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Apple bevorzugt Google-Suche auf iPhones – und kassiert dafür diese gewaltige Summe

2007 präsentierte Steve Jobs († 2011) das iPhone. Ein Gast auf der Bühne war der damalige Google-Chef Eric Schmidt. Bis heute machen die Tech-Rivalen dicke Geschäfte. archivBild: AP

Apple bevorzugt Google-Suche auf iPhones – und kassiert dafür diese gewaltige Summe

Wenn es um gemeinsame Interessen geht, werden aus erbitterten Konkurrenten Geschäftspartner: Offenbar bezahlt Google jährlich bis zu 12 Milliarden Dollar, damit die Google-Suche auf iPhones voreingestellt ist.

Eine Klage des US-Ministeriums gegen den Suchmaschinenkonzern Google bringt interessante Details zum Vorschein – die für Google alles andere als vorteilhaft sind. Die US-Behörde wirft Google vor allem in Bezug auf seine  Suchmaschine einen Missbrauch seiner Marktmacht vor. Das Unternehmen habe es Konkurrenten deutlich erschwert, mit dem Suchgiganten in Wettbewerb zu treten.

Derzeit wickelt der Konzern laut dem Analyse-Unternehmen Statcounter über 92 Prozent aller weltweiten Suchanfragen ab. Auf dem zweiten Platz folgt erst weit abgeschlagen Microsofts Suchmaschine Bing, die gerade einmal auf einen Anteil von 2.8 Prozent des weltweiten Suchvolumens kommt.

Eine Schlüsselrolle kommt hier natürlich auch Googles vorherrschender Stellung bei Android-Smartphones zu. Doch auch bei Konkurrent Apple soll Google mögliche Konkurrenten durch einen besonderen Deal ausgestochen haben.

Der Apple-Google-Deal

Laut einem Bericht der «New York Times» sollen hier jährlich Milliarden US-Dollar fliessen. So gebe es bereits seit einigen Jahren Absprachen, nach denen Google Apple dafür bezahlt, dass auf dessen Geräten Googles Suchmaschine weiterhin integriert ist. Laut einer anonymen Quelle der US-Zeitung zahle Google derzeit zwischen acht und zwölf Milliarden US-Dollar dafür. Eine beachtliche Summe, selbst für Apple. Sie entspricht etwa 14 bis 21 Prozent des Jahresgewinns.

Der Wert für Google ist hingegen auch enorm: Laut Justizministerium komme knapp die Hälfte von Googles Suchvolumen von Apple-Geräten. Ein beachtlicher Anteil, wenn man bedenkt, dass Android einen mehr als doppelt so grossen Marktanteil hat.

Angesichts der gigantischen Summe wird deutlich, dass Googles Konkurrenten hier keine Chance haben, bei Apple ein Bein in die Tür zu bekommen. Im Zuge der Monopolklage gegen Google könnte dieses Abkommen deshalb in Gefahr sein – was vor allem für Google schwerwiegende Folgen bedeuten könnte. Experten gehen zudem davon aus, dass Apple ein Ende der Vereinbarung als Anlass für die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine nehmen könnte.

Verwendete Quellen:

(jnm/t-online)

Wie unser Leben ohne Google aussehen würde

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