Switzerland

Vulkanausbruch möglich: Erdbeben-Serie erschüttert Island

18’000 Beben haben die Insel in der vergangenen Woche erzittern lassen. Experten zufolge steht ein möglicher Vulkanausbruch bevor.

«Brücke zwischen den Kontinenten»: Die Fussgängerbrücke zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen tektonischen Platte in der Nähe von Grindavik, Island. (28. Februar 2021)

«Brücke zwischen den Kontinenten»: Die Fussgängerbrücke zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen tektonischen Platte in der Nähe von Grindavik, Island. (28. Februar 2021)

Foto: Jeremie Richard (AFP)

Im Zuge der Erdbebenserie im Südwesten von Island gibt es Anzeichen für eine mögliche bevorstehende Eruption. In der vergangenen Woche erschütterten laut der «New York Times» mehr als 18’000 Erdbeben den Inselstaat. Experten zufolge sind die Beben der Höhepunkt von über einem Jahr intensiver seismischer Aktivität.

Eine vulkanische Eruption habe nicht begonnen, zu ihr könne es aber im Laufe der nächsten Stunden oder Tage kommen, sagte die Koordinatorin für Naturgefahren der isländischen Wetterbehörde Vedurstofa, Kristín Jónsdóttir, am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Leiter des Zivilschutzes, Vídir Reynisson

«Die Menschen in Reykjavik wachen mit einem Erdbeben auf, andere schlafen mit einem Erdbeben ein»

Thorvaldur Thordarson, Professor für Vulkanologie an der Universität von Island

Eine grosse Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. «Die Menschen in Reykjavik wachen mit einem Erdbeben auf, andere schlafen mit einem Erdbeben ein», sagte Thorvaldur Thordarson, Professor für Vulkanologie an der Universität von Island in der «New York Times». «Es gibt viele von ihnen, aber es gibt keinen Grund zur Sorge.» Es sei demnach auch unwahrscheinlich, dass der Luftverkehr betroffen sein wird.

Polizisten haben eine Strasse in der Gegend rund um die Berge Litli Hrútur und Keilir abgesperrt. (3. März 2021)

Polizisten haben eine Strasse in der Gegend rund um die Berge Litli Hrútur und Keilir abgesperrt. (3. März 2021)

Foto: Halldor Kolbeins (AFP)

Die Isländer rechnen zwar mit Lavaströmen, jedoch nicht mit einer solch dramatischen Lage wie beim Ausbruch des Eyjafjallajökulls im Jahr 2010. Dieser hatte damals über einen längeren Zeitraum den internationalen Flugverkehr lahmgelegt.

Die unterirdischen vulkanischen Aktivitäten auf der Reykjanes-Halbinsel südwestlich von Reykjavik spielen sich derzeit vor allem zwischen den Bergen Litli Hrútur und Keilir ab. Experten haben die Gegend per Hubschrauber nach sichtbaren Anzeichen für eine Eruption abgesucht, bislang aber nichts entdeckt. In Grindavík – der Ortschaft, die möglicherweise am ehesten von einer Eruption betroffen sein könnte – leben rund 3300 Menschen. Es gilt jedoch derzeit als unwahrscheinlich, dass der Ort evakuiert werden muss.

«Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Erdbeben erlebt»

Pall Einarsson, emeritierter Professor

Die aktuelle Erdbeben-Serie begann am 24. Februar mit einem Beben der Stärke 5,7 – dem bislang grössten. Pall Einarsson, emeritierter Professor für Geophysik an der Universität von Island, sagte dem Bericht zufolge, was normalerweise Wissenschaftler faszinierte, habe jetzt die winzige Nation gefesselt. «Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Erdbeben erlebt», sagte Einarsson. «Wir reden davon, jeden Tag mehrere von ihnen zu fühlen.»

Gemäss dem nationalen Wetteramt könnten die laufenden Aktivitäten in den kommenden Tagen oder Wochen abnehmen. Aber Island könnte auch mehr Erdbeben ausgesetzt sein, bis zu einer Stärke von 6,5. Vulkanologen bereiten sich bereits auf eine möglicherweise jahrzehntelange Aktivität vor.

Mit Material der SDA

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