Switzerland

Vettel am 5. Testtag vorne: Giovinazzi-Crash im Alfa-Sauber – blufft Ferrari weiter?

Dabei wurde der linke Teil des Heckflügels stark beschädigt. Teamchef Frédéric Vasseur zu BLICK: «Antonio sollte am Nachmittag wieder fahren. Zum Glück scheint das Getriebe unbeschädigt!»

Es geschah in der Silberpfeil-Kurve

Der Italiener war offenbar auf einem leicht nassen Randstein ins Unglück gestürzt worden. In Kurve vier, wo übrigens Hamilton und Rosberg 2016 ihren berühmten Silberpfeil-Crash hatten. Und so Max Verstappen beim ersten Red Bull-Auftritt (nach der Beförderung ins A-Team) gleich den ersten GP-Sieg feiern konnte!

Mateschitz hofft auf Wunder

Der Holländer selbst rutschte im Red Bull-Honda nur eine halbe Stunde nach Giovinazzi am gleichen Ort ins Kiesbett – allerdings ohne anzuschlagen. Dies unter den Augen von Red Bull-Mitbesitzer Dietrich Mateschitz (75).

Der Steirer war um 10.20 Uhr mit dem Privatjet gelandet. Seinen traditionellen Test-Besuch lässt sich Mateschitz nicht nehmen. «Auch wenn ich am Abend um 21 Uhr natürlich im Salzburger Stadion sitze, wenn unser Team in der Europa League gegen Frankfurt versucht, den 1:4-Rückstand aufzuholen!»

«Schwere Zeiten sehen anders aus!»

Im Gespräch mit BLICK machte Mateschitz klar, dass für ihn «schwere Zeiten nach einigen Punktverlusten anders aussehen. Mit RB Leipzig jagen wir den Bundesliga-Titel. Wie erneut mit beiden Eishockey-Teams in Österreich und Deutschland. Zudem ist unsere Fussball-Akademie voller grosser Talente, die bald für Aufsehen sorgen werden! Und in der Formel1 machen beide Teams Spass.»

Vettel: Bestzeit, dann Dreher

Um 12.10 Uhr drehte sich in Kurve 5 der vierfache Weltmeister (2010 bis 2013 mit Red Bull) im Ferrari. Und löste damit eine rote Flagge aus, weil er beim Rausfahren das halbe Kiesbett auf der Strecke verteilte...

Kurz zuvor hatte der Deutsche mit 1:17,093 die Bestzeit aufgestellt. Endlich beteiligte sich auch das Team aus Maranello bei der Zeitenjagd, die am Freitag ihren Höhepunkt erreichen sollte. Allerdings gelang es dann Vettel nicht, seine Bestzeit mit dem weichsten Gummi (C5) klar zu verbessern – 1:16,841.

Am Vortag war Robert Kubica im Alfa-Sauber bei seinem Tagessieg mit der gleichen Reifenmischung nur 0,101 Sekunden langsamer als Vettel gewesen. «Die Roten bluffen weiter», heisst es dazu aus dem Lager von Mercedes.

Gibt es bald Informationen?

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hält natürlich auch die Formel 1 weiter in Atem. Bald sollen die ersten Entscheidungen fallen. Bei der FIA und den GP-Besitzern von Liberty Media laufen zwei Wochen vor dem ersten (geplanten) GP-Training in Australien die Drähte heiss.

Die Fälle mit den ersten drei Rennen in Australien, Bahrain und Vietnam sind heikel: Wenn die FIA ein Rennen absagt, könnten sie vom Veranstalter auf Schadenersatz belangt werden. Also ist es für die Formel 1 billiger, wie im Fall des GP von China, wenn die Organisatoren ihr Rennen verschieben oder eben absagen.

Bahrain stoppte Formel-2-Team

In Bahrain steigen momentan die Formel-2-Testfahrten. Dabei wurde das italienische Trident-Team sieben Stunden lang aufgehalten und auf mögliche Coronavirus-Symptome untersucht.

Dabei wurde beim gesamten Team mit dem Israeli Nissany und dem Italiener Sato keine Anzeichen des Coronavirus festgestellt.

Testresultate Barcelona II