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Challenge League: GC und die neue Leichtigkeit des Siegens

Nach der Corona-Pause ist GC zu einem ernsthaften Rivelen von Lausanne-Sport um den Aufstieg geworden.

Nach der Corona-Pause ist GC zu einem ernsthaften Rivelen von Lausanne-Sport um den Aufstieg geworden.

Ennio Leanza / Keystone

Der neue GC-Trainer Zoltan Kadar muss irgendwo so etwas Ähnliches wie ein Midas-Gen eingebaut haben: Alles, was er anfasst, wird zwar nicht gleich zu Gold, aber seine Mannschaft weigert sich seit seiner Amtsübernahme standhaft zu verlieren und gewinnt, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.

Seit der Corona-Pause siegten die Grasshoppers in fünf von sechs Spielen. Und gegen Stade Lausanne-Ouchy gelang ihnen das am Dienstagabend beim 4:0 mit einem Selbstverständnis und einer Leichtigkeit, die vor Kadars Zeit selten war. Der Vizepräsident Andras Gurovits sagte, er habe das Spiel entspannt geniessen können, «es war fast so wie früher, als GC einfach immer gewonnen hat».

Von Nachwuchsförderung haben viele GC-Trainer vor Kadar gesprochen, aber so konsequent wie er hat das noch keiner vorgelebt. Sechs Spieler in der Startaufstellung der Grasshoppers waren an diesem Abend 21-jährig oder jünger. Ein anderer Coach hätte sich vielleicht Sorgen gemacht, dass gegen die Waadtländer Veroljub Salatic, Nassim Ben Khalifa und Petar Pusic (Saisonende wegen eines Muskelfaserrisses) fehlten. Bei Kadar aber ist es so: Er sagt, was er macht. Und er macht, was er sagt.

Und das bedeutet bei ihm, dass Jugendvertrauen kein leeres Wort ist. GC brauchte zwei Penaltys, um das Spiel vorzuentscheiden, zwei Mal traf Chagas, aber auch ohne diese Elfmeter waren die Grasshoppers meistens so stilsicher, dass nur sie der Sieger dieser Partie sein konnten. Und spätestens als Lausanne nach einer Stunde nach einer gelbroten Karte nur noch zu zehnt spielte, wirkten die Grasshoppers so vergnügt wie eine Herde Jungpferde auf offener Wiese.

Der eingewechselte Nikola Gjorgjev erzielte das 3:0, Fabio Fehr mit einem Freistoss das 4:0. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Leader Lausanne-Sport. Aber dieses GC ist ein ernsthafter Rivale um den Aufstieg geworden. Das ist das Mindeste, was man nach den letzten Wochen über die Grasshoppers sagen kann.

1000 Zuschauer. – Sr. Staubli. – Tore:Bemerkungen: 64. Gelb-Rote Karte Laugeois (Lausanne-Ouchy/Foul).

Super League, 29. Runde. Dienstag: Lausanne-Sport - Chiasso 2:1 (2:1). Winterthur - Vaduz 1:4 (1:2). Grasshoppers - Stade Lausanne-Ouchy 4:0 (1:0). Schaffhausen - Wil 2:3 (2:3). Rangliste: 1. Lausanne-Sport 29/58 (68:29). 2. Grasshoppers 29/53 (54:32). 3. Vaduz 29/48 (62:45). 4. Kriens 28/43 (44:42). 5. Wil 29/38 (45:47). 6. Winterthur 29/36 (36:53). 7. Aarau 28/35 (51:60). 8. Stade Lausanne-Ouchy 29/35 (37:47). 9. Schaffhausen 29/30 (26:46). 10. Chiasso 29/18 (34:56).

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