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Schock-Aussagen zu Israel - Ex-Merkel-Berater entschuldigt sich, ABER …

Es ist das wichtigste Militär- und Geheimdienst-Treffen der Welt, ein Aushängeschild Deutschlands. Jetzt ist die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) schwer beschädigt.

Grund: schockierende Anti-Israel-Aussagen des neuen MSC-Chefs Christoph Heusgen (54).

Schon früher fiel Heusgen, einst außenpolitischer Berater von Alt-Kanzlerin Angela Merkel (69) und Botschafter bei der UNO, mit einseitiger Israel-Kritik auf. Dann die Eskalation.

Zweieinhalb Wochen nach dem bestialischen Hamas-Mord an mehr als 1400 Israelis sorgte Heusgen im „ZDF heute journal“ am Dienstagabend für einen Eklat! Heusgen fand kein kritisches Wort zum bestialischen Terrorangriff der Hamas, verurteilte auch nicht den Terror-Sponsor Iran. Stattdessen attackierte Heusgen den jüdischen Staat.

Das palästinensische Massaker an Israelis bezeichnete Heusgen kalt als „Hamas-Aktion“. Er sprach sich gegen eine israelische Bodenoffensive aus, damit Israel „jetzt aus Zorn und Hass“ nicht überreagiere. Er stellte sich hinter UNO-Chef Antonio Guterres, der den Terror gegen Israel mit der Aussage relativiert hatte, dass dieser sich „nicht im luftleeren Raum“ ereignet hatte. Bedeutet übersetzt: Israels Politik sei mitverantwortlich – für den Islamisten-Mord an mehr als 1400 Menschen.

Heusgen: „Hätte das als Terroraktion darstellen müssen“

Am Abend ruderte Heusgen zurück, gab im RND schwere Fehler zu: „Ja, ich hätte das als Terroraktion darstellen müssen“, sagte der Ex-Botschafter über seine „Hamas-Aktion“-Bemerkung.

Eine richtige Entschuldigung war es dennoch nicht. „Sollte ich die Gefühle der Opfer und ihrer Angehörigen verletzt haben, tut mir das aufrichtig leid“, sagte Heusgen. Heißt: Nicht seine Aussagen waren falsch, sondern die verletzten Gefühle der Opfer …

Dennoch: Der Riesen-Schaden ist angerichtet. Für Heusgen. Und noch schlimmer: Für die renommierte Münchner Sicherheitskonferenz, die Diplomaten-Legende Wolfgang Ischinger (77) mühevoll aufgebaut hatte.

Israels Botschafter Ron Prosor (65) war schockiert über das Heusgen-Interview

Israels Botschafter Ron Prosor (65) war schockiert über das Heusgen-Interview

Foto: Monika Skolimowska/dpa

Israels Botschafter Ron Prosor (65) stellte offen Heusgens Eignung für den Job als Konferenz-Chef infrage. „Aus meiner Sicht stellen sich wirklich große Fragen an seine Fähigkeit, diese Konferenz zu führen“, sagte Prosor bei WELT TV.

„Als ich dieses Interview gesehen habe, war ich schockiert“, so der israelische Diplomat. Über Heusgens Bilanz als Merkels außenpolitischer Chefberater – er beriet die Alt-Kanzlerin auch in der krachend gescheiterten Russland-Strategie – sagte Prosor: „In den Grundfragen der deutsche Politik hat er komplett versagt.“

Laschet warf Heusgen „Tabubruch“ vor

Auch deutsche Politiker reagierten fassungslos über Heusgens Aussagen.

▶︎ CDU-Chef Friedrich Merz (67) sei „sehr irritiert“ über das Interview, erfuhr BILD aus seinem Umfeld.

► Vize-Kanzler Robert Habeck (54, Grüne) ließ BILD mitteilen, er habe bereits deutlich gemacht, dass „alle aufgefordert sind, sich zur klaren Solidarität mit Israel zu bekennen“.

Der frühere CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Armin Laschet (62 ) sagte zu BILD: „Das bestialische Abschlachten und Schänden von 1400 unschuldigen Zivilisten mit dem Gerede von politischen Umständen zu relativieren, ist ein Tabubruch und inakzeptabel, sowohl für einen UNO-Generalsekretär als auch für Herrn Heusgen.“

Was hat Heusgen mit Katar zu tun?

Ebenfalls brisant: Das Verhältnis der Münchner Sicherheitskonferenz mit Katar, dem Gastgeber-Staat der terroristischen Hamas. Auf BILD-Anfragen reagierte die MSC nervös, wollte nicht konkret werden.

Denn: Im Kuratorium der MSC saß bis vor kurzem mit Hamad bin Jassim bin Jabr Al-Thani der Ex-Premierminister Katars – gleichzeitig einer der reichsten Menschen der Erde.

Nur widerwillig und nach wiederholter BILD-Anfrage teilte die MSC mit, dass Al-Thani „mit einer persönlichen Spende vor 3 Jahren zum Stiftungsvermögen der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz beigetragen“ hat. Laut Jahresabschluss des Jahres 2020 entfielen 3 397 000 Euro auf Einnahmen aus Spenden und Mittelzuwendungen.