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Auch Nokia sagt Teilnahme an Mobilfunk-Messe wegen Virus ab – was tun Swisscom und Co.?

Die spanischen Behörden scheinen nach wie vor entschlossen zu sein, den MWC 2020 abzuhalten. Bild: AP

Auch Nokia sagt Teilnahme an Mobilfunk-Messe wegen Virus ab – was tun Swisscom und Co.?

Das wichtige Industrie-Treffen ist durch den grassierenden Coronavirus infrage gestellt. Nun zieht sich ein weiterer grosser Name zurück.

Wegen Sicherheitsbedenken hat Nokia die Teilnahme am Mobile World Congress (MWC) vom 24. bis 27. Februar 2020 in Barcelona abgesagt, berichtet CNET. Der finnische Smartphone-Hersteller schliesst sich damit anderen bekannten Unternehmen wie Amazon, Facebook und Intel an, die sich bereits von der Grossveranstaltung abgemeldet haben.

In der Stellungnahme des Unternehmens hinter der legendären Handymarke heisst es relativ kryptisch:

«Wir haben uns die notwendige Zeit genommen, um eine sich schnell verändernde Situation zu bewerten, mit der GSMA und anderen Interessengruppen in Kontakt zu treten, regelmässig externe Experten und Behörden zu konsultieren und ein Risikomanagement auf der Grundlage einer Vielzahl von Szenarien zu planen.»

Die Schlussfolgerung aus diesem Prozess sei, die Teilnahme am MWC 2020 abzusagen, schreibt der Konzern.

Bei Twitter wird bezweifelt, ob die MWC 2020 überhaupt stattfindet:

Was tun die Schweizer Provider?

Da es sich beim MWC um das weltgrösste und wichtigste Fachtreffen der Mobilfunkindustrie handelt, nehmen erfahrungsgemäss auch Vertreter der hiesigen Provider teil. Wobei es auch hier noch zu Absagen kommen könnte.

Auf Anfrage von watson erklärt die Sunrise-Sprecherin:

«Sunrise evaluiert zur Zeit, ob und wieviele Sunrise-Vertreter am diesjährigen MWC in Barcelona teilnehmen werden.»

Therese Wenger, Leiterin Corporate Communications

Bei Konkurrentin Salt gab man sich hingegen am frühen Mittwochmorgen noch zuversichtlich:

«Wie jedes Jahr werden auch 2020 Salt-Vertreter am Mobile World Congress teilnehmen. Weitere Details und Anzahl der Teilnehmer möchten wir nicht zur Verfügung stellen.»

Viola Lebel, Salt-Sprecherin

Und was tut die Swisscom? Vom grössten Schweizer Provider liegt watson bislang keine Antwort vor.

(dsc)

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