Switzerland

Zusammenprall beim Koppeln: Die BLS kämpft mit Bremsproblemen bei Doppelstockzügen

Nach einem Unfall in Belp wurden bei den Mutz-Zügen der BLS grundsätzliche Mängel festgestellt. Unter bestimmten Bedingungen bremsen diese nicht gut genug.

Beim Unfall in Belp wurden zwei Mutz-Züge beschädigt.

Beim Unfall in Belp wurden zwei Mutz-Züge beschädigt.

Foto: BLS

Die BLS kämpft bei ihrem wichtigsten S-Bahn-Zug mit Bremsproblemen. Die 39 Doppelstöcker des Typs Mutz haben unter bestimmten Bedingungen einen zu langen Bremsweg. Das wurde nach einem Unfall in Belp festgestellt.

An Silvester 2020 war dort ein Mutz beim Ankoppeln mit 23 km/h auf einen zweiten Mutz aufgefahren. Es wurde zwar niemand verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand aber Sachschaden von je rund 400’000 Franken. Schon in früheren Jahren sei es zu «einigen wenigen ähnlichen Ereignissen» gekommen, teilt die BLS mit.

Die BLS hat nun Versuchsfahrten unternommen und bei bestimmten Bedingungen eine ungenügende Wirkung von einem der drei Bremssysteme der Mutz-Züge festgestellt. Bei sehr langsamer Fahrt sowie nasser Witterung und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt ist der Bremsweg zu lang.

Die Mängel seien zwar nicht so gefährlich, dass die ganze Mutz-Flotte vorläufig stilllegt werden müsste. Denn die zwei anderen Bremssysteme funktionierten einwandfrei. Dadurch könne auch die Schnellbremsung jederzeit ausgelöst und die Bremswege bei nasser und trockener Schiene eingehalten werden.

Vorsichtiger fahren

Bei schlechten Schienenverhältnissen sollen die Lokführerinnen und Lokführer auf den Mutz-Zügen aber die Geschwindigkeit vor Signalen oder anderen Haltepunkten früher und stärker reduzieren. Und sie sollen zum sicheren Bremsen vermehrt Sand einsetzen.

Ein Mutz-Doppelstockzug unterwegs zwischen Bern und Schwarzenburg. Von dieser steilen und kurvigen Linie werden sie vorläufig abgezogen.

Ein Mutz-Doppelstockzug unterwegs zwischen Bern und Schwarzenburg. Von dieser steilen und kurvigen Linie werden sie vorläufig abgezogen.

Foto: Tobias Anliker

Die Mutz-Züge sind weiterhin auf diversen frequenzstarken Strecken der S-Bahn-Bern im Einsatz. Zudem setzt die BLS solche Doppelstockzüge im Fernverkehr ein. Von der relativ steilen und kurvigen Strecke nach Schwarzenburg werden sie nun aber vorerst abgezogen und durch andere Zugstypen ersetzt. Denn hier lassen sich die Sofortmassnahmen durch vorsichtigeres Fahren nicht vollumfänglich umsetzen.

Die BLS arbeitet zusammen mit dem Hersteller der Züge, dem Ostschweizer Unternehmen Stadler, um die Bremsprobleme zu beheben. Die Probleme wurden auch dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) gemeldet.

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