Switzerland

Viren kennen keine Grenzen - Italien hat nichts falsch gemacht!

Auch wenn es Vorurteilen zuwiderlaufen mag: Die Ausbreitung des Corona-Virus in Italien ist nicht auf Schlamperei der Behörden zurückzuführen. Im Gegenteil: Das Land hat sich bei der Prävention geradezu pionierhaft verhalten und als erstes Land der EU alle Flüge aus China gestrichen. Ebenfalls schon im Januar hatte die Regierung Conte ein Kreuzfahrtschiff mit 6000 Personen an Bord vor Civitavecchia blockiert, weil auf dem Schiff zwei Passagiere erkrankt waren. Erst als sich herausstellte, dass es sich um normale Grippefälle handelte, durften die Passagiere mit einer Verspätung von 24 Stunden an Land gehen. Damals hatten sich noch etliche Medien über die ängstlichen Italiener lustig gemacht.

Italien hat wohl einfach Pech gehabt: Das Virus hatte den Weg dorthin schon gefunden, bevor die Vorsichtsmassnahmen eingeführt wurden – und verbreitete sich wegen der langen Latenzzeit bis zur Erkrankung unbemerkt. Möglicherweise befindet sich das Virus auch längst in den Nachbarländern Schweiz und Österreich, die noch offiziell als Corona-frei gelten.

In Zeiten der Globalisierung und des Massentourismus zu glauben, dass Viren an den Landesgrenzen Halt machen, ist eine Illusion. Mit drastischen Quarantänemassnahmen, wie sie nun Italien eingeführt hat, kann man, wenn das Virus einmal da ist, immerhin versuchen, eine Pandemie zu verhindern. Ob das in Italien noch gelingt, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen.

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