Switzerland

Best of 10 Jahre Leserwandern – Teil 1: Wandern war, ist und bleibt die grosse Lust

Wander-Empfehlung 1: Wandern im Solothurner Bucheggberg

Sven Altermatt, heute Bundeshausredaktor in Bern, begleitete 2015/16 je 25 Leserwanderungen. Für diesen Sommer empfiehlt er die 2. Etappe von 2016.

Die Wanderung in Kürze:

Ausgangspunkt: Kirche Lüsslingen SO

Wanderdaten: 10,5 km, 281 Meter Aufstieg, 206 Meter Abstieg

Schwierigkeitsgrad: mittel

2. Etappe: Bucheggberger Wanderung mit Alpenpanorama

Dienstag, 5. Juli. Von Solothurn nach Kyburg-Buchegg.

Sven Altermatt schreibt zu der Wanderung von damals:

Erfahrene Leserwanderinnen und Leserwanderer wissen es: Sind sie im Bucheggberg unterwegs, wandern sie quasi mit der Angst im Rücken. Schon mehrfach begleiteten Lamas die Wanderer im südlichsten Bezirk des Kantons Solothurn. Auch am 5. Juli 2016.


Und natürlich kam da bald die Frage auf, ob die Wanderer nicht unnötige Gefahren auf sich nehmen. Schliesslich weiss jedes Kind: Die Zottelköpfe bergen das Risiko einer Spuckattacke. Doch die Lamatrekking-Spezialistin Tanja Bandi gab bald Entwarnung. «Die Tiere spucken nur, wenn sie sich bedroht fühlen», versicherte sie.


Tatsächlich liessen sich die drei Lamas noch so gerne streicheln und führen. Für die Wanderschar entpuppten sie sich mit ihrer ruhigen Art als zuverlässige Gefährten. Das würde jeder, der eines der Tiere einmal an der Leine führen konnte, ohne Zögern bestätigen.

Die Wanderung im Bucheggberg bot freilich weitere Überraschungen: Bevor sich die 81 Wanderer auf den Weg zum Schloss Buchegg machten, versammelten sie sich in der Kirche Lüsslingen. Hier erteilte Pfarrerin Tabea Glauser einen Wandersegen. Was sollte da noch schiefgehen?


Lohnenswert war die Etappe aber natürlich auch wegen der Gegend. Der Bucheggberg, dieser liebliche Landstrich, ist fast vollständig vom Kanton Bern umgeben. Seine Hügelzüge heben sich stolz von den Ebenen des Mittellandes ab. Weit weg von grossen Touristenströmen marschierten die Wanderer vom idyllischen Dorfkern Lüsslingens aus über sanfte Hügel und durch schmucke Dörfer, passierten ein Mosaik von Wäldern und Feldern und kamen vorbei an blumengeschmückten Bauernhöfen inmitten alter Obstbäume.


Als hätte das alles noch nicht gereicht, gab es auf einer Hügelkette sogar ein 180-Grad-Panorama auf den Jura und die Berner Alpen. «Das nennt man jetzt idyllisch, oder?», fragte eine Wanderin im Ziel, beim altehrwürdigen Schloss Buchegg, diesem Zeitzeugen des Mittelalters.
Ach ja: Alle Wanderer blieben trocken. Spuckten die Lamas doch mal, nahmen sie lediglich ihre Artgenossen ins Visier. (sva)

Den Wanderbericht von der Wanderung von 2016 lesen Sie hier.

Wander-Empfehlung 2: Die allererste Leserwanderung

Die erste Leserwanderung überhaupt startete vor dem AZ-Mediengebäude in Aarau. 

Die Wanderung in Kürze:

Ausgangspunkt: AZ Medien, Neumattstrasse 1, Aarau

Wanderdaten: 11,1 km, 659 m Aufstieg, 256 m Abstieg

Roman Würsch, unser Chef vom Dienst (heute wie damals), erinnert sich:

Das Jahr 2010 war von Schweiz Tourismus als das Jahr des Wanderns ausgeschrieben. Diese Zeitung berichtete im April unter dem Titel «Das Wandern ist des Schweizers Lust» über die Lancierung dieser Aktion. Angesichts der Tatsache, dass sich etwa jeder Dritte in der Schweiz als Wanderer bezeichnet(e), war der Aktion ein Erfolg beschert.

«Wer das schafft, übersteht alles»

AZ-Wanderung Teil I von der Telli in Aarau zur Salhöhe. Aufgenommen am 5. Juli 2010.


Die Redaktionen und die Marketingabteilungen dieser Zeitungen haben sich entschieden, auf diesen Wanderzug aufzuspringen. Neben der Idee, der Leserschaft im Sommer etwas anderes zu bieten, spielte natürlich auch die Absicht mit, die Leserinnen und Leser mit der Redaktion in Kontakt zu bringen.
Nicht nur mit der Redaktion, sondern auch mit Prominenten aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport sollte auf den Wanderungen geplaudert werden können. Hier sei aber auch den immer wieder kolportierten Vermutungen widersprochen, dass die Zeitungen ihr Sommerloch mit den Wanderungen füllen möchten – welches Sommerloch?, fragt der geneigte Redaktor.


Zum Start des Leserwanderns hat die Aargauer Zeitung die Wandersleute ins Medien Center in die Telli geladen und mit Kaffee und Gipfeli auf die noch zu bezwingenden Gipfel gestärkt.


Die Wanderung hat mit 11,1 Kilometer Länge und 659 Meter Höhendifferenz absolut die Charakteristik einer Königsetappe. Schon kurz nach dem Überqueren der Aare folgt die erste Bewährungsprobe: die 200 Stufen der Treppe zum Alpenzeiger hoch. Mancher Trainer hat wohl in der Manier eines echten Schleifers seine Spieler hier hochgehetzt. Wanderer nehmen es gemütlicher. Aber Achtung, von der Hard geht es nicht direkt zum Ziel, sondern wir nehmen der grandiosen Aussicht wegen noch die Wasserfluh ins Visier.


Anderntags lautete der Titel in der Zeitung «Wer das schafft, übersteht alles». Wahrlich ein anspruchsvoller Auftakt ins Zeitalter des Wanderns mit der Zeitung. (rwu)

Wander-Empfehlung 3: Durchs Solothurnische und das Baselbiet

Am Montag, 22. Juli 2013, ging es vom Passwang zur Wasserfallenbahn. Aussicht gabs (fast nur) für Schwindelfreie. Roman Würsch erinnert sich:

Nach drei Jahren Wandern im Gebiet des Kantons Aargau wurden die Nachbarkantone Baselland und Solothurn als Wanderziele aufgenommen. Die erste Wanderung in der Heimat der bz Basellandschaftlichen Zeitung (heute bz Basel) startete am Montag, 22. Juli, auf dem Passwang mit dem Ziel Vorderer Wasserfallen. In Geografie und Geschichte sehr gewitzte Wanderer könnten mäkeln, dass der Weg über den Grat meistens über Solothurner Territorium verlaufe und erst das Ziel wirklich im Kanton Baselland liege.

Immerhin regte dieser Umstand die Diskussionen unter den mitwandernden Politikerinnen und Politikern zu Diskussionen an. Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP-Nationalrätin aus Biel-Benken), Elisabeth Augstburger (EVP-­Landrätin aus Liestal) und Martin Dürr (Industriepfarrer beider Basel) liessen es sich nicht nehmen, diese Premiere zu begleiten.


Bescheiden wollte man nicht ins Baselbiet starten und hat eine Wanderung geplant, die bis auf 1200 Meter über Meer führte. Noch waren es primär erprobte Wanderinnen und Wanderer aus dem Aargau, welche die solothurnischen und Baselbieter Jurahöhen erkundeten. Das sollte sich aber in der Zukunft noch ändern.


Selbstverständlich gab es auch Spannendes zu vernehmen: Zum Beispiel über den Wisenbergtunnel. Wer kein «Ferrophiler» ist oder sich sonstwie mit Eisenbahngeschichte beschäftigt, kennt die Geschichte des Wisenbergtunnels wohl kaum. Vor über 140 Jahren in Angriff genommen, sollte er die Verbindung zur Linie Bern–Lötschberg–Simplon herstellen. Nach dem Konkurs der Gesellschaft blieb das ­Projekt auf dem Stand eines Sondierstollens stehen. Die Episode beweist: Wandern mit der Zeitung bewegt nicht nur, sondern bildet auch. (rwu)

Die Wanderung in Kürze:

Ausgangspunkt: Bushaltestelle Passwang

Wanderdaten: 6,3 km, 299m Aufstieg, 305 m Abstieg

Wanderzeit: 2 Stunden

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