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Die Akte Embolo: Als Lehrling verschickt er Spielern Bussen

Der jüngste Regelverstoss von Gladbach-Söldner Embolo: In der Nacht auf Sonntag wird er in der Nähe von Essen (De) von der Polizei bei einer illegalen Party erwischt. 23 Personen sind anwesend, davon 15 leicht bekleidete Frauen und 8 Männer. Ohne Masken. Und das mitten in der Corona-Pandemie. Embolo streitet ab, behauptet, in der Nähe des Lokals mit zwei Freunden am TV Basketball geschaut zu haben.

«Regeln sind Regeln», sagt Embolo im Oktober 2015 in einem Interview mit SonntagsBlick. Der Basler spricht damals über seine Zeit als KV-Lehrling beim Nordwestschweizer Fussballverband. Embolo: «Ich habe zum Beispiel Schiedsrichter eingeteilt oder Bussen verschickt. Erst dachte ich: Kann ja nicht sein, dass ich jetzt einen Fussballer für fünf Wochen sperren muss. Dann merkte ich: Regeln sind Regeln. So habe ich unter anderem auch gelernt, heute zweimal zu überlegen, ob und was ich mit dem Schiedsrichter rede.»

Jetzt kommt der ehemalige Bussenverteiler Embolo selbst dran. Die Polizei kann für die Teilnehmer der illegalen Party Bussen ab 250 Euro (270 Fr.) aussprechen. Arbeitgeber Gladbach hat Embolo fürs Spiel vom Dienstag gegen Werder Bremen aus dem Kader gestrichen. Mensch, Embolo!

2019 verlor er den Führerschein

Im Dezember 2019 kommt ans Licht, dass Embolo seinen Führerschein los ist. Er kommt zuvor wochenlang mit einem Privat-Chauffeur ins Training der Fohlen.

In einem Leser-Talk eines Gladbach-Sponsors sagt Embolo auf die Frage nach seinem Auto und ob er fahre: «Fahren nicht, ein Auto habe ich. Weil ich leider meinen Führerschein vor ein paar Monaten verloren habe.» Regeln sind Regeln… Die «Bild»-Zeitung schreibt, dass Embolo «mehrmals geblitzt» und auch mit «dem Handy am Steuer erwischt» worden sei.

Dass Breel ein Auto-Narr ist, beweist er im Dezember 2019 bei der Taufe seines zweiten Kindes: Clay Enzo heisst der Kleine… Der Tessiner Clay Regazzoni (†2006) war Formel-1-Pilot bei Ferrari. Rennstall-Besitzer Ferrari (†1988) hiess mit erstem Vornamen Enzo.

Als Junior beim Basler Klub FC Nordstern steht Klein Embolo gar vor dem Rauswurf. Bei einem Schusstraining hat er die Hosen runtergelassen und seinen Allerwertesten gezeigt. Karl Müller, sein damaliger Junioren-Trainer: «Er war nicht mehr tragbar. Ich liess ihn drei Wochen lang nicht mehr spielen, ich hätte ihn sogar ganz rausgeworfen.»

Im Vorstand des FC Nordstern wird über den Rausschmiss des Kameruners diskutiert. Müller: «Nach einem schriftlichen Verweis an seine Mutter kriegt er eine letzte Chance.»

Miet-Ärger in Basel

Wenig später wechselt Embolo zu den Old Boys. Von da zum FCB. Der Grossklub nimmt sich Breel an. Müller Ende 2014: «Er hat die Flausen aus dem Kopf gekriegt. Beim FCB konnte er nicht solchen Seich machen wie damals bei uns.»

Im April 2019 hat Embolo Miet-Ärger am Hals. Nach seinem Wechsel vom FC Basel zu Schalke 04 hat Embolo beim Burgfelderplatz in Basel ein Mietshaus mit zwölf Wohnungen gekauft.

Ende Oktober 2018 soll die Immobilienfirma allen Mietern gekündigt haben. Der Grund: Die Liegenschaft müsse umfassend saniert werden, die Bewohner können nicht bleiben. Die meisten seien daraufhin tatsächlich ausgezogen. Bis auf drei Parteien. Diese haben sich an den Mieterverband gewendet, gemeinsam wollen sie sich gegen den Rausschmiss wehren. Mit einer Klage gegen Embolo.

Die Schlichtungsstelle gewährt den Mietern einen Monat für mehr Zeit für den Auszug und eine Umzugspauschale von je 3000 Fr.

Mit 18 gründet er Stiftung für guten Zweck

Breel, Liebling der Schweizer Nati-Fans («Oh Embolo, oh Embolo») kann aber auch anders: Mit nur 18 Jahren gründet der damalige FCB-Jungstar eine Stiftung, um seinen Erfolg für den guten Zweck einzusetzen. Ziel der «Embolo Foundation» ist es, in der Schweiz Flüchtlingskinder zu fördern und benachteiligten Kindern in Kamerun und Peru zu helfen.

Embolo selbst übernimmt dabei die Funktion als Präsident der Stiftung und soll vor allem für die Mittelbeschaffung zuständig sein.

Football news:

Burnley wird 50 Millionen Pfund für Pope verlangen. Der Torwart von Tottenham Hotspur will rund 50 Millionen Pfund für Torwart Nick Pope Ablöse. Der 28-jährige Torhüter Interessiert sich wie berichtet für Tottenham, der nach einem Ersatz für Hugo Lloris sucht. Popes Vertrag bei Burnley läuft noch bis 2023. Es wurde 2017 für rund 1,5 Millionen Pfund von Charltongekauft
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