Switzerland

Zu Fuss im Fürstenland: Das Rätsel der doppelten Burg

Zwei gleichnamige Burgen und tolle Weitsichten: Wanderung im st.-gallischen Fürstenland.

Blick auf die «Schenken-Glattburg», die zum Nonnenkloster St. Gallenberg umgebaut wurde.

Blick auf die «Schenken-Glattburg», die zum Nonnenkloster St. Gallenberg umgebaut wurde.

Foto: PD

Mein Grüpplein und ich haben uns diesmal das Fürstenland vorgenommen. Das historische Kernland der St. Galler Fürstäbte zwischen dem Bodensee und der Stadt Wil. Wir starten im geschäftigen Gossau, lassen es hinter uns, geraten ins Bauernland. Vom Sidenberg haben wir Weitsicht, toll.

Rasch kommen wir jetzt jener Akteurin näher, die uns die ganze erste Hälfte der Wanderung über begleitet, vorerst allerdings Abstand hielt und sich tarnte. Ich meine die Glatt. Die St. Gallerin, nicht die Zürcherin. Nach dem Weiler Gebertschwil erahnen wir den Fluss im Tobel unter der Burgstelle Glattburg. «Burgstelle» ist das Fachwort für den kaum noch erkennbaren Ort einer einstigen Burg. An diesem Platz hausten die adeligen Giel. Man spricht daher von der «Gielen-Glattburg».

Ein sinniger Restaurantname

Hübsch ist das Weiherli bei der Glattmüli. Alsbald nehmen wir die Brücke ins winzige Niederglatt. Es hat eine grosse Kirche. Gleich daneben steht das Restaurant Engel, das ist sinnig. Über die nächste Brücke gelangen wir wieder auf die Nordseite der Glatt. In verspielten Engschleifen schlängelt sie sich Richtung Oberbüren.

Dorthin wollen wir auch. Nachdem wir den Bürerwald durchquert haben, erreichen wir das Zwischenziel. Wir haben drei Stunden gebraucht. Bleiben zwei weitere Stunden bis Zuzwil. Wir halten auf die Thur zu, in der die Glatt endet. Erneut nehmen wir eine Brücke, haben einen steilen Waldhang vor uns. Wir wollen zum Kloster auf dem Felssporn darüber.

Ein verwirrender Karteneintrag

Der Eintrag zum Sporn verwirrt. Auf der Karte steht: «Glattburg». Moment, die haben wir doch schon passiert! Bevor das Rätsel geklärt wird, sei angemerkt: Der Ort erfreut uns zweifach. Zum einen ist der Säntisriegel am Horizont eine Wucht. Zum anderen ist die Klosterkirche offen. Gern verweilen wir einen Moment. Die Benediktinerinnen betreiben hier die ewige Anbetung. Tag und Nacht halten sie im Gebet den Glauben präsent.

Nun zur Glattburg. Es gibt auf unserer Route wirklich deren zwei. Die zweite Glattburg des Tages, zum Kloster St. Gallenberg umgebaut, heisst auch «Schenken-Glattburg» nach den Schenk, ihren einstigen Herren. Es hat also alles seine Ordnung im Fürstenland.

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