Switzerland

Winter-Tipp Bettmeralp: Wenn der Neumond für Ruhe sorgt

Schlafen wie Churchill: Schon der berühmte Brite genoss die Stille der Bergwelt, die heute Aletsch Arena heisst und mit einem besonderen Hotel aufwartet.

Ruhe pur: Einnachten über der tief verschneiten Bettmeralp.

Ruhe pur: Einnachten über der tief verschneiten Bettmeralp.

Foto: Schweiz Tourismus / Martin Maegli

Noch in der Talstation war vorfreudiges Geschnatter zu hören, die Stammgäste begrüssten sich, man kennt sich. Einige waren ziemlich überhastet aus dem Nebel im Unterland ins Oberwallis geflohen. Es hat ordentlich geschneit, und die Saisoneröffnung steht vor der Tür. Die Seilbahn schwebt über dem tief verschneiten Hang, ein leises Raunen geht durch die Kabine: «So viel Schnee.» Die Kinder kleben an den kühlen Fenstern und reiben den Beschlag weg. Auf der Bettmeralp angekommen, entschwinden die Seilbahnpassagiere rasch in alle Himmelsrichtungen.

Knapp 2000 Meter über Meer hat die Zeit eine andere Bedeutung. Keine Hast, kein Stress. Der Gang verlangsamt sich im Angesicht von Viertausendern. Auffallend, diese Stille. Über den Wolken fahren keine Autos. Kein Gehupe. Nur ab und an flitzt ein Schneemobil über die verschneiten Strassen, oder ein Skifahrer gleitet zum nächsten Sessellift. Hier oben ist die Dorfstrasse immer auch Zubringer zum Skigebiet.

Zusammenschluss von drei Bergbahnen

Die eindrückliche alpine Welt rund um das Unesco-Welterbe Aletschgletscher lässt sich im Winter wunderbar auf den Brettern erfahren. Ende 2017 haben sich die drei Bergbahnen Bettmeralp Bahnen AG, Aletsch Riederalp Bahnen AG und die Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG zur Aletsch Arena zusammengeschlossen. Entstanden ist ein Skigebiet mit 104 Kilometern präparierten Pisten. In dieser archaischen Bergwelt lässt sich der Alltag wunderbar vergessen. Der Panoramablick auf den Aussichtsplattformen, auf dem Sessellift oder in einem Liegestuhl ist atemberaubend, der majestätische Grosse Aletschgletscher raubt dem Unterländer den Atem.

Auf der Bettmeralp fühlt man sich willkommen – beim Bügellift, beim Zmittag in der Bergbeiz oder beim Bier nach der letzten Abfahrt. Damit auch möglichst viele in die Aletsch Arena kommen, dafür sorgen spezielle Aktionen: So benutzen Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre dank des Angebots «Schgi fer frii» die Bergbahnen jeden Samstag gratis. Und wer sich auf den Brettern unsicher fühlt oder schon lange nicht mehr gefahren ist, kann die Skischule für Senioren besuchen.

Erholungsort: Beim Umbau des Hotels Waldhaus wurde ausschliesslich chemisch unbehandeltes Holz verwendet.

Erholungsort: Beim Umbau des Hotels Waldhaus wurde ausschliesslich chemisch unbehandeltes Holz verwendet.

Foto: PD

Nach dem Tag auf den Brettern findet man Erholung im Waldhaus. Das älteste Hotel auf der Bettmeralp, das etwas abseits des Dorfes steht, ist an sich schon eine Ruheoase. Vor dem Hotel lockt ein hübscher Sitzplatz mit Aussicht auf das ferne Matterhorn. Das neue Herzstück des Hauses befindet sich allerdings an der Südseite.
2016 startete die Familie Berchtold, die das Waldhaus führt, das Projekt «Holz100». Die Besitzer nahmen den Umbau zum Anlass, ganz auf Holz zu setzen.

Dem Mondkalender folgend

Die bestehenden Südzimmer wurden ausgehöhlt und komplett mit Holz neu gebaut. Die patentierte Holz100-Bauweise bedeutet, dass die Hotelgäste komplett mit massivem Holz umgeben sind – Holz, das nicht chemisch behandelt und mechanisch verbaut wird.

Für die Zimmer wurde sogenanntes Mondholz verwendet. Es wird, dem Mondkalender folgend, meist zur Weihnachtszeit oder im Frühling kurz vor Neumond gefällt. Dem Holz werden spezielle Eigenschaften wie besserer Schutz vor Schädlingen, grössere Härte oder längere Haltbarkeit nachgesagt. Eine Untersuchung an der ETH Zürich mit 20’000 Testproben hat gezeigt, dass Hölzer je nach Mondphase kleine, aber statistisch signifikante Unterschiede in Sachen Wasserverlust, Dichte und Schwindverhalten aufweisen. Dem Holz wird zudem nachgesagt, dass es die Herzfrequenz beruhige und das Immunsystem stärke.

Das Projekt im Hotel Waldhaus hat 1,8 Millionen Franken gekostet und wurde unter anderem durch ein Crowdfunding finanziert. Dank der neuen Holz100-Zimmer hat Daniela Berchtold das Hotel Waldhaus, das sie im September 2019 von ihrem Vater übernommen hat, neu positioniert. Sie setzt auf Nachhaltigkeit, was bei den Gästen offenbar gut ankommt. «Die Nachfrage ist sehr gross», bestätigt Berchtold. Vieles mag vielleicht esoterisch klingen, dogmatisch geht es im Hotel Waldhaus dennoch nicht zu und her. Man rückt hier das Wohl der Gäste ins Zentrum – vom reichhaltigen Frühstück bis zu kulinarischen Anlässen, etwa dem Käseabend am Freitag. Und was den abendlichen Genüssen folgt, ist noch schöner: Der Schlaf in den Holz100-Zimmern fühlt sich sehr erholsam an. Der Duft des Holzes, die klare Bergluft und die eine oder andere Kurve im Schnee in den Muskeln tun ihr Übriges.

Hier war Winston Churchill mehrmals Sommergast: Die Villa Cassel auf der Riederfurka.

Hier war Winston Churchill mehrmals Sommergast: Die Villa Cassel auf der Riederfurka.

Foto: Getty

Dass der Schlaf hier oben besonders erholsam ist, erfuhr schon der britische Staatsmann Winston Churchill, der viermal in der Villa Cassel auf der Riederfurka abstieg. In einem Brief an seine Mutter schrieb der Vielgereiste: «Es ist prächtig. Ich schlafe wie ein Murmeltier und fühle mich gesund wie noch nie. Morgens jeweils lese und schreibe ich; nachmittags unternehme ich Wanderungen und spiele abends natürlich vier Partien Bridge. «Dass Sommergast Churchill zur Ruhe fand, war übrigens auch dem Verhandlungsgeschick des Hoteliers zu verdanken, der die Bauern bat, die Glocken der weidenden Kühe mit Stroh auszustopfen.

Die Reise wurde unterstützt durch die Aletsch Arena

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