Switzerland

Die Corona-Krise zwingt das höchste Stadthotel in die Knie: Das «Swissôtel Zürich» in Zürich-Oerlikon soll schliessen

Die Corona-Krise trifft die Stadthotels besonders hart. Nun fordert sie mit dem «Swissôtel Zürich» ein erstes prominentes Opfer.

Das «Swissôtel Zürich» macht seine Pforten dicht.

Das «Swissôtel Zürich» macht seine Pforten dicht.

Karin Hofer/NZZ

Das «Swissôtel Zürich» beim Bahnhof Oerlikon ist wohl bald Geschichte: Das Hotel im Hochhaus soll geschlossen, das Restaurant dagegen weiterbetrieben werden. Entsprechende Pläne machte der «Blick» am Freitag publik. «Zürcher Swissôtel macht dicht – 270 Jobs weg!» titelte das Blatt in seiner Online-Ausgabe.

Das Management des Viersternehauses verwies für eine Stellungnahme an den Hotelkonzern Accor, der das höchste Stadthotel Zürichs 2017 übernommen hatte. Eine Accor-Sprecherin erklärte auf Anfrage, es werde eine Teilschliessung des Swissôtel Zürichs geprüft. «Geplant ist derzeit, den gastronomischen Betrieb und damit die Anbindung an die lokalen Gäste aufrecht zu erhalten, während der Beherbergungsbetrieb geschlossen wird.»

Dramatischer Einbruch bei den Logiernächten

Grund für die Schliessungspläne ist die Coronakrise. Diese wirke sich in einem besonderen Ausmaß auf die Hotel- und Tourismusbranche aus, heisst es in der Stellungnahme des Accor-Konzerns. «Alle Entscheidungen, die in Bezug auf das Swissôtel Zürich getroffen wurden und werden, dienen dazu, die langfristigen Auswirkungen so umfassend wie möglich zu begrenzen.»

Zahl der Logiernächte noch immer tief im Loch

Logiernächte Stadt Zürich, Monatsvergleich 2019 und 2020 (in Tausend)

JanuarfebruarMärzAprilMaiJuniJuli0100200300400

Die Coronakrise hat die städtischen Hotels tatsächlich hart getroffen. Im Juli lag die Zahl der Logiernächte in Zürich über 75 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Wurden im Juli 2019 noch über 367 000 Logiernächte gezählt, waren es in diesem Jahr lediglich knapp 89 000. In den Monaten zuvor fiel der Einbruch teilweise noch viel markanter aus.

Wie viele Personen ihre Stelle verlieren, gibt Accor derzeit nicht bekannt. Der Prozess sei gerade erst in die Wege geleitet worden. In der Stellungnahme heisst es einzig: «Wir befinden uns in einem intensiven Austausch mit unseren Partnern.» Das 4-Sterne-Hotel hat knapp 350 Zimmer und Suiten und beherbergte immer auch viele Passagiere vom Flughafen.

Zwischen 2 und 5 Prozent belegt

Erst vor drei Monaten hat die NZZ im «Swissôtel Zürich» einen Augenschein genommen. Dass der Betrieb enorm unter dem Mangel an Gästen leidet, war damals offenkundig. General Manager Kevin Furrer setzte damals seine Hoffnungen auf die Wirkung der Grenzöffnungen. Jammern und lamentieren sei fehl am Platz.

Damals gab Furrer an, dass der Umsatz vorübergehend um 95 Prozent eingebrochen sei und dass zwischen April und Mai zwischen 2 und 5 Prozent der 347 Zimmer belegt gewesen sei. Er hoffte damals, einen Teil des Ausfalls durch Städtereisende aus der Schweiz und Europa wettmachen zu können. Diese Bemühungen waren offenbar vergebens.

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