Switzerland

Wegen der Corona-Krise müssen Menschen im Alter länger arbeiten oder bescheidener leben – auch in der Schweiz

Die Schweiz verliert in einem internationalen Vergleich von Altersvorsorgesystemen an Boden. Negativzinsen, Demografie und Reformstau hinterlassen Spuren bei den Renten.

Die Schweizerinnen und Schweizer haben eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit, weshalb das gesetzliche Rentenalter schrittweise erhöht werden sollte.

Die Schweizerinnen und Schweizer haben eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit, weshalb das gesetzliche Rentenalter schrittweise erhöht werden sollte.

Eibner-Pressefoto / Expa / Feichter / Imago

Die Coronavirus-Krise setzt die Rentensysteme weltweit unter Druck. Fallende Beiträge und geringere Anlagerenditen dürften dazu führen, dass viele Menschen länger arbeiten oder im Alter bescheidener leben müssen als geplant. Hinzu kommt die Staatsverschuldung, die aufgrund von Rettungsaktionen in der Krise in vielen Ländern massiv gestiegen ist. Diese könnte es Regierungen erschweren, die ältere Bevölkerung zu unterstützen – bei den Renten, der Gesundheits- oder der Altenpflege, heisst es im Bericht zur diesjährigen Ausgabe des Mercer-CFA-Institute- Global-Pension-Index. Das Barometer vergleicht 39 Rentensysteme weltweit.

Auf den ersten Plätzen liegen die Niederlande und Dänemark. Die Schweiz landet in diesem Jahr auf Platz 12. Damit verschlechtert sie sich im Vergleich mit dem Vorjahr um einen weiteren Rang, was indessen mit der Aufnahme von Israel in den Index zusammenhängt. Trotzdem ist das Ergebnis kein Ruhmesblatt, lag die Schweiz doch vor wenigen Jahren noch auf den vorderen Rängen. Das Abrutschen des Schweizer Drei-Säulen-Systems im internationalen Vergleich sollte die Politik dazu mahnen, den Reformstau im System endlich aufzulösen und marktwirtschaftliche Reformen anzugehen.

Die Schweiz habe ein gutes Rentensystem, heisst es zwar in dem Bericht zum Index. Allerdings bestehe Handlungsbedarf, damit das System nachhaltig leistungsfähig bleibe – und dazu gehöre beispielsweise die schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters. Schliesslich haben die Schweizerinnen und Schweizer eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit. Im Alter von 65 Jahren leben Frauen in der Schweiz im Durchschnitt noch 22,7 Jahre, bei den Männern sind es 20 Jahre. In seiner jetzigen Form ist das System nicht «demografiefest».

Besondere Erwähnung findet die berufliche Vorsorge. Diese leidet unter den von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verhängten Negativzinsen. Hinzu kommt die systemfremde Umverteilung von aktiven Versicherten zu Rentnern, die im vergangenen Jahr ein Volumen von 7,2 Mrd. Fr. hatte. Sie droht das System zunehmend auszuhöhlen. In dem Bericht kommt auch zur Sprache, dass die Pensionskassen ihre Leistungen für neue und künftige Rentner aufgrund der demografischen Entwicklung und der ultraniedrigen Zinsen in den vergangenen Jahren gezwungenermassen deutlich reduziert haben.

Dies hat auch eine Anfang Oktober dieses Jahres publizierte Studie eines Finanzdienstleisters gezeigt. Dieser gemäss bekam ein 65-Jähriger mit einem Bruttolohn von rund 118 000 Fr. beim Eintritt in den Ruhestand im vergangenen Jahr noch 55% seines letzten Lohns aus AHV und beruflicher Vorsorge. Im Jahr 2002 hatte diese «Ersatzquote» in der gleichen Einkommensklasse noch 62% betragen. Dieser Rückgang ist auch insofern bedenklich, als die Schweizer Verfassung vorsieht, dass die Renten aus AHV und Pensionskasse im Alter «die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise» ermöglichen sollen. Die Renten aus erster und zweiter Säule sollten nach dem Erreichen des ordentlichen Pensionsalters rund 60% des letzten versicherten Lohns betragen.

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