logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Switzerland

Basel: Verbrennungsmotoren sollen verboten werden

Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis? [email protected] Story

In Basel sollen Benzin- und Dieselmotoren bis 2050 aus der Stadt verschwinden. Der umstrittene Vorschlag der Verkehrskommission könnte schon nächstes Jahr vors Volk kommen.

Basel-Stadt ist der erste Schweizer Kanton, der ein Verbot von Verbrennungsmotoren diskutiert. Bis 2050 sollen auf Basler Strassen nur noch umweltfreundliche Verkehrsmittel fahren dürfen. Das fordert die zuständige Grossratskommission in ihrem Bericht zu einer Verkehrsinitiative des Basler Gewerbeverbands.

Umfrage

Sollen Verbrennungsmotoren verboten werden?

Demnach sollen auf Kantonsgebiet mit Ausnahme der Hochleistungsstrassen ab 2050 nur noch umweltfreundliche Verkehrsmittel verkehren dürfen. Die links-grüne Kommissionsmehrheit will dies im Umweltschutzgesetz verankern. Als umweltfreundlich definiert die Kommissionsmehrheit «nicht motorisierte Fortbewegungsarten», motorisierte Verkehrsmittel mit umweltverträglichem Antrieb oder motorisierte Verkehrsmittel, die im Sinne von Carsharing oder -pooling geteilt werden.

Die Basler Stimmbvevölkerung könnte bereits im November über das Verbrenner-Verbot abstimmen. Zunächst kommt der Vorschlag in den Grossen Rat, wo Rot-Grün die Mehrheit hat.

«Vorschlag ist überhaupt nicht radikal»

Der Vorlage ist ein Konter der Verkehrskommission auf zwei im März 2017 eingereichte Initiativen des Basler Gewerbeverbands zu Verkehrsthemen. Mit seinen Vorstössen will der Verband das Steuer der rot-grünen Basler Verkehrspolitik namentlich bei der Einschränkung des motorisierten Verkehrs und beim Abbau von Parkplätzen auf öffentlichem Grund herumreissen.

Die Basler Regierung lehnt beide Initiativen des Gewerbeverbandes ab, setzte der Verkehrsinitiative mit dem Titel «Zämme fahre mir besser» des Gewerbeverbandes aber einen Gegenvorschlag gegenüber. Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (Uvek) folgt in ihren am Freitag veröffentlichten Berichten mit einer knappen Mehrheit der Exekutive und hat den Gegenvorschlag der Regierung gar noch verschärft.

Der Gewerbeverband zeigt sich in einer Mitteilung empört über das «absurde» Ansinnen der Verkehrskommission. «Der Vorschlag ist überhaupt nicht radikal», verteidigt sich Kommissionspräsident Raphael Fuhrer in der «bz Basel». Das sei keinenfalls ein Angriff auf die Autofahrer. Man habe sich lediglich überlegt, wie das Auto in ein umweltfreundliches Verkehrskonzept eingebunden werden könne.

Chinesen wollen schon 2030 aussteigen

Basel wäre kein Einzelfall. In Norwegen sollen bereits 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Praktisch weltweit werden ähnliche Einschränkungen debattiert. In Holland sollen Benzin- und Dieselmotoren 2030 nicht mehr zugelassen werden. Auch Indien und China planen bis dahin ein solches Verbot. Frankreich plant den Ausstieg bis 2040 ebenso wie Grossbritannien.

Was denken Sie über ein Verbrennungsmotor-Verbot. Diskutieren Sie mit im Talkback.

(lha/sda)

All rights and copyright belongs to author:
Themes
ICO