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Boko-Haram-Kämpfer töten mehr als 40 Landarbeiter in Nigeria

Kinder in einem Flüchtlingslager in Maiduguri im Nordosten Nigerias. Ihre Familien sind vor der Terror-Miliz Boko Haram geflohen. Doch nun hat es in der Nähe der Stadt weitere tödliche Angriffe gegeben.

Kinder in einem Flüchtlingslager in Maiduguri im Nordosten Nigerias. Ihre Familien sind vor der Terror-Miliz Boko Haram geflohen. Doch nun hat es in der Nähe der Stadt weitere tödliche Angriffe gegeben.

Ute Grabowsky/Photothek.net / www.imago-images.de

(afp)

Kämpfer der Islamistengruppe Boko Haram haben am Samstag im Nordosten Nigerias nach Angaben einer Bürgerwehr mehr als 40 Landarbeiter getötet. Es gebe mindestens 43 Opfer, sagte der Milizenführer Babakura Kolo der Nachrichtenagentur AFP. Sechs Menschen seien bei dem Angriff nahe der Stadt Maiduguri schwer verletzt worden. Acht weitere Arbeiter wurden womöglich entführt. Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari verurteilte den Angriff. «Das ganze Land ist durch diese sinnlosen Tötungen verwundet worden», sagte er.

Nach Angaben Kolos, dessen Miliz gegen Boko Haram kämpft, wurden die Opfer angegriffen und gefesselt, als sie auf Reisfeldern in dem Dorf Koshobe arbeiteten. Anschliessend sei ihnen die Kehle durchgeschnitten worden. «Wir haben 43 Leichen geborgen», sagte Kolo. Die Attacke sei «ohne Zweifel» von Kämpfern der Boko-Haram-Miliz verübt worden. Die Islamisten hatten im Oktober bei zwei Angriffen nahe Maiduguri insgesamt 22 Landarbeiter getötet.

Nach Angaben eines anderen Mitglieds der Bürgerwehr, Ibrahim Liman, waren die Landarbeiter aus dem etwa tausend Kilometer entfernten Bundesstaat Sokoto in den Nordosten gereist, um sich auf den Feldern zu verdingen. Die acht Vermissten seien vermutlich von den Boko-Haram-Kämpfern entführt worden. Maiduguri ist die Hauptstadt des Bundesstaats Borno. Dort fanden am Samstag erstmals seit dem Beginn des bewaffneten Aufstands der Islamistengruppe vor mehr als zehn Jahren Kommunalwahlen statt. Wegen der anhaltenden Gewalt war die Abstimmung immer wieder verschoben worden. Boko Haram und der westafrikanische IS-Ableger Iswap hatte zuletzt verstärkt Holzarbeiter, Viehhalter und Fischer attackiert, weil diese angeblich als Informanten für die Armee arbeiteten.

Iswap hatte sich 2016 von der Miliz Boko Haram abgespalten, die bereits seit 2009 gewaltsam für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias kämpft. Durch die Angriffe der Milizen und ihre Kämpfe mit der Armee wurden in den vergangenen Jahren rund 36 000 Menschen getötet, zwei Millionen weitere ergriffen die Flucht.

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