Switzerland

Was führt zu mehr Gleichstellung? Nicht der Staat, sondern der richtige Mann

Die Wahl eines guten Partners bringt Frauen voran. Ganz einfach.

Machst heute du die Küche, oder soll ich?

Machst heute du die Küche, oder soll ich? 

Annick Ramp/  NZZ

Die Frau eines CEO beklagte sich bei einem Apéro über all die Jahre, die sie mit ihren Kindern zu Hause verbracht habe, während ihr Mann 200 Prozent arbeitete, seine Karriere verfolgte, sich einen Namen machte. Sie habe sich wie in einem Gefängnis gefühlt, sich zu Tode gelangweilt, weil da niemand auf gleicher Augenhöhe zum Reden gewesen sei. Die Enge habe ihr die Luft zum Atmen abgeschnürt.

Der Vorwurf war nicht an ihren Mann gerichtet. Sondern aus ihren Worten ging hervor, dass sie den Staat und die Gesellschaft für die endlosen Tage im Haushalt und auf dem Spielplatz verantwortlich machte. Es fehlten die Strukturen, damit auch sie einen aufregenderen Alltag haben konnte.

Was mich bei solchen Klagen irritiert: Warum redete sie nicht mit ihrem Mann? Und sollte sie es doch getan haben, wenn er spätabends nach Hause kam: Weshalb veränderten sie nichts an der für sie so frustrierenden Situation? Ein Paar, bei dem sich die Partner gleichwertig fühlen, muss doch ein Interesse daran haben, dass beide glücklich sind und jeder von ihnen das Leben leben kann, das er sich wünscht. Gerade, wenn sie die Mittel dazu haben.

Ein emanzipiertes Paar handelt alles aus 

Das Bild, das Leute wie sie von ihrer Beziehung vermitteln, wirft weder auf den Partner ein gutes Licht noch auf sie selber. Die Unzufriedenheit mag durchaus berechtigte äussere Gründe haben. Aber man macht es sich auch einfach, indem man die Zuständigkeit für sein Glück auslagert. Es klingt so, als wäre man schuldlos in Rollen abgeglitten und wäre diesen nun ausgeliefert. Dabei müsste die Arbeitsteilung in einer emanzipierten Beziehung verhandelbar sein.

Dass das ein Paar aus eigener Kraft schafft, daran zweifelt auch die Politik. Wie die «NZZ am Sonntag» vermeldet, will der Bundesrat erstmals eine nationale Strategie zur Gleichstellung vorlegen. Demnach sollen Haus- und Erwerbsarbeit gleichmässiger verteilt werden. Allein die ungleichen Zahlen werden für ungerecht gehalten: Noch immer leisten Frauen wöchentlich 11,5 Stunden mehr unbezahlte Haus- und Familienarbeit als Männer, die wiederum meistens das Geld heimbringen. Das soll sich laut den Gleichstellungsbeauftragten ändern. «Frauen ins Büro, Männer an den Herd», titelte die Zeitung.

Bevor der Staat im Privaten Entwicklungshilfe leistet, habe ich eine andere Idee: Frauen, wählt den richtigen Partner! Einen Mann, der euch unterstützt und euch ermöglicht, euren Weg zu gehen. Genauso wie ihr dazu beitragt, dass er sich verwirklichen kann. Man freut sich, wenn es demjenigen gutgeht, den man gerne hat.

Zwar kann man nicht voraussagen, wie sich jemand im Lauf der Jahre verändert und ob man sich nicht voneinander fortbewegt. Aber so viel Gewissheit sollte sein am Anfang: Man weiss, wen man heiratet und was ihm die Arbeit bedeutet oder wie gross seine Bereitschaft ist, später vielleicht einen Schritt zurückzutreten. Man schafft das gemeinsam – was immer kommt.

Totale Gleichheit macht nicht glücklicher

Natürlich kann es auch dann noch anders herauskommen, als man es sich vorgestellt hat. Ökonomische Zwänge beeinflussen, wie man die Rollen verteilt. Aber gerade weil man vom Staat nie die Erfüllung aller Wünsche erwarten kann, ist ein guter Mann der Wichtigste.

Er würde von seiner Frau nie verlangen, dass sie auf ihren Beruf verzichtet. Sind Kinder da, teilt man die Aufgaben so gerecht wie möglich unter sich auf, bildet ein Team. Man muss trotzdem nicht zum krankhaft Egalitären neigen, bloss weil man das für fortschrittlich hält. Abwechslungsweise staubsaugen samstags führt noch nicht zum ungeteilten Glück.

Es ist ganz einfach: Wenn ein Mann nie Nachtessen zubereitet und das eine Frau stört, zeigt sie es ihm vor. Wenn eine Frau zu Hause bleiben möchte, wenn die Kinder schon gross sind, legt ihr Mann ihr dar, weshalb sie in seinen Augen ihren Job wieder aufnehmen sollte.

Die Liebe ist ein Deal.

Die NZZ-Redaktorin Birgit Schmid schreibt in ihrer Kolumne «In jeder Beziehung» wöchentlich über unser Verhältnis zueinander und zur Welt.

Football news:

Das Interesse Barcelonas an Isak wuchs nach der Ernennung von couman. Larsson (Mundo Seportivo) der FC Barcelona ist nach Angaben von Mundo Deportivo nach wie vor an einer übernahme des Stürmers von Real Sociedad durch Alexander Isak Interessiert
Manuel Pellegrini: Wenn man gegen Real und var spielt, ist es schon zu viel
PSV Eindhoven und FC Porto sind an FC Barcelona Interessiert. Er Wolle den Klub PSV Eindhoven und den FC Porto nicht verlassen, sagte Barcelona-Mittelfeldspieler Ricky Puig, wie Mundo Deportivo mitteilte
Puyol über Barcelona: wenn wir die Meisterschaft gewinnen wollen, müssen wir sehr gut auftreten
Schalke entließ Wagner. Die Mannschaft hat seit Januar in der Bundesliga nicht mehr gewonnen, Schalke hat Cheftrainer David Wagner entlassen. Auch seine Assistenten Christoph Bühler und Frank Fröhling verließen den Verein. Schalke hat zum Auftakt der Bundesliga-Saison zwei Spiele verloren: in der ersten Runde besiegte die Mannschaft den FC Bayern mit 8:0, in der zweiten Unterlagen die Gelsenkirchener zu Hause gegen Werder Bremen mit 1:3
Yakini über 3:4 gegen Inter: Selbst ein Unentschieden wäre ein unfaires Ergebnis, wenn man bedenkt, wie viele Punkte Fiorentina geschaffen hat
Ramos über das 3:2 mit Betis: der Schiedsrichter versuchte sein bestes und Tat nichts vorsätzlich