Switzerland

Baustellenobjekte und invasive Pflanzen: Altes Bauamt ist jetzt ein Kunstraum

Ins alte Dietiker Bauamt kehrt Leben zurück: Unter dem Namen «Oops a daisy! (urban management remix)» startet heute eine Kunstausstellung, die bis am 15. November geöffnet ist. Veranstalter ist der Dietikon Projektraum, hinter dem Kim Anni Bassen und Lourenço Soares stecken. Beide wohnen in Dietikon und studieren in Zürich Kuration und Kunst. «Wir wollen einen Austausch über Kunst ermöglichen, auch für Leute, die nicht viel damit am Hut haben oder sich gar fragen, was diese Art von Kunst eigentlich soll», sagt Bassen.

Die Ausstellung befasse sich damit, dass der Mensch nicht im Zentrum der Welt stehen müsse, sagt Bassen. «Dietikon und das gesamte Limmattal befinden sich im Wandel. Das sieht man an den vielen Baustellen, die das gesamte Limmattal langsam zu einer Stadt verschmelzen lassen.» Daher beschäftige sich die vorgestellte Kunst mit der Urbanisierung und der Rolle des Menschen darin. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der TETI Group entstanden, deren Mitglieder am 7. November zu einer öffentlichen Diskussionsrunde laden. Die Gruppe befasst sich mit interdisziplinären Ideen und Fragen.

Baustellenobjekte werden zu moderner Kunst

Die Besucher können zum Beispiel Werke der französischen Künstlerin Anne-Laure Franchette betrachten, die Baustellenobjekte, in die invasive Pflanzen gegossen wurden, zeigt. «Damit wird das Verhältnis von menschengeschaffener Urbanisierung und Natur, die in den Baustellenbrachen wuchert, symbolisiert», sagt Bassen.

Auch Lourenço Soares die andere Hälfte des Veranstalter-Duos, zeigt seine Kunstwerke in der Ausstellung. Zudem werden Monica Ursina Jäger, Riikka Tauriainen und Lithic Alliance ausstellen.

Der Name «Oops a daisy» beziehe sich auf den englischen Ausruf, den man bei kleinen Missgeschicken mache. Er komme auch vor, wenn man etwas, zum Beispiel ein Gänseblümchen, auf Englisch «Daisy», fast übersehen hätte, erklärt Bassen. «Dass der Mensch sich die Welt aneignet und sich über die Natur stellt, wollen wir kritisch betrachten», sagt sie. «Der Mensch ist vielmehr ein Teil der Natur. Wie machtlos wir über sie sind, sehen wir gerade jetzt: Gegen ein winzig kleines Virus können wir nichts ausrichten», sagt sie. Aufgrund der Coronakrise herrscht im Ausstellungsraum Maskenpflicht. Auf die Vernissage, die am Freitagabend hätte stattfinden sollen, mussten Bassen und Soares verzichten. «Ich finde es aber schön, dass trotz Corona noch etwas läuft», sagt Bassen.

Was mit dem alten Bauamt passiert, ist noch unklar

Auch bei der Stadt herrscht Begeisterung. «Ich habe unglaublich Freude daran, dass das alte Bauamt mit moderner Kunst zwischengenutzt wird», sagt Irene Brioschi, Kulturbeauftragte der Stadt Dietikon. Sie hat für die finanzielle Unterstützung des Projekts gesorgt und den Raum vermittelt. Was weiter mit dem Bauamt passiere, sei noch unklar. Anfang September lehnte das Dietiker Parlament den Kreditantrag für das rund vier Millionen teure Bauprojekt eines Kindergartens mit Wohnungen ab.

«Der Zugang zur Kunst soll frei sein», sagt Bassen. Deshalb ist der Eintritt zur Ausstellung kostenlos. Besonders freue sie, dass während der öffentlichen Rundgänge samstags um 14 Uhr immer eine Person der Künstlerinnen und Künstler an der Ausstellung anwesend sein werde.

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