Switzerland

Wirtschaftsförderung: Kräfte werden gebündelt

Die 13 Gemeinden des Wirtschaftsraumes Thun (WRT) entschieden Ende 2018, die Geschäftsstelle auf Anfang 2019 an den Fachbereich Wirtschaft der Stadt Thun zu übertragen. Die Geschäftsführung übernahm Stefan Otziger, Leiter Fachbereich Wirtschaft bei der Stadt Thun.

Am Freitag wird die neue Website des Wirtschaftsraumes Thun aufgeschaltet. In Kooperation mit einer lokalen Webagentur wurde eine erste Version erarbeitet, welche nun kontinuierlich zu einem umfassenden Wirtschaftsinformationssystem ausgebaut werden soll.

Das Ziel ist die breit abgestützte Bereitstellung von Informationen rund um den Wirtschaftsstandort Thun. So sollen nebst den Details zum Wirtschaftsstandort und zu den verschiedenen Tätigkeiten des WRT auch die Daten des Betriebs- und Unternehmensregisters für die 13 WRT-Gemeinden aufbereitet und publiziert werden.

Zusätzlich sind Übersichten mit allen Arbeitszonen sowie nach Möglichkeit Verzeichnisse mit verfügbaren Industrie- und Gewerbeobjekten sowie den offenen Stellen im Wirtschaftsraum Thun vorgesehen.

Weitere nützliche Informationen aus den Themenfeldern Verkehr, Veranstaltungsorte und Bildung runden das Spektrum ab.

Inklusive ESP

Seit drei Jahren führt der Fachbereich Wirtschaft der Stadt Thun bereits die Geschäftsstelle der einfachen Gesellschaft ESP Thun-Nord. Durch die dazugekommene WRT-Geschäftsstelle ist nun ein Unternehmerbüro entstanden, welches die Kräfte bündelt. Am Beispiel der Entwicklung des Baufeldes B5 im Perimeter des ESP Thun-Nord zeige sich der konkrete Nutzen.

Raphael Lanz (SVP), Thuner Stadtpräsident sowie Vorsitzender des WRT und des ESP Thun-Nord, wird in der städtischen Mitteilung mit den Worten zitiert: «Durch das Zusammenführen der drei Aufgaben Wirtschaftsförderung der Stadt Thun und der beiden Geschäftsstellen Wirtschaftsraum Thun und ESP Thun-Nord können wir optimal von den Synergien profitieren und der Region Thun einen Nutzen stiften.

Die hauptsächlichen Ziele des Wirtschaftsraumes Thun sind es, die Region Thun konkurrenzfähig zu halten und auf der nationalen Landkarte bekannt zu machen.»

Seither seien entlang des regionalen Konzepts die Strukturen aufgebaut und erste Veranstaltungen neu lanciert worden, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Und: Seit September ergänzt Monika Keller als Projektleiterin Wirtschaftsförderung das Team. Damit wurde das Projekt für ein regionales Wirtschaftsinformationssystem vorangetrieben.

Standort positionieren

Nebst den traditionellen Aufgaben der Wirtschaftsförderung beabsichtige der Wirtschaftsraum Thun, die Kräfte der dominanten Branchen zu bündeln und den Wirtschaftsstandort so gegen aussen zu positionieren. Im letzten Jahr lag der Fokus vorerst auf dem Thema Digitalisierung.

Thun war ausserdem eine der Host-Citys des Schweizerischen Digitaltages. Im Rahmen dieser Veranstaltung traten unter anderen die Spiezer Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner (SVP) und der Steffisburger Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP) an einer Podiumsdiskussion auf.

Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Geschäftsjahr sollen für die beiden wichtigen Branchen Maschinenbau und Gesundheitswirtschaft ähnliche Netzwerkangebote entwickelt werden. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, schreibt die Stadt.

Für das Jahr 2020 hat der Wirtschaftsraum Thun mit dem Institut für Jungunternehmen (IFJ) eine Kooperation vereinbart. In deren Rahmen werden die Veranstaltungen «WRT Know-how» und «WRT Startimpuls» angeboten. Im Fokus stehen Gründer und Jungunternehmer.

Ebenfalls wurde die Veranstaltungsreihe «WRT digital» aufgebaut, bei welcher Fachexperten Vertretern von KMU und weiteren Interessenten Wissen rund um das Thema Digitalisierung vermitteln.

Erneut ist auch die Teilnahme am Schweizerischen Digitaltag vorgesehen; dieser findet neu im November statt. Ebenso unterstützt der WRT die erste TEDx-Veranstaltung in der Region Thun, welche aufgrund einer privaten Initiative lanciert wurde.

Aktuell in der Detailplanung befinde sich das Beratungsangebot, welches sich am Lebenszyklus von Unternehmungen orientiert. In Kooperation mit externen Fachexperten soll ein Beraternetzwerk angeboten werden, welches über die Geschäftsstelle des Wirtschaftsraumes Thun initialisiert, koordiniert und im Sinne einer Starthilfe auch finanziert wird.

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