Switzerland

Zuerst Rekordtemperaturen, tags darauf die nächste Kaltfront

Der Sonntag brachte in der Schweiz dank Föhn in den Alpentälern und Südwestwind im Flachland sowie besonders im Jura für die Jahreszeit aussergewöhnlich hohe Temperaturen. Mit 21,2 Grad war es in Delémont am wärmsten, schreibt Meteonews.

In der Höhe haben laut der Mitteilung extrem milde Luftmassen den Alpenraum erreicht. Mit dem Föhn in den Alpentälern und dem Südwestwind im Jura wurden zunehmend auch im Flachland die Luftschichten durchmischt, sodass sich die Luft auch in tieferen Lagen stark erwärmte. Dichte Wolken bedeckten jedoch zeitweise den Himmel, wodurch eine weitere Erwärmung verhindert wurde.

Am wärmsten wurde es im Jura. An der Station Delémont wurde ein neuer Februarrekord gemessen, wie Meteonews weiter schreibt. Der alte Rekord stammt vom 27. Februar 1961 – damals war es 20,4 Grad. Auch in Château-d'Oex wurde mit 18,4 Grad ein neuer Februarrekord verzeichnet, der alte Rekord vom 7. Februar 2001 betrug 18 Grad. Messbeginn war hier 1936.

18 Grad in Adelboden

Besonders eindrücklich ist der neue Rekord in Adelboden. Mit 18 Grad wurde der bisherige Rekord von 15 Grad vom 23. Februar 1978 um ganze 2,5 Grad überboten. Die Messungen gehen an dieser Station bis 1966 zurück.

Der bisher höchste Wert im Februar 2020 wurde jedoch nicht erreicht. Am 3. Februar wurden mit Nordföhn in Biasca 24,1 Grad gemessen.

Auch in der Ostschweiz ist es frühlingshaft warm: In Bad Ragaz GR zeigte das Thermometer 14,4 Grad an, in Chur 15,5 Grad. Bei der Wetterstation St. Chrischona bei Basel wurden 17,4 Grad gemessen.

Der Hauch Frühling dürfte am Montag allerdings schon wieder vorbei sein. Dann erreicht die Schweiz eine Kaltfront und die Temperaturen sinken.