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Verwaltungsratspräsident des Samsung-Konzerns gestorben, Autovermieter Sixt überlegt Markteintritt in Kanada – und weitere Wirtschaftsmeldungen

(afp) Der Verwaltungsratspräsident des Samsung-Konzerns, Lee Kun Hee, ist tot. Nach Angaben das südkoreanischen Unternehmens vom Sonntag verstarb Lee am Sonntag im Alter von 78 Jahren. In seinen letzten Momenten sei seine Familie an seiner Seite gewesen. Der Konzern würdigte Lee als «wahren Visionär», dessen Erbe «für immer fortdauern» werde. Lee hatte Samsung über die Jahre zu einem der weltweit führenden Konzerne für Technologieprodukte, darunter Handys, fortentwickelt. Im Jahr 2014 hatte er jedoch eine Herzattacke erlitten und hatte seither gesundheitliche Probleme. Sein Sohn Lee Jae Yong übernahm deshalb in der Praxis die Leitung der Geschäfte und wurde de facto zum Konzernchef.

Der Samsung-Erbe steckt allerdings in erheblichen juristischen Schwierigkeiten. Lee Jae Yong wurde im Zuge eines Bestechungs- und Veruntreuungsskandals im Jahr 2017 zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach einer Berufung kam er jedoch im Jahr darauf frei. Das Oberste Gericht von Südkorea ordnete später einen neuen Prozess gegen den Samsung-Erben wegen dieses Skandals an, der noch nicht abgeschlossen ist. Der Fall steht im Zusammenhang mit einem weitverzweigten südkoreanischen Korruptionsskandal, der 2017 zum Sturz der früheren Präsidentin Park Geun Hye geführt hatte.

(afp) Bei den Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen in Deutschland sind weitere Fortschritte erzielt worden. Inzwischen liegt ein Einigungsvorschlag der Verhandlungsführer auf dem Tisch, wie Sprecher der Tarifparteien in der Nacht zum Sonntag in Potsdam sagten.

Zu dessen Inhalt wurde aber zunächst nichts bekannt. Zu dem Einigungsvorschlag stand allerdings sowohl die Zustimmung der Bundestarifkommissionen von Verdi und des dbb Beamtenbundes als auch der Mitgliederversammlung der Vereinigten kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und des deutschen Bundes noch aus. Diese Zustimmung wird für Sonntag angestrebt. Die Verhandlungen wurden unterbrochen. Am Sonntagvormittag ab 10.00 Uhr wollen die Verhandlungsführer in Potsdam erneut zusammenkommen, hiess es. Verdi und der dbb Beamtenbund hatten bisher 4,8 Prozent mehr Gehalt bis Ende 2021, monatlich jedoch mindestens 150 Euro mehr gefordert. Das ursprüngliche Arbeitgeberangebot sah in drei Jahresstufen bis März 2023 insgesamt 3,5 Prozent mehr Gehalt vor.

(dpa) Deutschlands grösster Autovermieter Sixt bereitet sich auf den Markteintritt in Kanada vor. Das Unternehmen habe sich im Februar im zweitgrössten Land der Welt ins Handelsregister eintragen lassen, wie auf der Behördenwebseite «Canada's Business Registries» nachzulesen ist. Darüber berichtete zuerst die «Welt am Sonntag». Sixt hat bisher zwar eine kanadische Webseite, aber keine eigenen Vermietungsniederlassungen. Die Eintragung ins Handelsregister sei erfolgt, «um zu einem aktuell nicht definierten Zeitpunkt handlungsfähig zu sein», teilte das Unternehmen der «Welt am Sonntag» mit. «Damit schliessen wir einen zukünftigen Markteintritt nicht aus.»

Weltweit ist Sixt inzwischen in rund 110 Ländern tätig, seit 2011 auch in den benachbarten USA. Sixt kämpft wie alle anderen Autovermieter stark mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie und der deswegen gesunkenen Zahl an Geschäfts- und Privatreisen. Im dritten Quartal sanken die Erlöse um rund 40 Prozent auf 460 Millionen Euro.

Die Stadt Frankfurt ist zum Risikogebiet mit einer Inzidenz jenseits der 50 Neuinfektionen erklärt worden, wonach es zu zahlreichen Einschränkungen gekommen ist.

Die Stadt Frankfurt ist zum Risikogebiet mit einer Inzidenz jenseits der 50 Neuinfektionen erklärt worden, wonach es zu zahlreichen Einschränkungen gekommen ist.

Ralph Peters / www.imago-images.de

(afp) Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts des starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionszahlen in Deutschland die Wachstumsprognose der deutschen Regierung für das kommende Jahr relativiert. Die positiven Konjunktureinschätzungen für 2021 stünden «natürlich unter dem Vorbehalt, dass es uns gelingt, die hohen Infektionszahlen wieder zu senken.»

Dies sagte Altmaier den Zeitungen der deutschen Funke Mediengruppe vom Samstag. Die deutsche Regierung hatte Anfang September für das kommende Jahr ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 4,4 Prozent vorhergesagt. Für das laufende Jahr erwartet sie einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5,8 Prozent. Für 2020 könne davon ausgegangen werden, «dass die Entwicklung weitgehend so eintritt, wie sie prognostiziert wurde», sagte Altmaier nunmehr.

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute hatten Mitte Oktober für das kommende Jahr ein Wachstum von 4,7 Prozent vorhergesagt. Die deutsche Regierung will eine neue Konjunkturprognose nächste Woche vorlegen.

Altmaier nannte die aktuelle Infektionslage dramatisch. Er warnte aber zugleich vor einem erneuten Herunterfahren der Wirtschaft wie im Frühjahr. «Einen neuen flächendeckenden Lockdown darf es nicht geben, und ich halte ihn auch nicht für erforderlich», sagte er den Funke-Blättern. Der Wirtschaftsminister rief Bund und Länder dazu auf, «in grösserer Einmütigkeit in den nächsten Tagen die notwendigen Beschlüsse zu fassen», um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. «Flickenteppiche von Regelungen» könne sich Deutschland nicht länger leisten.

(awp/sda) Der Industriekonzern ABB hat im dritten Quartal 2020 weniger umgesetzt und auf operativer Ebene auch weniger verdient. Trotzdem stieg der Reingewinn massiv, dies dank Sondereffekten. Die ABB hat insbesondere den Erlös aus dem Verkauf der Stromnetzsparte verbucht.

Der Umsatz ging in US-Dollar um 4 Prozent auf 6,58 Milliarden US-Dollar zurück. Rechnet man die Konsolidierungs- und die Währungseffekte heraus, ergab sich organisch ebenfalls ein Minus von 4 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das Tempo des Abschwungs hat sich damit verlangsamt, denn im zweiten Quartal resultierte auf bereinigter Basis ein Umsatzminus von 10 Prozent.
In diesem Umfeld reduzierte sich auch der Betriebsgewinn (EBITA) um 2 Prozent auf 787 Millionen US-Dollar, wobei die entsprechende Marge um 30 Basispunkte auf 12,0 Prozent gesteigert werden konnte.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich beim Reingewinn. Dieser hat sich auf 4,53 Milliarden beinahe verachtfacht. Allerdings spielen hier Sondereffekte mit. Hier ist der Gewinn der nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 5,0 Milliarden US-Dollar enthalten. Dieser umfasst einen Vorsteuerbuchgewinn von 5,3 Milliarden aus dem Power Grids-Verkauf sowie den Ertragssteueraufwand im Zusammenhang mit der Veräusserung. ABB hatte den Verkauf von rund 80 Prozent seiner Stromnetzsparte an Hitachi im Dezember 2018 angekündigt, Mitte 2020 wurde er vollzogen.

Im Vergleich mit den Prognosen hat sich ABB mehrheitlich besser geschlagen als erwartet. Für das vierte Quartal rechnet der Industriekonzern damit, dass die Auftrags- und Umsatzwachstumsraten gegenüber der Vorjahresperiode schwierig bleiben und dass die Umsatzwachstumsrate sequenziell abnimmt.

ABB in Zahlen

Geldwerte in Mio. $ (US GAAP)

Januar bis September 2019 2020 +/- %
Umsatz 20’910 18’952 –9
Op. Betriebsergebnis (Ebita) 2’397 2’074 –13
Ebita-Marge (%) 11.5 10.9 -
Konzernergebnis 1’114 5’225 -
operativ pro Aktie ($) 0.97 0.73 –25
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 414 511 23
Eigenkapitalquote (%) 30.3 38.5 -
Nettoliquidität -4949 935 -

(dpa) Der grösste amerikanische Einzelhändler Walmart hat die amerikanische Regierung verklagt, um sich gegen drohende juristische Konsequenzen wegen seiner Rolle in der Opioid-Krise zu wappnen. Das Justizministerium drohe Walmart mit einem «vollkommen unberechtigten» Rechtsstreit, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend (Ortszeit) in Bentonville mit. Walmart könnte demnach rückwirkend dafür bestraft werden, süchtig machende Schmerzmittel verkauft und damit zur verheerenden Opioid-Epidemie in den USA beigetragen zu haben.

Walmart argumentiert jedoch, die Mitarbeiter hätten nur ihre Pflicht erfüllt und Arzneimittel angeboten, die Kunden von Ärzten mit Zulassung der amerikanischen Behörden verschrieben worden seien. «Wir beginnen diesen Rechtsstreit, weil es kein Bundesgesetz gibt, dass es Apothekern vorschreibt, sich in dem vom Justizministerium geforderten Masse in das Verhältnis zwischen Ärzten und Patienten einzumischen.»

Eine Frau beim Einkaufen im Walmart in Bradford im Gliedstaat Pennsylvania am 20. Juli.

Eine Frau beim Einkaufen im Walmart in Bradford im Gliedstaat Pennsylvania am 20. Juli.

Brendan Mcdermid / Reuters

Walmart kommt einer möglichen Klage der amerikanischen Regierung nun zuvor, um gerichtlich klären zu lassen, ob Arzneimittelhändler zur Verantwortung gezogen werden können. Tatsächlich werde stets von staatlichen Experten und Gesundheitsbehörden betont, dass es verboten sei, Patienten medizinische Ansprüche zu verweigern. Stellungnahmen des Justizministeriums oder der Antidrogenbehörde DEA, gegen die sich die Klage des Grosskonzerns ebenfalls wendet, gab es zunächst nicht.

Opioide sind zum Teil synthetisch hergestellte Arzneimittel mit unter anderem schmerzlindernden Eigenschaften. Sie bergen jedoch auch enorme Abhängigkeitsrisiken und hohes Missbrauchspotenzial. Die Opioid-Epidemie in den USA hat laut der Gesundheitsbehörde CDC seit der Jahrtausendwende zu mehr als 450 000 Toten geführt. Walmart zählt zwar nicht zu den Pharma-Konzernen, denen häufig eine Hauptschuld an der Misere gegeben wird, steht als grosser Medikamentenhändler mit vielen Apothekenschaltern aber ebenfalls schon länger in der Kritik.

(dpa) Starke «Barbie»- und «Hot Wheels»-Verkäufe haben dem amerikanischen Spielzeughersteller Mattel im dritten Quartal zu einem kräftigen Gewinnsprung verholfen. Unter dem Strich verdiente der Hasbro-Rivale in den drei Monaten bis Ende September 316 Millionen Dollar und damit 348 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Neue Barbie-Puppen des Herstellers Mattel, ausgestellt in New York im Februar 2020.

Neue Barbie-Puppen des Herstellers Mattel, ausgestellt in New York im Februar 2020.

Carlo Allegri / Reuters

Die Erlöse wuchsen angetrieben von hoher Nachfrage nach Puppen und Spielzeugautos um rund 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Mit den Quartalszahlen wurden die Markterwartungen weit übertroffen, die Aktie legte nachbörslich zeitweise um über zehn Prozent zu.

(dpa) Der Chipkonzern Intel hat in seinem Geschäft mit Rechenzentren im vergangenen Quartal die Markterwartungen verfehlt. Der Umsatz des Bereichs sank im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem besseren Geschäft gerechnet, die Aktie fiel im nachbörslichen Handel am Donnerstag um rund zehn Prozent.

In seinem grössten Geschäftsbereich – Prozessoren für Personal Computer – konnte Intel die Erlöse um rund ein Prozent auf 9,85 Milliarden Dollar steigern. Das operative Ergebnis in der Sparte sank zugleich um mehr als 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.

Konzernweit ging der Umsatz um 4 Prozent auf rund 18,3 Milliarden Dollar zurück. Unterm Strich blieb ein Gewinn von rund 4,3 Milliarden Dollar übrig – gut 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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