Switzerland
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«Wir könnten sogar gewinnen»: Schweizer ESC-Stars drücken Marius Bear die Daumen

Michel Imhof aus Turin (I)

Die ganze Schweiz fiebert heute Abend mit, wenn Marius Bear (29) kurz nach 21.30 Uhr auf die Bühne des 66. Eurovision Song Contest in Turin (I) tritt. Er singt im grossen Finale (21 Uhr, SRF 1) mit «Boys Do Cry» um den Titel des besten Lieds Europas. Mitfiebern werden auch zahlreiche ehemalige ESC-Teilnehmer der Schweiz. Blick hat sich umgehört und Meinungen zur Appenzeller ESC-Hoffnung eingeholt.

Sandra Studer (53), ESC-Teilnehmerin 1991, fünfter Platz

«Ich finde es grossartig, dass sich die Schweiz zum dritten Mal in Folge fürs Finale qualifiziert hat. Es macht das Schauen des ESC um einiges spannender und emotionaler, wenn wir noch im Rennen sind. In diesem Sinn: Danke, Marius! Ich wünsche dir, dass du dich am Samstag auf der Bühne wohlfühlst und die drei Minuten voll auskosten und geniessen kannst. Toi, toi, toi!»

Daniela Simmons (61), ESC-Teilnehmerin 1986, zweiter Platz

«Der Auftritt von Marius berührt mich sehr, die Nachricht ist toll, und vielleicht brauchen die Menschen aktuell diese Einfachheit des Auftritts von ihm. Als Portugal 2017 den Sieg mit einer ähnlichen Nummer mit nach Hause nahm, war ich überrascht. Also wer weiss? Ich denke, ein Platz in den Top 10 liegt drin.»

Peter Reber (73), ESC-Teilnehmer 1971, 1976, 1979 und 1981 (Peter, Sue & Marc), vierter bis zwölfter Platz

«Marius hat das prima gemacht. Es braucht viel Mut, nebst dem üblichen Klamauk einen solchen Song zu präsentieren. Top 5 ist möglich, würde ich sagen, und er könnte sogar gewinnen. Aber in der jetzigen Situation wird wohl auch der Beitrag aus der Ukraine viel Sympathie haben. Ich wünsche unserem Schweizer Bären aber alles Gute und drücke die Daumen.»

Francine Jordi (44), ESC-Teilnehmerin 2002, Platz 22

«Der Auftritt von Marius gefällt mir extrem gut. Im Halbfinale liess er sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn einiges nicht funktionierte. Diese Gelassenheit finde ich grossartig. Ich glaube, er wird am Samstag ganz weit vorne landen. Er hat ein Lied, das berührt, eine Stimme, bei der man sofort zuhören muss, und er hat überhaupt keine Konkurrenz.»

Rykka (36), ESC-Teilnehmerin 2016, Platz 18 im Halbfinale

«Der Auftritt von Marius ist super. Es fühlt sich so an, als wären wir alle mit ihm unter einer Decke eingekuschelt, und er erzählt uns seine dunkelsten Geheimnisse. Ich finde auch seine Botschaft prima, dass man zu sich und seinen Gefühlen stehen soll.»

Michael von der Heide (50), ESC-Teilnehmer 2010, Platz 17 im Halbfinale

«Es ist ein grossartiges Lied, aber die Karten sind nun neu gemischt. Marius hat harte Konkurrenz, und der Druck ist immens. Ich wünsche ihm, dass er diese Zeit trotzdem geniessen kann, viele musikalische Freundschaften schliesst und seine Karriere weiterhin so gut verläuft, egal, wie das Resultat am Ende ist.»

Luca Hänni (27), ESC-Teilnehmer 2019, vierter Platz

«Seine Stärke liegt im Gefühlvollen. Bei seinem Auftritt muss er mit seiner Stimme brillieren und die Emotionen dem Publikum rüberbringen. Dass er das kann, hat er schon im Halbfinale bewiesen. Ich drücke ihm die Daumen!»

Miruna Manescu (32), ESC-Teilnehmerin 2017 mit Timebelle, Platz 12 im Halbfinale

«Seine Stärke liegt in seiner einzigartig gefärbten Stimme und in seiner Fähigkeit, eine solche Botschaft auf die ehrlichste, authentischste und verletzlichste Weise zu vermitteln. Als Menschen verbinden wir uns nicht mit der Perfektion, sondern mit der Verletzlichkeit, die wir in anderen sehen. Das ist für mich die Poesie des Menschseins, und Marius bringt diese Eigenschaften in seiner Darstellung wunderbar zum Ausdruck.»

Gjon's Tears (23), ESC-Teilnehmer 2020 und 2021, dritter Platz

«Der Beitrag hebt sich ab von den andern, weil er ruhig ist und ohne Party und Tanzeinlagen auskommt. Das kann er zu seinem Vorteil nutzen. Rund 180 Millionen Zuschauer werden genau zuhören, wenn er singt. Wenn er alles richtig macht, löst er in ganz Europa einen Gänsehautmoment aus.»