Switzerland

Wie läuft die Testphase?: Bund informiert über Tracing- und Corona-Warn-App

Seit einer Woche läuft die Corona-App im Testbetrieb. Angestellte der ETH, Armeeangehörige, Spitalmitarbeiter und Beamte testen, ob das Programm hält, was es verspricht: Ansteckungsketten zurückzuverfolgen und zu warnen, wenn man einer infizierten Person zu lange zu nahe gekommen ist. Zudem ist der Quellcode der App öffentlich, um mögliche Schwachstellen aufzudecken.

App soll Ende Juni parat sein

An der Experten-Medienkonferenz informiert der Bund heute – nebst anderen aktuellen Themen – über den Stand der Dinge beim Contact Tracing und der App. Funktioniert alles einwandfrei? Oder muss eventuell noch nachgebessert werden? Zu diesen und weitere Fragen werden neben Daniel Koch, Corona-Delegierter des Bundes, und weitere Fachpersonen Stellung beziehen. Auskunft gibt unter anderem Epidemiologe Marcel Salathé, der Teil der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes ist.

Für die breite Bevölkerung ist die App derzeit noch nicht zugänglich. Voraussichtlich Ende Juni wird man sie aufs Smartphone laden können. Vorher muss das Parlament noch grünes Licht für ein Gesetz geben, das der App eine rechtliche Grundlage gibt.

Weitere Themen

Neben dem Thema Corona-App wird es an der Medienkonferenz auch um wirtschaftliche Fragen gehen. Erik Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), steht ebenfalls auf der Teilnehmerliste. Ausserdem ist Brigadier Raynald Droz anwesend, der den Corona-Einsatz der Armee leitet. (lha)

So soll die Corona-App funktionieren

Schritt 1 Paul lädt die Corona-App auf seinem Handy herunter und schaltet Bluetooth ein, damit sie funktioniert. Auch Sonja hat die App installiert. Wenn sich die beiden treffen, registrieren die Apps diese Begegnung und speichern sie in Form eines anonymen Codes, kombiniert mit einem Zeitstempel.

Schritt 2 Einen Tag später fällt bei Paul der Corona-Test positiv aus. Nun kann er die Nachricht mit allen anderen App-Nutzern teilen. Die Meldung geht über einen Server an alle anderen Geräte, wo die App lokal nach Treffern sucht, also Menschen wie Sonja, die sich bei Paul angesteckt haben könnte. Damit Paul keine Jux-Warnungen verbreiten kann, bekommt er beim Test einen einmaligen Code, um die Meldung in der App zu verschicken.

Schritt 3 Der Server ist in diesem Modell nur dazu da, die Kommunikation zwischen den verschiedenen App-Nutzern zu koordinieren. Er speichert einzig die Schlüssel von Infizierten, die ihre Daten freigegeben haben. Alles andere ist dezentral, also auf den persönlichen Geräten gespeichert. Der Server speichert also keine Bewegungsdaten. Die verschlüsselten Identifikationsnummern des einzelnen App-Nutzers, die sich jeden Tag verändern, ermöglichen keinen Rückschluss auf persönliche Daten.

Schritt 4 User, die in den vergangenen zwei Wochen Kontakt mit Paul hatten, erhalten über ihre App eine Warnung. Sie sollten sich dann ebenfalls testen lassen und isolieren. So soll die Ansteckungskette nicht nur möglichst genau verfolgt, sondern auch möglichst rasch unterbrochen werden können.

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