Switzerland

WTO-Chefin Okonjo-Iweala: «Grossmutter»-Titel in Schweizer Zeitungen empört Botschafter

Ein Artikel über die neue Chefin der Welthandelsorganisation Ngozi Okonjo-Iweala sorgt international für Entrüstung. Nun haben sich 124 Botschafterinnen und Diplomaten per Brief beschwert.

Ngozi Okonjo-Iweala ist die erste Afrikanerin an der Spitze der WTO. Die Harvard-Ökonomin war Vizechefin der Weltbank.

Ngozi Okonjo-Iweala ist die erste Afrikanerin an der Spitze der WTO. Die Harvard-Ökonomin war Vizechefin der Weltbank.

Foto: Martial Trezzini (Keystone)

Über 120 internationale Botschafter haben sich in einem Brief an CH Media über einen Artikel von Anfang Februar beschwert. Die Zeitungen hatten im Titel die neue Direktorin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, auf ihre Rolle als «Grossmutter» reduziert.

Der Brief, war am Freitagabend von der österreichischen Uno-Botschafterin und letztjährigen Präsidentin des Uno-Menschenrechtsrats, Elisabeth Tichy-Fisslberger, präsentiert worden. Er wurde von 124 Botschafterinnen und Botschaftern sowie Direktoren von internationalen Organisationen unterzeichnet.

Diese beklagten darin, dass die Zeitungen von CH Media in ihrem Artikel über die Nigerianerin Okonjo-Iweala, die erste Afrikanerin an der Spitze der WTO, Absolventin der Universitäten Harvard und MIT und ehemalige Finanz-, Wirtschafts- und Aussenministerin von Nigeria, mit der Überschrift «Diese Grossmutter wird neue Chefin der Welthandelsorganisation» degradiert hätten.

Die Unterzeichnenden hätten sich bei der Lektüre die Frage gestellt, was für eine Informationspolitik einen solche Präsentation inspiriert habe: «Ist dieser Titel wirklich der bessere Blickfang als ihre aussergewöhnliche Karriere?»

«Abwertend und herabsetzend»

Und sie fragten die Verantwortlichen, ob sie es denn als nützlich erachteten für die sehr engagierte internationale Schweizer Politik, «Persönlichkeiten in so «abwertender und herabsetzender» Weise zu beschreiben.

Bereits zuvor hatten mehrere hohe afrikanische Uno-Repräsentatinnen der Zeitungsgruppe «Rassismus» und «Sexismus» gegen die neue WTO-Chefin vorgeworfen. Und auch der britische Uno-Botschafter hatte die Diskriminierung bedauert.

Nach der Entrüstung in den Sozialen Medien hatte sich die «Aargauer Zeitung» auf Twitter entschuldigt. Und auch der publizistische Leiter von CH Media, Pascal Hollenstein, sagte gegenüber persoenlich.com, «es tut uns leid.» Der Titel sei «keinesfalls in böser Absicht» entstanden und die Titelsetzung nicht rassistisch motiviert gewesen. Gemäss persoenlich.com wurde der Titel online später angepasst.

SDA/ij

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