Switzerland

Bei Protesten: Gewalt und Tote während Trumps Staatsbesuch in Indien

Hintergrund der Zusammenstösse ist ein von dem indischen Premier Narendra Modi durchgedrücktes Einbürgerungsgesetz, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert.

Bei den Protesten starben seit Montag mindestens fünf Menschen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Polizeikreisen erfuhr. Ausserdem seien Fahrzeuge und Geschäfte in Brand gesetzt und mehr als zwei Dutzend Menschen von Ziegelsteinen verletzt worden, die von Befürwortern und Gegnern des Gesetzes geworfen worden seien.

Donald Trump wollte nach Angaben aus US-Regierungskreisen bei seinem zweitägigen Besuch hinter verschlossenen Türen auch mit Nachdruck für Toleranz und die Erhaltung der Religionsfreiheit in Indien werben. Nennenswerte politische Abkommen oder Vereinbarungen neuer Geschäfte wurden bei Trumps erstem Staatsbesuch in Indien zunächst nicht erwartet.

25 Tote bei Protesten

Seit Wochen gibt es in Indien wegen des umstrittenen Gesetzes Proteste gegen Modis Hindu-nationalistische Regierung. Dabei kamen mehr als 25 Menschen ums Leben.

Muslime sind Indiens grösste religiöse Minderheit, sie machen rund 14 Prozent der indischen Bevölkerung aus, rund 80 Prozent sind Hindus. Das Gesetz erleichtert vielen illegal eingereisten Migranten aus drei mehrheitlich muslimischen Nachbarländern die Einbürgerung - sofern sie keine Muslime sind. (SDA)

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