Switzerland

Xhaka nach Sieg gegen Türkei: «Die Leute wollen diese Mannschaft kaputt machen»

Granit Xhaka gegenüber SRF: «Der Druck war ernorm gross bei uns. Ob gerecht oder ungerecht – das ist jetzt eigentlich egal. Aber wir haben vor allem gestern im Mannschaftsrat ein gutes Gespräch gehabt. Waren sehr offen miteinander und haben vor allem darüber gesprochen, was uns in den letzten Jahren so stark machte. Und das ist die Einheit. Die haben wir leider nicht gesehen. Vor allem gegen Italien nicht. Heute haben wir bewiesen, dass wir Charakter in der Mannschaft haben und, dass wenn wir zusammen arbeiten, dass wir etwas erreichen können. Bin jetzt fast seit 11 Jahren dabei, und haben noch nie so verloren gegen Italien. Das tat weh. Es war aber vielleicht ein Weckruf, dass wir zurück in die Realität und nur zusammen aus dem Schlamassel kommen. Das haben wir heute geschafft. Jetzt haben wir vier Punkte aus drei Spielen – und können hoffen. Die Antwort kommt auf dem Platz. Die Leute, die mich und uns kennen, die wissen, wie stark wir vor allem mental sind. Wir wurden viel kritisiert für Kleinigkeiten, die meiner Meinung nach nicht so wichtig sind. Wenn die Leute von aussen das Gefühl haben, dass jeder einzelne einen Kommentar dazu abgeben muss, dann bitte schön. Aber eines kann ich garantieren: Diese Mannschaft geht an solchen Sachen nicht kaputt. Was aussen passiert, können wir nicht beeinflussen. Was wir beeinflussen können, ist der Charakter dieser Mannschaft. Und das haben wir heute bewiesen. Wir wissen, dass wir stark sind, wenn wir den Ball haben. Aber ich glaube, wir haben heute gezeigt, was wir können. Jeder hat den Ball gewollt. Das Wichtigste, was ich der Mannschaft mitteilte, ist, dass wir uns nicht zuviele Gedanken machen sollen. Dann kommt alles von alleine. Und das haben wir heute mehr als gut gemacht. Auch wenn wir die Chancen nicht alle genutzt haben. In der Nati muss man immer mit offenen Karten spielen. Wir hatten nie Probleme untereinander. Die Stimmung ist super bei uns. Die Leute versuchen, diese Mannschaft kaputt zu machen, indem sie viel reden und viel schreiben. Aber wie gesagt: Diese Mannschaft geht davon nicht kaputt.»

Xherdan Shaqiri gegenüber SRF: «Beni Huggel ist es gewohnt von mir, dass ich links schiesse (lacht). Von daher hat er das noch nicht so oft gesehen von mir, dass ich auch mit dem rechten Fuss in den Abschluss gehe. Aber speziell heute war mein rechter Fuss gut im Spiel, auch in der zweiten Hälfte hatte ich noch einen guten Schuss mit dem rechten. Am Schluss bin ich einfach froh, dass der Ball rein ging und ich der Mannschaft mit zwei Toren helfen konnte. Heute war das anders mit dem rechten Fuss, anders als an jenen Tagen, an denen ich meinen linken Fuss um einiges besser finde (lacht). Speziell heute hätte ich nicht gedacht, dass mein rechter so gut ist. Aber ich bin wirklich sehr froh, dass vor allem in der ersten Halbzeit der Ball reinging. Wir wollten unbedingt eine Reaktion zeigen auf das Spiel gegen Italien, das wirklich nicht gut war. Und das haben wir gemacht. Wir gingen als Einheit auf den Platz und haben alles gegeben füreinander. Vor allem vorne waren wir konkret. Klar, wir hätten sicher zwei, drei Tore mehr schiessen können und das Gegentor war unschön. Aber wichtig war, dass wir die Pflicht erfüllen und gegen diese Mannschaft gewinnen konnten.»

Haris Seferovic gegenüber SRF: «Im ersten Spiel haben wir eine solide Leistung gebracht und hatten Pech mit dem Gegentor. Über das zweite Spiel müssen wir gar nicht reden: ein schlechtes Spiel von uns allen. Heute aber hats gegriffen, wir haben ein starkes Spiel gemacht. Das einzige, das man bemängeln kann, sind die Torchancen, wir müssen noch ein, zwei Tore mehr machen. Wir müssen vorne, in den letzten 20 Metern noch effizienter werden, dann wäre es ein perfektes Spiel gewesen. Im Spiel müssen wir schauen, dass wir konstant und aggressiv sind. Dann haben wir ein dummes Tor gekriegt, so ist es halt. Natürlich, jeder schlägt auf einem ein, wenn man kein Tor schiesst, Kritik ist da schön und gut. Aber wir sind ein Team, bei uns sticht keiner raus. Entweder laufen wir alle zusammen, oder wir machen es jeder alleine und es funktioniert nicht. Heute sind wir alle zusammengestanden. Und ich weiss, dass ich es kann, wenn die Chancen kommen. Heute ging sie rein… das nächste Mal hoffentlich auch wieder. So können wir hoffen. Das Vertrauen vom Trainer ist sehr wichtig für einen Spieler. Ich gebe immer Vollgas, ich bin kein Egoist. Und heute konnte ich das Vertrauen zurückzahlen mit einem Tor. Ich hätte gerne noch eins mehr geschossen und der Mannschaft geholfen, weiterzukommen. Der Trainer stellt auf, was er denkt, ist das Beste für die Mannschaft – und der Rest ist mir eigentlich egal.»

Vladimir Petkovic gegenüber SRF: «Mein Highlight des Spiels ist, wie die Mannschaft gekämpft und gespielt hat. Dieses Mal ist die Mannschaft auch viel mehr gelaufen als der Gegner. Als Mannschaft haben wir das letzte Spiel verloren, als Mannschaft haben wir aber heute verdient diese drei Punkte geholt. In einer guten Familie diskutiert man und schiesst nicht sofort. Die Mannschaft hat von selber kapiert, hat alles mit kleinen Korrekturen umgesetzt und so ein gutes Spiel gemacht. Wir haben auch heute nicht alles klar und gut gemacht, wir hätten genug Chancen gehabt, um bereits jetzt qualifiziert zu sein. Aber darüber, was die Mannschaft während 90 Minuten zeigte, bin ich sehr zurfrieden und gibt mir Optimismus, dass wir – wenn wir weiterkommen – ein gutes Spiel machen können. Ich hatte nie Zweifel an Shaqiri oder Seferovic, es wurde viel diskutiert und geschrieben. Aber zum Glück habe ich nicht viel davon mitbekommen. So konnte ich ihnen das Vertrauen geben, welches sie, wie ich finde, auch verdienen. In dieser ersten Phase bin ich zufrieden mit den zwei Spielen, in denen wir den Gegner dominiert haben. Ein Spiel haben wir verpatzt, nicht nur wegen unserer Schwächen, sondern auch wegen einem Italien in Hochform. Wir müssen auch dem Gegner etwas mehr Respekt geben. Wenn wir in den Achtelfinal kommen, wollen natürlich beide Mannschaften gewinnen. Jeder Tag, jedes Spiel ist ein Lernprozess. Auch heute. Diese Schüsse aus 16 Metern können wir viel besser.»

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