Switzerland

Weltnummer 655 zeigt in Rom nach 0:6, 3:5 ein unglaubliches Comeback

Jaroslawa Schwedowa hat zum ersten Mal seit 2017 ein Match auf der WTA-Tour gewonnen. Bild: imago-images.de

Jaroslawa Schwedowa hat in der 1. Runde des WTA-Turniers in Rom ein unfassbares Comeback hingelegt. Die Weltnummer 655 lag gegen die Lokalmatadorin Martina Trevisan (WTA 140) bereits 0:6 und 3:5 (0:30) zurück, bevor sie zu einer eindrücklichen Aufholjagd ansetzte.

Nachdem die 33-jährige Kasachin den ersten Satz in 31 Minuten abgegeben hatte, rettete sie sich im zweiten ins Tiebreak und auch den dritten Durchgang entschied sie in der Kurzentscheidung. Am Ende gewann die zweifache Grand-Slam-Siegerin im Doppel und einstige Weltnummer 25 nach 2:36 Stunden 0:6, 7:6 (7:4), 7:6 (8:6).

Trevisan, die beim French Open im letzten Jahr den Viertelfinal erreicht hatte, servierte nicht nur im zweiten, sondern auch im dritten Satz zum Matchgewinn, doch beide Male spielten ihr die Nerven einen Streich. «Das tut weh ... sehr weh ... unglaublich weh ... aber jeder Sturm hat ein Ende. Das Leben ist trotzdem schön», schrieb sie nach der unnötigen Niederlage auf Instagram.

Ganz anders natürlich die Gefühlswelt bei Schwedowa: «Das war heute eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich bin so glücklich bei einem meiner Lieblingsturniere wieder dabei zu sein», schrieb sie auf der Social-Media-Plattform.

Für die Kasachin war es der erste Sieg auf der WTA-Tour seit 2017 und nach einer längeren Mutterschaftspause. Schwedowa hatte 2018 Zwillinge gekriegt und gab Ende Februar 2020 ein Kurz-Comeback, das von der Corona-Pandemie jäh beendet wurde. Im Januar kehrte sie erneut zurück, reihte aber Niederlage an Niederlage.

Siebenmal in Serie scheiterte Schwedowa in der 1. Runde, bevor sie in Rom gegen Trevisan den Platz endlich wieder einmal als Siegerin verlassen durfte. Die nächste Hürde könnte für die zweifache Viertelfinalistin eines Grand-Slam-Turniers (beide 2010) nicht höher sein. Sie trifft heute auf die australische Weltnummer 1 Ashleigh Barty. (pre)

Auch speziell: Schiedsrichterin Lara Morgane funkt aus Angst vor Camila Giorgis Vater um Hilfe

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