Switzerland

Der TV-Nachtvogel ist dabei: Bye, bye, Caroline – und auch Serena ist am Ende!

Für die bereits 38jährige Amerikanerin ist nach dem 4: 6, 7:6, 5:7 gegen die Chinesin Qiang Wang (28) wohl der Traum vom 24. Grand Slam-Triumph endgültig vorbei. Um 05.33 Uhr schleppte sich die grosse alte Dame nach 2:42 Stunden geknickt vom Platz. Kann sich Mama Serena Williams wirklich nochmals motivieren und sich stundenlang im Training quälen?

«Da oben sitzt mein Ehemann...»

Und für die 32-jährige Dänin Wozniacki hat das Leiden und Siegen auf dem Tennisplatz seit 04.55 Uhr definitiv ein Ende. Dass Caroline (immerhin 71 Wochen die Nummer 1) ihre Karriere mit einer 5:7, 6:3, 5:7-Pleite gegen die fast unbekannte Tunesierin Ons Jabeur (25) beendete, hätte sie wohl nie gedacht.

«Jetzt bin ich keine Gefangene des Tennissportes mehr», sagte die Blondine unter Tränen. Die Frage der Platz-Interviewerin: Was war schöner, dein Australian Open Sieg 2018 oder die Heirat 2019? Carolina schmunzelte: «Die Frage ist nicht fair, da oben sitzt doch mein Ehemann.»

Kampf bis zum letzten Ball

Dieser fieberte wie der Gatte von Serena drei Sätze lang vergeblich mit: Die eine (Williams) konnte nicht mehr, die andere (Wozniacki) will nicht. Aber die Dänin fightete bis zum letzten Ball, holte im dritten Satz sogar einen 0:3-Rückstand auf. Dann erlebte Ons Jabeur ihre Sternstunde.

Dreimal war die robuste Nordafrikanerin in Melbourne in der ersten Runde gescheitert. Am Samstag steht Jabeur im Achtelfinal und hat gegen Qiang Wang sicher eine Chance.

Die Williams-Bezwingerin aus China hatte eigentlich nur ein Ziel. Sie wollte die 1:6, 0:0-Demütigung vor vier Monaten bei den US Open gegen Serena vergessen machen. Damals hatte sie die Arena in New York nach 44 Minuten fast unter Trance verlassen. Ein Albtraum, den sie heute noch mit sich herumträgt.

Doch die Rache ist geglückt, weil Serena sich wieder einmal viel zu schwerfällig bewegte, die Rückhand in der Kabine liess und fast 40 unerzwungene Fehler machte!

«Früher hätte Serena zugebissen»

Der Eurosport-Reporter hatte die «Sensation» kommen sehen: «Serena vergeigt Bälle, die sie früher im Schlaf gemacht hätte! Was für eine Fehler-Orgie.» Nur allein mit dem Druck konnte sie die Chinesin nicht besiegen. Wang jagte jedem Ball nach und vergab im zweiten Satz mit zwei Bällen die 5:2-Führung.

Williams erwachte aus dem bösen Traum und rettete sich wenigstens in den dritten Satz. Aber die Luft war draussen. «Früher hätte sie jetzt wie ein Raubtier zugebissen.» Wang blieb ruhig, ohne zu glänzen. Den dritten Matchball konnte Serena nicht mehr abwehren.

«Achtelfinal» steigt in Kopenhagen...

Die beiden Freundinnen treffen sich übrigens am 18. Mai in Kopenhagen zu einem letzten Showkampf. Serena: «Das bin ich Caroline schuldig. Sie hat unserem Sport soviel gegeben.» So erlebt die Tenniswelt doch noch den geplatzten Achtelfinal-Knaller von Melbourne!

Auch Barty – Görges geplatzt

Ein anderes Achtelfinal-Duell zwischen zwei Freundinnen (und sogar Doppelpartnerinnen) liess die Deutsche Julia Görges um 07.32 Uhr platzen. Sie gewann zwar den ersten Satz gegen die als Nummer 18 gesetzte US-Spielerin Alison Riske mit 6:1, verlor dann aber das Tiebreak klar. Und im letzten Satz (2:6) fehlten Julia gegen ihre unspektakuläre Rivalin einfach die Ruhe und die Nerven.

Mit Interesse wurde diese Partie natürlich von der nur 1,65 m grossen Weltnummer 1 verfolgt – von der neuen Nationalheldin Ashleigh Barty (23).

Achtung auf Rybakina

Die Australierin musste in ihrer Partie ab 01.15 Uhr 78 Minuten lang konzentriert bleiben. Denn auf der Gegenseite wartete ein Talent, das noch den letzten Schliff bekommen muss: Elena Rybakina (20) aus Kasachstan.

Diese war in der Weltrangliste bis auf Platz 29 nach vorne gestürmt – mit jetzt nur zehn Niederlagen in den letzten 42 Spielen!

Die 3:6, 2:6-Pleite war für Rybakina sicher zu brutal. Doch eine Barty lässt sich auch im Normalmodus nicht aus der Ruhe bringen, bestraft jeden Fehler und vor allem jede taktische Schwäche der Gegnerin.

Dauerspieler gegen Djokovic

Als erster Spieler hat sich übrigens der Argentinier Diego Sebastian Schwartzman in den Achtelfinal gekämpft – um 03.30 Uhr. Mit einem souveränen 6:2, 6:3, 7:6 gegen den Serben Dusan Lajovic. Für die wirblige, nur 1,70 Meter grosse Nummer 14 aus Südamerika wartet jetzt ein tolles Geschenk – er darf gegen Djokovic antreten. Der unermüdliche Schwarztman nimmt übrigens jedes Turnier mit, bei dem er spielen kann.

Federer-Gegner aus Ungarn

Um 04.45 Uhr fegte der ungesetzte Ungar Marton Fucsovics (27) den Amerikaner Tommy Paul (22) raus. Bereits nach 54 Minuten stand es 6:1 und 6:1 für den Osteuropäer. Der dritte Satz endete 6:4 für Marton, der den Kanadier Shapavalov (die Nummer 13) vorher heimschickte. Paul hatte die Runde zuvor die Nummer 18 (Dimitrov) in fünf Sätzen rausgeworfen.

Roger Federer kennt also seinen Achtelfinal-Gegner, der am 8. Februrar 28 Jahre alt wird. Er ist Rechtshänder, schlägt die Rückhand beidhändig, ist 1,88 m gross und hat bis jetzt in zehn Profijahren «nur» 2,5 Millionen Dollar Preisgelder kassiert.

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