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Brandstifter von Merenschwand AG sieht nur sich als Opfer: «Ich legte Feuer, weil es mir schlecht ging»

Er verbreitete in Merenschwand AG Angst und Schrecken. Vom 1. bis 7. Dezember 2019 legte er mindestens fünf Brände. Doch vor dem Bezirksgericht Muri AG wirkt Roman K.* (37) überhaupt nicht wie ein Feuerteufel. Er ist bieder, zeigt sich gut gelaunt. Er hat kurze Haare, sportliche Kleidung. Er ist der Kleinste im Gerichtssaal. Entspannt lehnt er sich im Stuhl zurück.

Die interessanteste Frage im Prozess stellt der Gerichtspräsident während der Befragung des Angeklagten: «Warum legten Sie Feuer?» Roman K. gibt seiner schwierigen Lebenssituation die Schuld. Er sagt: «Ich hatte gerade den Job verloren. Ich war so frustriert.» Als zweiten Schuldigen nennt der gelernte Metzger seine Alkoholsucht. «Ich hatte immer mindestens zwei Promille intus», sagt er. «Ich habe jeweils nicht viel überlegt.»

Keine Reue, keine Entschuldigung

Überlegt hat er auch während des Prozesses nicht viel. Zu keinem Zeitpunkt zeigt er Reue für seine Taten. Als er nach den Plädoyers von Staatsanwalt und Verteidigung die Gelegenheit für das letzte Wort vor dem Urteil erhält, winkt er ab. Er sagt nur: «Es ist gut so.»

Der Gerichtspräsident will vom Angeklagten wissen, wie er darauf gekommen sei, Häuser anzuzünden. Roman K. kann oder will die Frage nicht recht beantworten. Er sagt: «Ich ging in die Tiefgarage und sah die Flasche Brennsprit. Und dann hat es Klick gemacht.» Und dann spricht er wieder über seinen Lebensfrust.

Feuer als Rache

Immerhin, bei der dritten Brandstiftung fällt ihm etwas ein: «Es war ein Racheakt. Ich wollte mich am Wirt von einem Restaurant im Dorf rächen. Er hat gegen mich ein Lokalverbot ausgesprochen. Er warf mir etwas vor, was nicht stimmte.»

Grund genug für Roman K., das Wohnhaus des Wirts in Brand zu stecken. Er betrat die Garage und kippte im Nebenraum einen Benzinkanister aus. Er zündete ein Papiertaschentuch und warf es auf die Flüssigkeit. Danach umrundete er das Haus und warf auch noch ein brennendes Tuch in eine Kartonkiste in der angrenzenden Scheune. Nur weil die Feuerwehr so schnell da war, breitete sich das Feuer nicht aus.

Der Staatsanwalt fordert für Roman K. eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Der Strafverteidiger plädiert auf 30 Monate. Den grössten und schlimmsten Brand der Serie habe nicht sein Mandant verursacht. Es gebe keinen Beweis dafür.

Das Gericht folgt dem Anwalt zum Teil. Er ordnet dem Feuerteufel nur fünf Brandstiftungen zu. Er spricht Roman K. schuldig der mehrfachen qualifizierten Brandstiftung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs. Das Gericht verurteilt ihn zu 48 Monaten Knast, aufgeschoben für eine stationäre Massnahme zur Behandlung der Alkoholsucht.

*Name der Redaktion bekannt

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