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Wie wir die weltweite Ausbreitung des Coronavirus zeigen

Mit Daten der amerikanischen John-Hopkins-Universität lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus Tag für Tag analysieren und zeigen. 

In nur zwei Monaten ist das Coronavirus zu einer Pandemie geworden. Mehr als 1300 Personen sind bis anhin an dem neuartigen Virus gestorben, über 60 000 sind infiziert.

Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore in den USA tragen jeden Tag offizielle und inoffizielle Daten zusammen, darunter Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des amerikanischen Center for Disease Control, des europäischen Centre for Disease Prevention and Control und der chinesischen National Health Commission.

Wann der Ausbruch des neuen Coronavirus genau stattgefunden hat, ist unklar. Erste Fälle wurden aber im Dezember 2019 in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei gemeldet.

Wir zeigen auf obenstehenden Karten für jeden Tag seit dem 21. Januar 2020, wie sich das Virus von Wuhan aus in der Welt ausgebreitet hat. Während zu Beginn gerade einmal vier Länder betroffen waren, sind es inzwischen 29. In der Provinz Hubei ist die Zahl der gemeldeten Fälle in dieser Zeit von 270 auf 48 206 gestiegen.

Am 12. Februar steigt die Zahl der Infizierten – das liegt aber nicht daran, dass es plötzlich viel mehr Infizierte gibt, sondern vor allem daran, dass nun nicht mehr nur jene Fälle gezählt werden, die durch Tests bestätigt wurden, sondern auch jene aus klinische Diagnosen. Die Änderung beim Zählen der Fälle liess die Fälle in Wuhan von 33 366 auf über 48 000 steigen. 

Zahl der bestätigten Fälle in China wächst rasant

Anzahl bestätigter Infektionen mit dem Coronavirus in China (in Tausend)

In europäischen Ländern stehen diesen Zahlen nur ein paar wenige gemeldete Fälle gegenüber. Weil der Unterschied so gross ist, haben wir eine logarithmische Skala gewählt, um die Anzahl der Fälle darzustellen.

Bei einer logarithmischen Skala verdoppelt sich eine Kreisfläche, wenn in einem Land zehnmal mehr Fälle gemeldet wurden. Bei einer linearen Skala wäre der Kreis zehnmal so gross, und die ganze Karte wäre bald von Hubei überdeckt.

Bisher wurden in Südamerika noch keine und in Nordamerika nur wenige Fälle festgestellt. Die USA und Kanada sind deshalb in der obigen Karte nur schematisch dargestellt. So sparen wir Platz und können China besser in den Vordergrund rücken.