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Algorithmus auf Abwegen: Facebook zensiert Seite des Städtchens Bitche

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Nach Bitche bitte links abbiegen: Das Städtchen im Département Moselle würde sich über einen Besuch von Mark Zuckerberg freuen.

Die Zensur des sozialen Mediums hat nun Bitche getroffen, ein beschauliches Städtchen im ehemaligen Lothringen mit 5000 Einwohnern und einer alten Zitadelle. Der Name Ville de Bitche kam gar nicht gut an bei der automatisierten Sprachpolizei. Schliesslich ist das Wort Bitche nah dran am englischen Schimpfwort bitch. Die bitch an sich ist zwar nichts als eine völlig wertfreie Hündin. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind bitch und die Ableitung son of a bitch aber meist sexistische Beleidigungen, die auf die Freizügigkeit läufiger Hündinnen anspielen.

Der Internetkonzern konnte zwischen Bitche und bitch jedenfalls nicht unterscheiden und hat die Facebook-Seite der kleinen Stadt einfach abgeschaltet, ohne Vorwarnung und ohne Nachfrage. Nachfragen oder nachdenken kann künstliche Intelligenz nicht.

Einladung an Mark Zuckerberg

Facebooks Zensuralgorithmus schlägt gerne mal in völlig albernen Situationen zu. Zum Beispiel ist es gar nicht leicht, in einer Facebook-Gruppe zum Thema Babystillen die richtige Anlegetechnik zu demonstrieren, selbst in Schaubildern. Brüste und Brustwarzen sind auf Facebook streng verboten, und die im Internet trainierte KI ist gut darin, sie aufzuspüren. Was absichtlich gestreute Fehlinformationen oder Hate Speech angeht, versagt sie allerdings oft.

KI ist billiger – und schmerzfrei

Der US-Konzern hätte all die Aufregung um Bitche jedenfalls vermeiden können, wenn er die KI von Historikern hätte trainieren lassen. Schliesslich haben einst Amerikaner der 100. Infanterie-Division aus dem Bundesstaat South Carolina das französische Städtchen von der deutschen Besatzung befreit – und bezeichneten sich stolz als «Sons of Bitche».

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