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Vorstellungsgespräch: Das steckt hinter kuriosen Bewerbungsfragen

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Seltsame Fragen kommen beim Vorstellungsgespräch häufig vor. Ein Personalexperte erklärt, was sie bedeuten.

Das Vorstellungsgespräch kann ganz schön nervös machen. Richtig fies wird es, wenn das Gegenüber Fragen stellt wie: «Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie und warum?» Auf solche Fragen kann sich der Kandidat nicht vorbereiten und auch keine richtige oder falsche Antwort geben.

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Mit solch kuriosen Fragen wollen Personaler die kognitiven Stärken der Bewerber testen. «Sie wollen sehen, wie der Kandidat unter Druck reagiert und wie er sich ins bestehende Team einfügen würde», sagt John Lamphiere, Vizepräsident des Arbeitgeberbewertungsportals Glassdoor in einer Medienmitteilung. Lamphiere rät Bewerbern, sich in solchen Situationen nicht verwirren zu lassen. Stattdessen sollten sie sich zur Vorbereitung einer Antwort Zeit nehmen und ihren Gedankengang erklären.

Das Bewertungsportal Glassdoor listete 20 der kuriosesten Fragen auf, die sich Bewerber beim Vorstellungsgespräch anhören mussten. Matthias Mölleney, Personalexperte von PeopleXpert, hat sich fünf Fragen für 20 Minuten angesehen und sagt, was sie bedeuten.


Erklärung: Mit dieser Frage wollen Personalverantwortliche wissen, ob sich der Bewerber die richtige Kraft wünscht, die es für die Stelle braucht. Sucht die Firma etwa einen Teamleader, dann wäre es nicht sinnvoll, wenn sich ein Kandidat körperliche Stärke wünscht.
Erklärung: Bei dieser Frage ist die Fähigkeit gefragt, die richtigen Prioritäten zu setzen: Der Arbeitgeber will sehen, wie ein Kandidat vorgeht, um die Prioritäten zu definieren.
Erklärung: Hier geht es weniger um die Fähigkeit, eine solche Zahl möglichst präzise schätzen zu können, sondern um die Vorgehensweise, wie man mit einer solchen offensichtlich unlösbaren Frage umgeht.
Erklärung: Diese Frage ist mir noch nie begegnet, aber es geht vermutlich um die Abstraktionsfähigkeit und die Fähigkeit, Analogien zu bilden. Will heissen: Wie zieht ein Kandidat einen Vergleich. Auch möchte der Arbeitgeber wohl sehen, was für kreative Lösungen ein Kandidat entwickelt.
Erklärung: Diese Übung ist uralt und dient eigentlich dem Teambuilding. Dabei will man sehen, wie eine Gruppe mit fragilen Dingen einen möglichst hohen Turm baut. Es lässt sich aber natürlich auch auf Einzelpersonen übertragen, um zu sehen, mit welchen kreativen Lösungen sie den Turm bauen.

(fpo)

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