Switzerland

Bucherer verkauft die Juwelierkette Kurz

Der Juwelier Kurz kommt in neue Hände. Das Zepter übernimmt eine erfolgreiche Schweizer Schmuckunternehmerin, die sich mit ihren Carat-Boutiquen im Einstiegssegment einen Namen gemacht hat.

Kurz bleibt Kurz - auch unter der neuen Besitzerin.

Kurz bleibt Kurz - auch unter der neuen Besitzerin.

Georgios Kefalas / Keystone

Die Luzerner Bijouteriekette Bucherer trennt sich von der Juwelier Kurz AG, die seit 1989 in ihrem Besitz war. Käuferin ist das Schweizer Familienunternehmen IGS, das unter dem Namen Carat ebenfalls Bijouterien betreibt. Der Verkauf soll per 1. September vollzogen werden, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Andere strategische Prioritäten

Dass Bucherer einen Käufer für Kurz suchte, war zwar nicht öffentlich bekannt. Die Trennung ist aber angesichts der strategischen Prioritäten der Gruppe gut nachvollziehbar. So hat sich das Unternehmen, das in dritter Generation von Jörg G. Bucherer geführt wird, in den vergangenen Jahren mit grossem Tempo zum weltgrössten Luxusuhren- und Schmuckhändler entwickelt, mit 36 Standorten in Europa und 32 Geschäften in den USA (die allerdings nicht unter dem Namen Bucherer laufen, sondern unter Tourneau und Baron & Leeds) und einem starken Standbein im boomenden Geschäft mit zertifizierten Secondhand-Uhren.

In diesem Imperium, das 2400 Mitarbeiter zählt, war Kurz mit seinen 8 Standorten und 130 Mitarbeitenden nur noch ein kleiner Fisch, dem man wohl nicht mehr genügend Aufmerksamkeit zukommen lassen konnte und wollte, zumal Kurz etwas unter Bucherer positioniert ist, zwischen kommerziellem und Luxussegment.

Selfmade-Unternehmerin mit Ambitionen

Diese Aufmerksamkeit dürfte Kurz unter der neuen Besitzerin, der IGS AG bzw. ihrer Alleineigentümerin Christine Stucki, nicht fehlen. Die 1989 gegründete IGS hat sich in den vergangenen dreissig Jahren zu einem bedeutenden Akteur im Einstiegs- bis mittleren Segment des Schweizer Schmuck- und Uhrenmarkts entwickelt. Sie zählt 30 Bijouterien unter der Marke Carat, die rund 170 Personen beschäftigen. Zu finden sind die Boutiquen vor allem in Einkaufszentren, mit einem historisch bedingt starken Fokus auf der Romandie.

Der Kauf von Kurz ermöglicht es Stucki, in ein neues Segment aufzusteigen, was die Unternehmerin als grosse Chance ansieht. Eine Chance, die sie im Übrigen dem Coronavirus zuschreibt, denn ohne den Lockdown hätte sie sich nach eigenen Angaben kaum die Zeit genommen, dieses Angebot vertieft zu prüfen und Konzepte aufzustellen.

Kurz bleibt als Marke bestehen

Bereits klar ist für Stucki, dass Kurz gegen aussen eigenständig bleibt. Die Juwelierkette sei erstklassig positioniert, mit Verkaufsgeschäften an besten City-Lagen wie der Zürcher Bahnhofstrasse. Auch punkto Führung ist Kontinuität geplant: So wird die operative Leitung unter der neuen Besitzerin weiterhin von der heutigen Geschäftsführerin Doris Mangari ausgeführt.

Synergien wird es hingegen im Backoffice-Bereich geben. Und auch in Sachen E-Commerce wird Kurz, der noch keinen eigenen Online-Shop hat, von den Erfahrungen profitieren können, die IGS bereits mit carat.ch gesammelt hat. 

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