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KOMMENTAR - Geschäfte in Russland: Für Unternehmen gibt es keine Pflicht, den Wirtschaftskrieg über die Sanktionen hinaus zu forcieren

In Kriegen gilt der Primat der Politik. Für Unternehmen gibt es keine Pflicht, sich selbst auch noch Eigensanktionen aufzuerlegen. Der Entscheid «Bleiben, abwarten oder gehen?» ist für die Firmen jedoch komplex, wichtig sind dabei vor allem drei Faktoren.

Siemens-Zentrale in Moskau: Der Industriekonzern stellt in Russland alle Geschäfte ein, nur die Medizintechnik-Tochter Healthineers bleibt aktiv.

Siemens-Zentrale in Moskau: Der Industriekonzern stellt in Russland alle Geschäfte ein, nur die Medizintechnik-Tochter Healthineers bleibt aktiv.

Anadolu / Getty

Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist auch für die Welt der Wirtschaft eine Zäsur. Diese Woche hat mit Siemens ein weiteres deutsches Unternehmen bekanntgegeben, sich aus Russland zu verabschieden. Nach rund 170 Jahren will der Konzern alle industriellen Aktivitäten beenden, inklusive Service- und Wartungsgeschäft. Nur die Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers betreibt die Geschäfte weiter. Vor zwei Monaten hatte Siemens bereits das Neugeschäft eingestellt, nun zwingen die Sanktionen den Konzern dazu, sich komplett zurückzuziehen, weil etwa auch Bremsen und Schmierstoffe für Züge unter die Strafmassnahmen gegen Russland fallen.