Switzerland

Alain Berset: «Krise wird nicht vor Mitte Mai zu Ende sein»

Gesundheitsminister Alain Berset steht vor herausfordernden Wochen. Bild: KEYSTONE

Alain Berset: «Krise wird nicht vor Mitte Mai zu Ende sein»

Gesundheitsminister Alain Berset erwartet, dass die Corona-Krise in der Schweiz nicht vor Mitte Mai zu Ende sein wird. Es sei verfehlt, zu denken, dass die epidemische Welle die Schweiz treffe, aber dann vorbeigehen und verschwinden werde, sagte Berset in einem Zeitungsinterview.

Spezialisten sagten, dass das neuartige Coronavirus bleiben werde, hielt Berset im am Samstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «La Liberté» und deren Partnerzeitungen fest. «Man muss ihnen zuhören.» Nötig sei, eine Impfung zu entwickeln. Das brauche aber Zeit.

Je mehr Zeit vergehe, desto mehr wisse man, wie dem Virus zu begegnen sei, fuhr Berset fort. Er erinnerte an die vom Bund empfohlenen Hygienemassnahmen, wie regelmässiges Händewaschen und Abstand halten.

Berset schloss eine Ausgangssperre nach dem Vorbild von Italien oder Frankreich nicht aus für den Fall, dass sich die Lage verschlechtern sollte. «Das ist eine sehr harte Massnahme.» Eine Ausgangssperre habe die Schweiz nie ausgeschlossen, sagte er. Wichtig sei, dass die derzeitigen Massnahmen eingehalten würden.

Reaktion aus Frankreich

Der Entscheid des Bundesrates, keine Ausgangssperre anzuordnen, hat namentlich im Nachbarland Frankreich Reaktionen ausgelöst. Loïc Hervé, ein Politiker aus der französischen Haute-Savoie, hat deswegen die für europäische Angelegenheiten zuständige Staatssekretärin kontaktiert.

Das Thema werde bilateral besprochen, sagte Hervé im Interview mit der Zeitung «Le Temps». Er habe den Eindruck, dass das, was Frankreich gegen das Virus unternehme, nichts nütze, wenn das Nachbarland nicht mitziehe.

Zehntausende von Grenzgängern aus Frankreich wurden täglich in die Schweiz zur Arbeit fahren. Da brauche es ein kohärentes Vorgehen. Der Kanton Genf teile 95 Prozent seiner Grenzen mit Frankreich und sei sozusagen eine Enklave in Frankreich. (sda)

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Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

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