Switzerland

Weil Corona ihnen keine Alternative lässt: Studenten stürmen die Universitäten

Die Pandemie beschert der Schweiz einen Akademisierungsschub. An der Uni Zürich meldeten sich 15 Prozent mehr Interessenten für einen Bachelor-Studiengang an – rund 600 Studenten mehr als im Vorjahr.

«Wegen Corona fallen für Schulabgänger viele Alternativen zum Studium weg», erklärt Sprecher Kurt Bodenmüller. Seine Vermutung: «Anstatt ein Zwischenjahr zu machen und zu reisen oder sich einen Job zu suchen, wird studiert.»

Bei den Master-Studiengängen in Zürich ist der Anstieg sogar noch bemerkenswerter: Rund 2000 Kommilitonen entschieden sich für eine Fortsetzung ihres Studiums nach dem Bachelor – 25 Prozent mehr als 2019. Und auch die Uni Basel meldet zehn Prozent mehr Neuanmeldungen.

Arbeitsplatzentwicklung abwarten

Während das Vollzeitstudium boomt, hält sich das Interesse an berufsbegleitenden Studiengängen in Grenzen. Die Fachhochschule Luzern teilt SonntagsBlick mit: «Berufstätige möchten zum Teil zuwarten, wie sich die Situation am Arbeitsplatz entwickelt, bevor sie parallel in ein Studium einsteigen.»

Bei den Austauschstudenten ist ebenfalls ein Rückgang zu beobachten. Im Vergleich zum Vorjahr meldeten sich an der Universität Luzern nur halb so viele Studierende aus dem Ausland für ein Austausch­semester an.

Die von Corona stark betroffene Tourismusbranche kann sich aktuell nicht über sinkende Studentenzahlen beklagen. Für den Master in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Tourismus beispielsweise gingen an der Fachhochschule Luzern mehr Bewerbungen ein als gewöhnlich.

Arbeiten nach Bachelor fällt weg

«Normalerweise sammeln die Studierenden nach dem Bachelor zuerst ein paar Jahre Arbeitserfahrung», sagt Jürg Stettler vom Institut für Tourismuswirtschaft. In diesem Jahr hingegen hätten sich viele Studierende noch relativ spät für ein Masterstudium eingeschrieben. Als Grund vermutet Stettler die unsichere Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Deutlich mehr Anmeldungen für den Master-Studiengang in Tourismus registrierte auch die Fachhochschule Graubünden. Thorsten Merkle, Studienleiter Tourismus am Institut für Tourismus und Freizeit, sieht diese Entwicklung als Chance für die Branche – aber auch für Studierende: «Für spezialisierte und gut ausgebildete Leute wird es während und nach Corona einfacher, eine qualifizierte Stelle zu ­finden.»

Dem früheren Nationalrat und Preisüberwacher Rudolf Strahm (77) macht die wachsende Nachfrage nach akademischer Ausbildung allerdings Sorgen. Der Autor des Buchs «Die Akademisierungs­falle» (2014) sagt: «Wenn die Wirtschaftskrise anhält, kann es für viele Studienabgänger in den nächsten Jahren schwierig werden, eine adäquate Stelle zu finden.»

Wichtige Praxiserfahrung fehlt

Auch auf einem enger werdenden Arbeitsmarkt blieben Praxis­erfahrung und berufsbezogene Softskills gefragt: «Genau diese Kompetenzen fehlen den Universitätsabgängern», so Strahm.

Die Hochschulen beginnen das neue Semester unter Corona-Bedingungen. So wollen die Unis Zürich, Basel, Luzern und Bern im Herbst den Präsenzunterricht wieder aufnehmen – mit Einschränkungen. Für den Fall, dass die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, haben sie ein «hybrides Lernsystem» entwickelt: Ein Teil der Studierenden besucht den Präsenzunterricht, die übrigen sind digital dabei.

Und: Im Hauptgebäude der Uni Luzern gilt ab 17. August eine Maskenpflicht.

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