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«WWM»: Kandidat geht mit Zettel und Stift an die 500'000-Euro-Frage – und scheitert fatal

Ludwig Bolay aus Köln schaffte es mit Zettel und Stift bis zur 500.000-Euro-Frage – und fiel dann zurück auf 500 Euro. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

«WWM»: Kandidat geht mit Zettel und Stift an die 500'000-Euro-Frage – und scheitert fatal

Rabea Erradi / watson.de

Die jüngste «Wer wird Millionär»-Folge war definitiv nichts für schwache Nerven: Von drei Kandidaten vergriffen sich gleich zwei in der Antwort, nachdem sie sich in Sicherheit gewähnt hatten – und fielen aus unterschiedlich schmerzhaften Höhen auf 500 Euro zurück.

Als erster durfte Ludwig Bolay wieder bei Moderator Günther Jauch Platz nehmen. Der Kölner hatte schon in der vergangenen Woche mit der Bitte nach Zettel und Stift für Verwunderung gesorgt – und griff nun wieder zur gleichen altbewährten Methode, um sich besser auf die Fragen konzentrieren zu können. Die Twitter-Gemeinde erinnerte sich natürlich sofort an ihn.

WWM: Kölner Kandidat Ludwig Bolay «tut es wieder»

Der 25-jährige Startup-Gründer zückte bei der 32'000-Euro-Frage, welche Musikerin es einst aus Karrieregründen nach Nashville zog, zum Einstieg ins Spiel direkt das Schreibwerkzeug. «Er tut es wieder!», rief Jauch entgeistert und linste dem Kandidaten neugierig über die Schulter.

«US-Musik, schreibt er», beobachtete der Moderator skeptisch den Notizblock. «Dann schreibt er noch einen Namen und zwei Fragezeichen dahinter.» Tatsächlich lag der Kandidat dann mit seinem niedergeschriebenen Ergebnis, dass es sich nur um Taylor Swift handeln könne, goldrichtig.

Nach einem gelinde ausgedrückt holprigen Auftakt in der vergangenen Folge konnte sich Bolay nun mehrere Fragen hintereinander auf sein Bauchgefühl verlassen und lachte jedes Mal zufrieden vor Freude, wenn er wieder richtig lag. Aber Achtung: Wie war das doch gleich mit Hochmut und dem Fall?

Kandidat punktet mit Bauchgefühl bei Drei-Speichen-Regel

Was er mit einem sechstelligen Geldbetrag machen würde, fragte Jauch den Kandidaten, der sich einer hohen Summe schon sicher war – obwohl er die Risikovariante gewählt hatte. «Ich würde safe einen Teil spenden», kündigte er an. Doch schon bei der 125'000-Euro-Frage, was sich hinter der Drei-Speichen-Regel verbirgt, dürfte den Zuschauern der Atem gestockt sein:

Bolay musste sich erstmal erkundigen, was eigentlich Speichen sind – und gab schliesslich zu, überhaupt keine Ahnung von der gefragten Regel zu haben. Aber zum Glück hatte er ja den Stift dabei. «Jetzt schreibt er wieder», stellte Jauch fassungslos fest, bevor der Kandidat den verbliebenen 50-50-Joker zog.

Als daraufhin seine Tendenz Geldanlage stehenblieb, loggte der vollends im Zockerrausch angekommene Kölner eifrig ein und hatte tatsächlich wieder Erfolg mit seinem Schuss ins Blaue. «Ich werde aus Ihren Rechenoperationen nicht ganz schlau», stellte Jauch darauf nüchtern fest. «Das hat alles System», erklärte Bolay.

500'000 Euro: Märchen-Frage bei «Wer wird Millionär»

Bei der 500'000-Euro-Frage war dann Märchen-Expertise gefragt: Der Kandidat sollte beantworten, was am Ende eines bekannten Märchens «auf die Kunstkammer» kommt, «wo sie noch zu sehen ist, wenn sie niemand gestohlen hat»:

Der skeptische Blick des Moderators sprach Bände, als der Kandidat beim Überlegen erneut zum Notizblock griff, geräuschvoll ein- und ausatmete und leise unverständliche Selbstgespräche führte. Nach einiger Überlegung geschah dann plötzlich das Unfassbare: «In meiner Herleitung macht für mich die goldene Kugel unfassbar viel Sinn, und darum logg' ich die jetzt ein», sagte der 25-Jährige – und so geschah es dann auch. Einige Zuschauer wussten, was nach dem obligatorischen Werbeblock passieren würde.

Bitter verzockt bei 500'000-Euro-Frage

Jauch machte es dann besonders spannend und befragte vor der Auflösung erstmal das Publikum. Gleich zwei Ex-«WWM»-Kandidaten konnten mit heruntergestrecktem Daumen signalisieren, dass es sich um die Erbse handelt und nicht um die goldene Kugel. «Irre!», bekundete Jauch – ein fataler Absturz auf 500 Euro für Bolay. «Ja, passiert», brachte der sichtbar geknickte Kandidat daraufhin hervor.

Jauch versuchte zum Abschied, Bolay anhand des Beispiels Janosch Pigerl aufzumuntern: «Sie beerben ihn! Er weiss, dass es ein Leben nach dem Zusammenbruch gibt», erklärte der Moderator mit Verweis auf den Kult-Kandidaten, der ebenfalls einst auf 500 Euro zurückfiel und seitdem immer wieder als Zusatzjoker in Erscheinung tritt.

Hamburger Lehrer fällt bei WWM ebenfalls auf 500 Euro zurück

Bolay war aber nicht der Einzige, der sich mit 500 Euro zufrieden geben musste: Verzockt hat sich in der Folge auch Ole Natusch aus Hamburg. Der Lehrer ging bei der 4000-Euro-Frage davon aus, dass Jürgen Hingsen bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul wegen Doping disqualifiziert wurde. Die richtige Antwort wären allerdings drei Fehlstarts gewesen. Besonders ärgerlich: Der Kandidat ging mit allen vier Jokern nach Hause. «Ich hab' sie falsch gelesen, Herr Jauch», rechtfertigte der Hamburger seinen frühen Abgang.

Günther Jauch und «WWM»-Kandidat Tobias Kalbitzer. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Als dritter und letzter Kandidat kam Tobias Kalbitzer aus Schongau an die Reihe. Der 34-jährige Escape-Room-Besitzer, freier Trauredner und Heilerziehungspfleger musste sich mehrfach den Angstschweiss von der Stirn tupfen – kam dann aber nach anfänglichen Startschwierigkeiten noch ein bisschen in Fahrt.

Der Kandidat, einst zweiter Bürgermeister der Stadt Schingau aus der sogenannten Wählergruppe Karl-Heinz Rumgedisse, ging nach Glücksgriffen beim Raten schliesslich mit 32'000 Euro freiwillig nach Hause und zog dem Sender damit als einziger von drei Kandidaten doch noch etwas mehr Geld aus der Tasche als bloss 500 Euro.

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