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Welcher Schädling im Rebberg den grössten Arsch-Faktor hat

Bild: shutterstock (Bildbearbeitung: watson)

Edvin Uncorked

Welcher Schädling im Rebberg den grössten Arsch-Faktor hat

Liebe Weinfreunde und Weinfreundinnen

Sehr wahrscheinlich gibt es nichts unsexiers, als über Krankheiten an Reben zu schreiben. Die Weinwelt ist so schön und dann fühlt man sich doch noch gezwungen über Pilze, Viren und Schädlinge zu diskutieren.

Zudem ekelt mich dieses Thema auch ein wenig an, weil diese Krankheiten zum Teil richtig wüst aussehen. Blätter mit Warzen, schimmelpilzbefallene Trauben und Milben sind wirklich nicht das aller romantischste im Weingeschäft.

Ich gumpe jetzt aber Mal über meinen Schatten und mache denen einen Gefallen, welche sich leidenschaftlich dafür interessieren. Für alle anderen...haltet durch.

Verschiedene Krankheitserreger verursachen Schäden im Weinbau. Aus der aktuellen Situation heraus konzentrieren wir uns zuerst Mal auf Pilze und Viren.

Pilzkrankheiten

Echter Mehltau

Echter Mehltau. Bild: Shutterstock

Echter Mehltau ist eine der weltweit am weitesten verbreiteten Pilzkrankheiten der Weinrebe. Er wird durch einen Pilzerreger verursacht und zeigt sich auf allen grünen Teilen der Rebe als aschgrauer bis weisser, pulverförmiger Wuchs. Wenn nicht kontrolliert, kann der Pilz schwere Ernteverluste verursachen und die Weinqualität (Triebe wachsen nicht weiter, Trauben platzen auf) beeinträchtigen.

Falscher Mehltau

«Falscher» Mehltau ist ein furchtbar falscher Name für disese Pilzkrankheit. Denn dieser Falsche Mehltau ist genau so ECHT beschissen wie der Echte Mehltau. Der Falsche Mehltau verursacht weisse Beläge auf allen grünen Teilen der Rebe u.a auf jungen Trauben und trocknet diese aus, bis sie nur noch Rosinen sind.

Graufäule

Botrytis cinerea (Graufäule). Bild: Syngenta

Die Graufäule (wie Schimmel), auch bekannt als Botrytis-Fäule, ist eine Pilzkrankheit, die durch den Pilz Botrytis cinerea verursacht wird. Der Pilz verursacht schwerwiegende Ertragseinbussen und tritt am häufigsten bei Sorten mit dicht gepackten Trauben auf (wo die einzelnen Trauben nicht atmen können). Normalerweise infiziert Botrytis cinerea reife Trauben. Die infizierten Trauben werden weich und wässrig und bedecken sich schlussendlich bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit und Nässe mit dem grauen Pilz. Diese schrumpfen dann und fallen ab. Tschüss Ernte.

Botrytis Cinerea

Viren und Bakterien

Goldgelbe Vergilbung

Goldgelbe Vergilbung.

Laut der Bauernzeitung ist die goldgelbe Vergilbung die schlimmste bekannte Rebenkrankheit Europas. Zuerst färben sich die die Blätter rasch gelb und nach einigen Jahren verreckt der Rebstock vollständig. Deswegen ist diese Bakterie die arschigste aller Erreger.

Laut dem Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung verbreitet sich dieses Bakterium auf Schweizer Gebiet seit 2004. Wegen ihrer epidemischen Ausbreitung und den enormen Schäden wurde die Vergilbung von den für Pflanzenschutzgesundheit zuständigen Bundesbehörden als Quarantänekrankheit klassifiziert!!!!!

Das Schlimmste?! Es steht keine kurative Behandlung zur Verfügung, sondern die Reben müssen einfach ausgerissen werden. Gemäss der kantonalen Bestimmungen ist die Meldung verdächtiger Rebstöcke an die kantonalen Pflanzenschutzdienste obligatorisch. Diese Massnahme gilt für alle Weinregionen der Schweiz.

Reisigkrankheit

Reisigkrankheit. Bild: Rlp agro science

Die Reisigkrankheit ist ein Virus, der durch die Wurzeln die Rebe angreift.

Dies geschieht entweder beim Aufpfropfen (Rebe mit Wurzel mechanisch verbinden) oder durch kleine Fadenwürmer in der Erde, die durch die Wurzeln in die Rebstöcke gelangen.

Dieser Virus infiziert die Reben und sorgt dafür, dass die Blätter kein Grün entwickeln was dazu führt, dass die Blätter vergilben, wenige Trauben reifen und die Triebe verdorren. Das Resultat? Die kranken Reben lagern zu wenig Zucker in den Trauben ein und der Ertrag und die Qualität der Ernte gehen zurück.

Selbstverständlich ist diese Liste nicht abschliessend. Die Liste der Erreger für Reben ist fast endlos. Viele Krankheiten können behandelt oder sogar vorgebeugt werden. Bei Viren wird es schwieriger. Sogar da zählt man auf die Abwehrkraft der Pflanzen.

Euch und den Reben wünsche ich in diesem Fall ein gutes Abwehrsystem.

Bleibt in Deckung!

Cheers, Madelyne

Und nun: Lustige Bilder von betrunkenen Menschen

«Ihr Zürcher sagt Inzucht, wir Walliser nennen es ‹gesellige Runde›»

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