richtung Japanisches Meer abgefeuert wurde. Zwei Wochen zuvor hatte Nordkorea nach eigenen Angaben erstmals Raketen von einem bahngestützten Startsystem aus eingesetzt. Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur zeigten den Start einer Rakete von einem Eisenbahnwagen aus. Die Verfügbarkeit solcher mobiler Startrampen vereinfacht es dem Regime, Raketen überraschend und weit abseits von bekannten Militärstützpunkten einzusetzen. Eine weitere Innovation ist die Entwicklung von Marschflugkörpern mit grosser Reichweite. Laut offiziellen Angaben verlief ein entsprechender Test Mitte September erfolgreich; die Cruise Missiles seien mehr als zwei Stunden lang auf einer ovalen Flugbahn über dem Festland und den Gewässern in Nordkorea geflogen und hätten Ziele in 1500 Kilometern Entfernung getroffen.
  • Das Ausland reagiert zurückhaltend. Obwohl Uno-Resolutionen Nordkorea den Test von ballistischen Raketen verbieten, haben die USA und ihre Verbündeten Südkorea und Japan auf die Provokationen des Kim-Regimes nur mit milder Kritik reagiert. Washington lud Pjongjang dazu ein, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um die blockierten Gespräche zur nuklearen Abrüstung wiederaufzunehmen. Südkorea hat mit dem Test einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete seinerseits demonstriert, dass es sich vom kommunistischen Nachbar nicht einschüchtern lässt.
  • Nordkoreas Atomprogramm geht «mit voller Kraft» voran. Diese Aussage machte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Rafael Grossi, am 20. September. Die Besorgnis beruht vor allem auf drei Entwicklungen: Erstens hat Nordkorea nach zweieinhalb Jahren Unterbruch seinen 5-Megawatt-Forschungsreaktor im Nuklearzentrum Yongbyon offenbar wieder in Betrieb genommen. Der Reaktor lieferte in der Vergangenheit Plutonium zur Herstellung von Atombomben. Auf eine Wiederinbetriebnahme deutet laut der IAEA die Ableitung von Kühlwasser. Zweitens sei in diesem Jahr während fünf Monaten die ebenfalls in Yongbyon gelegene Anlage zur Abtrennung von Plutonium aus abgebrannten Uranbrennstäben in Betrieb gewesen. Mit den beiden Anlagen kann Nordkorea laut Schätzungen Spaltmaterial für eine bis zwei Atombomben pro Jahr produzieren. Drittens deuten Satellitenbilder vom September darauf hin, dass Nordkorea seine ebenfalls in Yongbyon befindliche Anlage zur Anreicherung von Uran ausgebaut hat. Damit könnte das Land laut dem Rüstungsexperten Jeffrey Lewis die Produktion von waffenfähigem Uran um 25 Prozent steigern. Mit der Herstellung von Plutonium und hochangereichertem Uran verfügt Nordkorea gleich über zwei Wege zum Bau von Atombomben.
  • Nordkorea verlangt als Bedingung für die Wiederaufnahme von Gesprächen, dass die USA ihre Sanktionen lockern. Konkret fordert es, dass die Ausfuhr von nordkoreanischem Metall und die Einfuhr von Brennstoffen und Lebensmitteln ins Land wieder zugelassen werden. Das berichtete Reuters Anfang August. Im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm hatten die Vereinigten Staaten dem weitgehend isolierten Nordkorea im Juni Gespräche ohne jede Vorbedingung angeboten. Vertreter der USA beschrieben den Ansatz unter dem jetzigen Präsidenten Joe Biden als Mittelweg zwischen der von Donald Trump verfolgten Gipfeldiplomatie und einer Politik des maximalen Drucks.

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