Switzerland

BAG meldet 488 neue Fälle, Dänemark rät von Reisen in die Schweiz ab – die neusten Entwicklungen zum Coronavirus in der Schweiz

Bisher sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit seit Beginn der Epidemie 49 171 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 1764 Infizierte sind gestorben.

Die neusten Entwicklungen

  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 488 neue Fälle mit dem Coronavirus. Dies teilte das BAG am Freitag (18. 9.) mit. Am Mittwoch (16. 9.) waren es 514 neue Fälle, am Dienstag 315 und am Montag 257. Wieso sich die epidemiologische Lage trotz insgesamt steigenden Zahlen stark vom Frühjahr unterscheidet, lesen Sie hier.
  • Dänemark rät von Reisen in die Schweiz ab. Grund dafür sind die gestiegenen Infektionszahlen, wie das dänische Aussenministerium am Donnerstag (17. 9.) mitteilte. Nebst der Schweiz rät Dänemark neu auch vor Reisen nach Österreich, Portugal, Ungarn und in die Niederlande ab. 
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) publiziert die aktuellen Infektionszahlen künftig nur noch an Wochentagen. Am Wochenende verzichtet es auf die Publikation der Zahlen. 
  • Bei der «Swiss Covid»-App sollen künftig mehr Informationen zur aktuellen Pandemie-Lage verfügbar sein. Das sagte Mathias Wellig, Geschäftsführer der Firma Upique, welche die App programmiert hat, bei der Pressekonferenz des Bundesamts für Gesundheit (BAG) am Donnerstag (17. 9.). So sollen in einem Tab neu die Zahlen zur aktuellen Lage verfügbar sein mit Links zum Bundesamt für Statistik. Zudem soll ebenfalls einsehbar sein, wie viele Covid-Codes bereits gemeldet wurden. Dies soll im Kontext mit allen Fällen geschehen. Laut Sang Il-Kim, Leiter Abteilung Digitale Transformation beim BAG, haben inzwischen 2,3 Millionen Menschen die Swiss Covid App heruntergeladen. Davon nutzen 1,62 Millionen die App aktiv.
  • Nach Berichten über das Naturheilprodukt «Echinaforce» als mögliches «Wundermittel» gegen das Coronavirus hat die Schweizer Arzneiaufsicht Swissmedic Abklärungen vorgenommen. Sie prüft, ob um das Präparat verbotene Publikumswerbung betrieben wurde. Ein Swissmedic-Sprecher bestätige am Mittwochabend (16.9) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht des Ostschweizer Senders TVO. Gemäss der Aufsichtsbehörde könnte eine verbotene Publikumswerbung für ein nicht zugelassenes Anwendungsgebiet eines Arzneimittels vorliegen. Details gab Swissmedic nicht bekannt. Generell darf bei Arzneimitteln beim Publikum nur in Bezug auf die vom Heilmittelinstitut genehmigten Anwendungsmöglichkeiten geworben werden.
  • Selbständigerwerbende sollen auch dann Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung haben, wenn sie ihre Tätigkeit wegen der Corona-Krise bloss einschränken müssen. Der Ständerat ist am Mittwoch (16. 9.) auf seinen ursprünglichen Entscheid zurückgekommen. Bisher verlangte die kleine Kammer einen Unterbruch der Tätigkeit. Nachdem sich der Nationalrat am Dienstag jedoch stillschweigend für eine Unterstützung für eingeschränkte Selbständige ausgesprochen hatte, lenkte der Ständerat bei seiner zweiten Beratung des Covid-19-Gesetzes ein. Bei den Details gehen die Meinungen noch auseinander. Der Nationalrat wird sich voraussichtlich am Donnerstag mit den Entscheiden des Ständerats befassen.

Alle Nachrichten zu den Entwicklungen ausserhalb der Schweiz finden Sie hier.

Die Entwicklungen in Deutschland finden Sie hier.

Informationen zu den beliebtesten Feriendestinationen finden Sie hier.

Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus finden Sie hier.

Bundesrat Alain Berset verkündet am Freitag, 11. September, dass Grenzregionen auch weiterhin nicht auf die Quarantäne-Liste kommen.

Bundesrat Alain Berset verkündet am Freitag, 11. September, dass Grenzregionen auch weiterhin nicht auf die Quarantäne-Liste kommen.

Peter Schneider / Keystone

In der Schweiz und in Liechtenstein sind laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag (18. 9.) innerhalb eines Tages 488 neue Ansteckungen mit Sars-CoV-2 gemeldet worden. Insgesamt gab es bisher 49 171 bestätigte Corona-Fälle und 1764 Tote.

Die Covid-19-Task-Force des Bundes geht in der Schweiz von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus: 250 000 bis 400 000 Infizierte soll es geben. Studien unterstützen diese Einschätzungen.

Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz steigt an

Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und Liechtenstein

Zahl der Neuinfektionen in der Schweiz steigt an - Bestätigte neue Coronavirus-Fälle pro Tag in der Schweiz und Liechtenstein

Der Bundesrat hatte die Situation in der Schweiz seit Mitte März als ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz eingestuft, seit dem 27. Mai gilt wieder die besondere Lage. Es gelten derzeit folgende Massnahmen:

  • Der vorgeschlagene Sicherheitsabstand beträgt 1 Meter 50.
  • Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 1000 Personen sind erlaubt. Der Bundesrat hat eine Maskentragpflicht bei Kundgebungen eingeführt. In den Kantonen gelten teilweise Sonderregelungen (siehe nächste Frage).
  • Ab dem 1. Oktober sind Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen wieder erlaubt. Die Organisatoren benötigen eine Bewilligung vom Kanton. Voraussetzung dafür ist, dass die epidemiologische Lage im Kanton eine Durchführung zulässt. Auch das Contact-Tracing muss funktionieren. In Fussball- und Eishockeystadien dürfen zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Es gilt Maskenpflicht und Gästefans müssen zu Hause bleiben. Messen, Jahrmärkte, Fasnachtsveranstaltungen (ausser Umzüge) oder religiöse Veranstaltungen brauchen keine Bewilligung vom Kanton. Für das Theater und Kongresse sind nur Sitzpflicht und die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln vorgeschrieben.
  • Im öffentlichen Verkehr und in Flugzeugen gilt eine Maskentragpflicht. Für Personen ohne Symptome einer Atemwegserkrankung rät das BAG zu einer Hygienemaske (Einweg-OP-Maske) oder einer industriell gefertigten Textilmaske.
  • Reisende aus Risikoländern müssen in eine zehntägige Quarantäne, wenn ihr Reisedomizil am Tag der Rückkehr in die Schweiz auf der Liste der Corona-Risikoländer steht. Nachbarländer als Ganzes sollen jedoch nicht auf die Risikoliste gesetzt werden. Stattdessen sollen dort jeweils nur einzelne Regionen, die über dem Grenzwert liegen, auf die Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko kommen. Grenzregionen können von der Aufnahme in die Liste ausgenommen werden. Reisende aus Risikogebieten werden gezielt im Flugzeug, im Reisebus und an den Grenzübergängen informiert und müssen sich nach der Einreise bei den kantonalen Behörden melden. Die Flug- und Reisebusgesellschaften werden angewiesen, kranke Passagiere nicht zu transportieren. Wer sich nicht an die Quarantäne hält, riskiert eine Busse von bis zu 10 000 Franken. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind zurückkehrende Kulturschaffende nach einem kulturellen Anlass, Sportlerinnen und Sportler nach einem Wettkampf sowie Teilnehmende von Fachkongressen. Voraussetzung ist, dass für die betreffende Veranstaltung im Ausland ein spezifisches Schutzkonzept erarbeitet und umgesetzt wurde. Die wichtigsten Antworten zu Reisen ins Ausland
  • Restaurants sollen die Nachverfolgung von Kontakten sicherstellen, bei Gruppen von mehr als vier Personen sind sie dazu verpflichtet, die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch aufzunehmen. 
  • Präsenzunterricht in Mittel-, Berufs- und Hochschulen ist wieder erlaubt. Wie der Unterricht vor Ort wieder aufgenommen wird, entscheiden die Kantone oder die Bildungsinstitutionen. Diese können den Unterricht flexibel gestalten und die Möglichkeiten von Fernunterricht weiter nutzen. In vielen Kantonen müssen Schüler Maske tragen.

Wo sich die Infizierten angesteckt haben

Anzahl der zwischen dem 16. Juli und dem 1. August in der Schweiz gemeldeten Coronavirus-Fälle, nach Ansteckungsort

FamilienmitgliedArbeitPrivatfestAls med. und PflegepersonalSpontane AnsammlungDisco/KlubBar/RestaurantSchuleDemo/VeranstaltungAndereUnbekannt/keine Daten2166924171715132199320

Was die Lockerungen seit dem 22. Juni im Detail für die verschiedenen Branchen und Bereiche bedeuten, können Sie hier nachlesen.

Wie an der Universität Zürich gilt ab dieser Woche auch in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden der Zürcher Stadtverwaltung eine Maskenpflicht.

Wie an der Universität Zürich gilt ab dieser Woche auch in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden der Zürcher Stadtverwaltung eine Maskenpflicht.

Simon Tanner / NZZ

Grundsätzlich sind die Kantone für die Umsetzung und allfällige Verschärfungen der Massnahmen zuständig. Daher können in einzelnen Kantonen unterschiedliche Vorschriften in Bezug auf das Maskentragen, auf Freizeitaktivitäten oder den Besuch von öffentlichen Lokalitäten wie Restaurants oder von Veranstaltungen gelten. Hier finden Sie Bestimmungen in den einzelnen Kantonen, die von denjenigen des Bundes abweichen oder darüber hinausgehen:

Aargau: In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen.

Basel-Landschaft: In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen.

Basel-Stadt: Der Regierungsrat hat die Maskenpflicht per 24. August auf Geschäfte und Restaurationsbetriebe ausgeweitet. Die Pflicht gilt für die öffentlich zugänglichen Innenräume. Auch auf dem Schulareal der Mittelschulen müssen Masken getragen werden. Ausserdem gilt für Veranstaltungen bis Ende Jahr eine Obergrenze von 100 Personen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und keine weiteren Schutzmassnahmen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen.

In Basel gilt seit dem 24. August eine Maskenpflicht auch in Läden.

In Basel gilt seit dem 24. August eine Maskenpflicht auch in Läden.

Georgios Kefalas / Keystone

Bern: Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen.

Freiburg: In Geschäften gilt eine Maskentragpflicht – auch für das Personal, falls es nicht anderweitig geschützt ist. Auch das Servicepersonal in Restaurants, Bars und Diskotheken mus Masken tragen. Betreiber von Bars und Diskotheken müssen von Besuchern einen beglaubigten Ausweis und eine Mobiltelefonnummer verlangen. Die Teilnehmerzahl an nicht politischen und nicht kommerziellen Anlässen ist auf 300 begrenzt. Ausnahmen können bei den Oberämtern beantragt werden. Zudem gilt an der Universität Freiburg ab dem 31. August bis zum 31. Januar 2021 eine Maskentragpflicht.

Genf: In allen Geschäften und am Flughafen gilt eine Maskentragpflicht, und Kunden müssen sich vor dem Betreten die Hände desinfizieren. Private Veranstaltungen mit mehr als 100 Gästen sind seit dem 18. August verboten – es sei denn, alle Gäste tragen die ganze Zeit über Masken oder halten den Sicherheitsabstand ein. Klubs und Discos bleiben bis zum 10. September geschlossen. Bars mit Sitzplätzen dürfen offen bleiben. Trinken im Stehen ist nicht erlaubt. Zudem sind Bars, Restaurants und Private dazu verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu sammeln. Die Massnahmen sind zunächst bis 30. September in Kraft.

Glarus: Laut einer Verordnung der Kantonsregierung bedürfen alle Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen ab Oktober einer Bewilligung. Gesuche für Anlässe wie die Landsgemeinde oder Gemeindeversammlungen beurteilt der Regierungsrat. Für alle übrigen Grossanlässe wie Konzerte, Sportveranstaltungen oder Theateraufführungen mit über 1000 Personen ist das Departement für Volkswirtschaft und Inneres zuständig. Bewilligungen werden nur ausgestellt, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind. Eine davon lautet, dass der Kanton über die nötigen Kapazitäten für die Identifizierung und Benachrichtigung ansteckungsverdächtiger Personen verfügt.

Graubünden: Weil im Kanton die Fallzahlen steigen, empfiehlt das Gesundheitsamt dringend, Masken zu tragen (21. 7). Eine Maskentragpflicht gilt jedoch ausser im öffentlichen Verkehr nicht.

Jura: Beim Einkaufen müssen alle Personen eine Masken tragen. Die Regelung gilt vorerst bis 6. September und betrifft alle, die über zwölf Jahre alt sind.

Luzern: Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und ihre Kontaktdaten überprüfen. Sowohl in Gastronomiebetrieben, in denen Gäste keinen festen Sitzplatz haben, als auch bei Veranstaltungen dürfen sich maximal 100 Gäste in einem Bereich aufhalten. Ausserhalb der Bereiche muss entweder der Mindestabstand eingehalten oder eine Schutzmaske getragen werden. An Gymnasien und Berufsschulen gilt nach den Sommerferien eine Maskentragpflicht, wenn Lehrer und Schüler den nötigen Abstand von 1 Meter 50 zueinander nicht einhalten können. An der Volksschule wird die Schutzmaske nur auf Sekundarstufe und auch dort nur ausnahmsweise getragen.

Neuenburg: Bis vorerst 30. September gilt eine Maskenpflicht in Läden. Ausserhalb der Läden wird das Tragen einer Maske in geschlossenen, öffentlichen Orten von den Neuenburger Behörden dringend empfohlen. In Bars, Restaurants und Diskotheken dürfen sich nur noch maximal 100 Personen aufhalten. In Gymnasien und Berufsschulen gilt eine Maskenpflicht, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Eine ebensolche gilt überall im öffentlichen Verkehr.

Schaffhausen: Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen. Die Regelung gilt bis zum 1. November.

Solothurn: In Läden und Einkaufszentren gilt seit dem 3. September eine Maskenpflicht. In Klubs, Bars und Restaurants sowie an Veranstaltungen (innen und aussen) sind bis zum 31. Dezember nur noch 100 Personen erlaubt, wenn weder Abstandsregeln eingehalten werden können noch Schutzmassnahmen wie Masken oder Abschrankungen vorgesehen sind. Gäste in Klubs müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen. An Kantons- und Berufsschulen gilt die Maskenpflicht auch während des Unterrichts.

Tessin: Versammlungen von mehr als 30 Personen sind verboten. In Klubs, Bars und Restaurants sind maximal 100 Personen erlaubt. Alle Gäste müssen sich ausweisen und die Kontaktdaten überprüfen. Tessiner Lehrkräfte müssen ab dem neuen Schuljahr im Lehrerzimmer, in den Schulhausgängen sowie in anderen gemeinsam genutzten Räumen eine Maske tragen.

Thurgau: Wer eine Bar oder einen Klub besucht, muss seit dem 14. August einen amtlichen Ausweis zeigen. Die Betreiber müssen die Kontaktdaten ihrer Gäste erfassen, damit im Falle einer Corona-Ansteckung das Contact-Tracing funktioniert.

Waadt: Wegen stark steigender Fallzahlen – vor allem unter jungen Personen zwischen 20 und 39 Jahren – schliesst der Kanton ab alle Nachtklubs und Discos. Zudem sind Privatanlässe von mehr als 100 Personen verboten und in geschlossenen, öffentlichen Räumen gilt eine Maskentragpflicht. Die Massnahmen treten am Donnerstag (17. 9.) in Kraft.

Wallis: In Klubs und Bars dürfen nach 20 Uhr nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig sein. Die Kontaktdaten der Besucher werden erfasst und überprüft, ebenso werden die Zeiten von Ankunft und Weggehen vermerkt. Bar- und Klubbetreiber müssen zudem Verantwortliche bestimmen, die zwischen sieben Uhr morgens und zehn Uhr abends erreichbar sind.

Zug: In Klubs und Bars sind im Innern nur noch 30 Gäste erlaubt. Veranstaltungen ab 100 Personen sind nur dann noch möglich, wenn der Abstand eingehalten wird oder Masken getragen werden.

Am Flughafen Zürich gilt zurzeit keine Maskenpflicht. Die Passagiere werden jedoch ermutigt, eine Maske zu tragen.

Am Flughafen Zürich gilt zurzeit keine Maskenpflicht. Die Passagiere werden jedoch ermutigt, eine Maske zu tragen.

Ennio Leanza / Keystone

Zürich: Es gilt eine Maskenpflicht in Geschäften (Innenräumen), nicht aber an Bahnhöfen und am Flughafen Zürich. Restaurants müssen die Daten ihrer Gäste zwingend erfassen. Im gesamten Innen- und Aussenbereich von Restaurants und Klubs sind nicht mehr als 300 Personen erlaubt; in einem Innenraum dürfen sich maximal 100 Personen aufhalten. Die Bereiche müssen klar getrennt sein. Bei Veranstaltungen sind höchstens 100 Personen zugelassen, falls Schutzmassnahmen (Masken, Mindestabstand, etc.) nicht möglich sind. In der Stadt Zürich gilt seit dem 10. September in allen öffentlich zugänglichen Bereichen der Stadtverwaltung eine Maskenpflicht.

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen für die EU- und Efta-Staaten sowie Grossbritannien wieder offen. Die Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums sind aufgehoben, womit wieder die volle Personenfreizügigkeit gilt. Seit dem 2. Juli veröffentlicht das BAG eine monatlich angepasste Liste von als Risikogebiete eingestuften Staaten – Einreisende aus diesen Ländern müssen für 10 Tage in Quarantäne. Wer aus einem Risikoland einreist, muss sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden – das ist Pflicht. Unterlässt ein Reisender dies, muss er mit einer Busse rechnen.

Die wichtigsten Antworten zu Auslandreisen finden Sie hier.

Alle Kantone sollen die Übertragungsketten flächendeckend zurückverfolgen (Contact-Tracing). Alle Personen mit Symptomen sollen sich testen lassen können – der Bund übernimmt alle Kosten der Corona-Tests inklusive Selbstbehalte und Franchisen. Positiv getestete Personen werden isoliert und Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt.

Der Bevölkerung wird eine App zur Verfügung gestellt, die ihre Nutzer informiert, wenn sie zu lange in der Nähe von Infizierten waren: Die SwissCovid-App ist im Apple Store und im Google Play Store verfügbar.

Was Sie zur Tracing-App wissen müssen, finden Sie hier.

Der Wettlauf um die Entwicklung, Zulassung und Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus ist in vollem Gang. Russland hat bereits einen ersten Impfstoff zugelassen. Auch der Bund ist von sich aus aktiv geworden und hat mit der amerikanischen Firma Moderna Therapeutics einen Vertrag für 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Es gehe darum, der Schweizer Bevölkerung einen schnellen Zugang zu einem sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoff zu gewährleisten. Moderna zählt gegenwärtig zu den führenden Kandidaten für Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffs.

Zudem hat der Bund einen Reservierungsvertrag mit dem Schweizer Unternehmen Molecular Partners abgeschlossen. Der Bund hat sich damit das Recht auf den Erwerb der ersten 200 000 Dosen des möglicherweise potenten neuen Medikaments gesichert – mit der Option, das Bestellvolumen um weitere drei Millionen Stück zu erhöhen. Er zahlt Molecular dafür einen hohen einstelligen Millionenbetrag. Die Summe ist als eine Art Reservationsgebühr zu betrachten. Die später allenfalls gelieferten einzelnen Dosen werden extra verrechnet. Anders als der Impfstoff der amerikanischen Firma Moderna Therapeutics befindet sich das Medikament von Molecular noch in einer frühen Phase der Erforschung. Seine Wirkung ist bis anhin erst bei Hamstern und in einzelnen Zellen untersucht worden, was der präklinischen Entwicklungsstufe entspricht.

Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.

Der schweizerische Pharmakonzern Roche will bis Ende September einen Corona-Antigen-Schnelltest auf den Markt bringen. Bei diesem stehe das Testergebnis in der Regel innerhalb von 15 Minuten fest, teilte das Unternehmen Anfang September mit. Der Test soll zunächst in Europa (Länder mit CE-Kennzeichnung) lanciert werden. Es sei aber geplant, auch in den USA bei der zuständigen Behörde FDA eine schnelle Zulassung (Emergency Use Authorisation) zu beantragen. Bei der Markteinführung sollen laut Roche monatlich 40 Millionen Schnelltests zur Verfügung stehen.

Das Coronavirus hat in der Schweiz zu dem gravierendsten Einbruch der Wirtschaftstätigkeit seit über vier Jahrzehnten geführt. Der achtwöchige Lockdown lähmte teilweise ganze Wirtschaftszweige. Zudem wurde die Schweiz als kleine, offene Volkswirtschaft von der Schockstarre der Weltwirtschaft und dem damit verbundenen Ausfall der internationalen Nachfrage stark tangiert. Da sich die Zahl der Fälle seit Mai auf einem niedrigen Niveau stabilisierte, konnten die harten Massnahmen gelockert werden. Dies hat zu einer konjunkturellen Wiederbelebung geführt. Dennoch wird die Dynamik der Schweizer Wirtschaft stark vom Fortgang der Pandemie abhängig bleiben. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) geht daher in ihrem Basisszenario davon aus, dass es bis ins Jahr 2022 dauern wird, bis das Wertschöpfungsniveau von vor der Krise wieder erreicht wird.

Dennoch hat trotz dem starken Einbruch in der Schweiz – anders als in den USA – noch keine grosse Entlassungswelle eingesetzt. Das Land steht dank seinen Absicherungsmechanismen wie der Kurzarbeit und Sofortkrediten gut da. Beim Seco sieht man derweil noch keine Anzeichen für «Massenentlassungen auf breiter Front». Anders als während der Finanzkrise handle es sich bei solchen Meldungen noch um vereinzelte spektakuläre Ankündigungen und nicht um ein Massenphänomen.

Die Eidgenossenschaft hat für dieses Resultat ordentlich tief in die Tasche gegriffen. Die ausserordentlichen Corona-Ausgaben des Bundes dürften sich 2020 auf 18 Milliarden Franken belaufen. Dies ist aber deutlich weniger als die im Frühjahr budgetierten 31 Milliarden Franken. Auf dem Höhepunkt der Krise war die Rede von deutlich grösseren Verlusten. Dies deutet darauf hin, dass das Defizit nicht grösser ausfallen wird, als es die Schuldenbremse zulässt. Für 2021 hat der Bundesrat ein Minus von 1,1 Milliarden Franken budgetiert.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise.

Ab Oktober dürfen wieder mehr als 1000 Personen in die Fussball- und Eishockeystadien.

Ab Oktober dürfen wieder mehr als 1000 Personen in die Fussball- und Eishockeystadien.

Peter Schneider / Keystone

Das BAG hat Hygieneempfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus herausgegeben und ergänzt diese laufend. So sollte man unter anderem regelmässig die Hände mit Wasser und Seife oder einer alkoholbasierten Lösung reinigen. Händeschütteln oder Begrüssungsküsschen sollen vermieden werden, weil sich ansteckende Tröpfchen aufgrund von Husten oder Niesen an den Händen befinden könnten.

Muss man husten oder niesen, sollte man Mund und Nase mit einem Taschentuch oder der Armbeuge bedecken, das Taschentuch hinterher in einem geschlossenen Behälter entsorgen und die Hände waschen. Zudem darf man nur nach telefonischer Anmeldung in einer Arztpraxis oder auf einer Notfallstation erscheinen.

Ausserdem rät das BAG, Abstand zu halten. Dies gilt zum Beispiel für das Anstehen in einer Schlange. Um die besonders gefährdeten älteren Menschen zu schützen, soll das Abstandhalten vor allem für sie und ihnen gegenüber gelten. Auch Teilnehmende von Sitzungen sollen körperlich auf Distanz gehen.

Während es anfangs lange seitens des BAG hiess, Masken böten keinen wirklichen Schutz vor Viren, gilt seit dem 6. Juli eine Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr. Beim Einkaufen muss in einzelnen Kantonen ebenfalls eine Maske getragen werden.

Welche Maske ist die richtige?

Sehen Sie im Video, wie Sie sich und andere schützen können.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom «neuartigen Coronavirus».

Sars-CoV-2: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («Severe Acute Respiratory Syndrome»-Coronavirus 2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den 20 wichtigsten Begriffen in Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeit: wej., len., gam., cts., cb., ase., alg., toc., eru., ran., med., nil., ni., amü., wde., bso.; mit Agenturmaterial.

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