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Wieso dem Stadelhofen heute ein viertes Gleis fehlt

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Zum Wiehern: Ein Pferd scheint sich in Feldberg im Schwarzwald über die weisse Pracht zu freuen. (18. November 2019)
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Die prägende Abstimmung1973

Die gekoppelte U- und S-Bahn-Abstimmung scheiterte: Plakate im Abstimmungskampf 1973. Fotos: Keystone

Die Kantonsbevölkerung lehnt eine milliardenteure kombinierte U- und S-Bahn-Vorlage wuchtig ab. Die Abstimmung verändert die Diskussion um den öffentlichen Verkehr in Zürich nachhaltig. Zwar sind sich die meisten Akteure einig, es braucht den S-Bahn-Teil der Vorlage mit dem unterirdischem HB sowie zwei Tunneln nach Stadelhofen und Stettbach, aber der Umfang ist umstritten.

Das Ja der Bevölkerung1981

Der Bahnhof nimmt Formen an: Die Baustelle am Stadelhofen im Jahr 1987. Fotos: Keystone

Das S-Bahn-Projekt schafft den politischen Durchbruch. Nach dem Kantons- und dem Regierungsrat sagen auch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Ja zur neuen S-Bahn und damit Ja zum neuen Stadelhofen. Allerdings wurde inzwischen ein zweiter Riesbachtunnel in Richtung Tiefenbrunnen und ein viertes Gleis gestrichen. Die Politik sparte aber etwas Geld. 750 Millionen kostete das Gesamtprojekt. Das vierte Gleis wäre für etwa 60 zusätzliche Millionen realisierbar gewesen.

Der Sieger Calatrava1983

Der damals noch junge Santiago Calatrava gewinnt den Wettbewerb für den Bau des neuen Stadelhofens. Das markante Gebäude aus dem Jahr 1894 bleibt in seinem Entwurf bestehen. Zwischen 1984 und 1990 wird der Bahnhof realisiert und steht mittlerweile bereits unter Denkmalschutz.

Der Zwischenfall im Tunnel 1987

Der Tunnelbau verläuft nicht reibungslos. Am 11. November 1987 brach die Erdoberfläche während der Arbeiten im Hirschengrabentunnel, der Verbindung zwischen Zürich HB und Stadelhofen. Zwischen der Villa und dem Haus zweier ehemaliger Stadträte klafft plötzlich ein Loch. Ein Geröllkegel verschüttete den Tunnel. Trotzdem wird der Durchstich eine Woche später gefeiert.

Die Eröffnung1990

Trotz Feier zeichnete sich 1990 schon ab: Der Stadelhofen wird dereinst wohl zum Nadelöhr.

Am 27. Mai werden die neue S-Bahn und der neue Stadelhofen feierlich eröffnet. Doch schon damals weiss man, der Stadelhofen hat einen «Geburtsfehler», ihm fehlt ein Gleis. Deswegen wird er wohl dereinst zum Nadelöhr. Am 11. Juli berichtet die Nachrichtenagentur SDA: «Stellwerkstörung in Zürich-Stadelhofen, Verspätungen im morgendlichen Stossverkehr bis zu 20 Minuten.» Unzählige solcher Meldungen sollten folgen.

Die Stadelhofen-Initiative2014

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger lehnen mit einer Zweidrittelmehrheit eine kantonale Volksinitiative des VCS ab, die verlangt hatte, der Kanton solle das Geld für den Stadelhofen-Ausbau samt viertem Gleis vorschiessen. Nur wenige Monate vor der Abstimmung hatte das Schweizer Stimmvolk einem neuen Bahn-Finanzierungsmechanismus zugestimmt. Der Bund soll demnach die Kosten für den Stadelhofen übernehmen.

Der Ausbau2019

Der Stadelhofen wird für 900 Millionen Franken erweitert: So soll das neue, unterirdische Gleis aussehen. Visualisierung: SBB

Im Juni hat sich der Nationalrat für ein knapp 13 Milliarden Franken grosses Paket für den Bahnausbau 2035 ausgesprochen. Damit soll auch der Umbau des Stadelhofens finanziert werden, der 2026 beginnen und Ende 2035 fertiggestellt sein soll. Den Projektwettbewerb gewinnen Giuliani Hönger Architekten und nicht etwa der Bauer des bestehenden Stadelhofens Santiago Calatrava. Die Kosten für das Projekt, das auch den Bau dreier neuer Tunnels beinhaltet, wird auf 900 Millionen Franken geschätzt (lesen Sie hier den TA-Kommentar zum Projekt).

So soll das 4. Gleis an den Bahnhof Stadelhofen angebunden werden (zum Vergrössern bitte anklicken). Grafik: SBB

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