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Wegen Corona-Lockdown: Zoo Hasel bangt um seine Zukunft – Geschäftsführerin ruft zum Spenden auf

«Man macht sich schon Ge­danken.» Cornelia Da Silva, Geschäftsleiterin des Zoo Hasel in Remigen, blickt sorgenvoll in die Zukunft. Seit dem 17.März ist der Zoo geschlossen. «Von einem Tag auf den anderen brachen sämtliche Einkünfte weg», sagt die Zooleiterin.

Der Zoo Hasel wurde 1969 gegründet. Seit 1998 ist er im Besitz von Rolf Wernli, dem Vater von Cornelia Da Silva. Sie übernahm 2006 die Geschäftsleitung. Nach umfassenden Renovationsarbeiten und dem konsequenten Umstieg vom Raubtier- zum Streichelzoo war Cornelia Da Silva voller Optimismus für 2020: «Das hätte das erste Jahr werden können, in dem der Zoo schwarze Zahlen hätte schreiben können.» Erst letzten Herbst wurde ein neuer Spielplatz eröffnet, als weitere Attraktion des Zoos.

Lockdown kommt in der Hochsaison für den Zoo

Der Frühling, insbesondere die Osterzeit mit den Schulferien, ist jeweils die Hauptsaison im Zoo Hasel. Im Winter verzeichnet der Zoo generell Mindereinnahmen. Die Coronakrise und der Lockdown machen dem Zoo Hasel nun schwer zu schaffen.

Nicht nur die Zooeintritte der Besucher, sondern auch sämtliche Veranstaltungen, wie die Kinderlager, der Ferienpass, Ponyreiten, begleitete Ausritte, Packziegen- und Lamatrekking sowie Züglifahrten und Führungen durch den Zoo, fallen weg. Auch auswärtige Anlässe können nicht stattfinden. Ungewiss ist denn auch die Durchführung des traditionellen Pfingstfests Ende Mai. «Absagen wollen wir noch nicht, da wir doch noch Hoffnung haben, dass die Krise bald vorbei ist. Andererseits wollen und können wir derzeit auch kein Geld in die Hand nehmen für die Vorbereitungen, falls der Anlass letztlich doch ­abgesagt werden muss», sagt Cornelia Da Silva.

Die Angestellten des Zoos sind für Kurzarbeitsentschädigung angemeldet. Nicht gesichert ist jedoch der Unterhalt der rund 200 Zootiere. Heu, Stroh, Kraftfutter, Hufschmied- und Tierarztrechnungen – alle diese Beträge muss Cornelia Da Silva nun von ihren Reserven bezahlen. «Wir haben die gleichen Ausgaben bei null Einnahmen.» Der Aufwand für die Tierbetreuung ist indes gar höher, da die Tiere aufgrund der fehlenden Zoobesucher anderweitig beschäftigt werden müssen.

Dass die Tiere auch in dieser schwierigen Zeit korrekt gefüttert und gepflegt werden, ist der Zooleiterin sehr wichtig. «Die Tiere sollen nichts von der Krise spüren», bekräftigt sie. Jungtiere erwartet der Zoo Hasel diesen Frühling keine. «Zum Glück!», sagt Cornelia Da Silva. Angesichts der derzeitigen Ungewissheit ist sie erleichtert, sich nicht auch noch um den Nachwuchs kümmern zu müssen.

Der gut 100 Aren kleine Zoo Hasel wird staatlich nicht unterstützt und ist auch in guten Zeiten auf Spenden angewiesen.

Mit Patenschaften und Spenden kann man helfen

Der Wegfall sämtlicher Einnahmen stellt den Zoo nun vor zusätzliche Belastungen. Deshalb startet Cornelia Da Silva einen Spendenaufruf. «Wir freuen uns über jeden kleinen und grösseren Betrag. Das Geld kommt zu 100 Prozent der Versorgung der Tiere zugute.» Eine weitere Möglichkeit, dem Zoo Hasel und seinen Bewohnern unter die Arme zu greifen, ist die Übernahme einer Tierpatenschaft. Mit einem Betrag von 50 bis 500 Franken pro Jahr kann man als Götti oder Gotti ein Tier aus dem Zoo direkt unterstützen.

Für die Zootiere hat die derzeitige Situation auch ihre Vorzüge: Aufgrund der fehlenden Besucher lässt die Zooleiterin die Dromedare zuweilen frei durch den Zoo spazieren. Für einmal erleben sie so ihre Heimat aus ganz anderen Augen.

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